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Mi, 00:29 Uhr
31.05.2017
Meldungen aus der Region

Wie Baum- und Strauchschnitt entsorgen?

Vertreter von Kleingartenvereinen hatten sich heute auf "neutralem" Boden wie Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer getroffen, um sich über die Frage der Entsorgung von Baum- und Strauchschnitt auszutauschen...

Das mit dem "neutralem" Boden machte Kreyer (CDU)gleich zur Begrüßung klar. Wir als Stadt Sondershausen sind für Traditionsfeuer und deren ordnungsgemäße Durchführung zuständig und nicht für Probleme bei der Entsorgung von Abfällen.
Er hatte sich aber bereit erklärt, hier vermittelnd einzugreifen, als Ursula Gisizki, Vorsitzende des Gartenverein „Hopfenberg 1“ e.V. bereits in der Fragestunde des Stadtrates Sondershausen auf die Probleme bei der Entsorgung des Baum- und Strauchschnitt hin gewiesen hatte. Er war auch der Moderator der gestrigen Zusammenkunft.

Neben Landtagsmitglied Babett Pfefferlein (Die Grünen) nahmen Dr. Michael Fruth (Leiter Umweltamt im Landratsamt) und Steffen Kranhold (Sachgebietsleiter für Abfallwirtschaft aus dem Amt für Umwelt, Natur und Wasserwirtschaft) teil. Neben Initiatorin Ursula Gisizki nahmen auch Klaus Meier Vorsitzender des Kreisverbandes Kyffhäuserkreis der Gartenfreunde sowie weitere Vertreter von Gartenvereinen der Stadt Sondershausen, sowie der Leiter des Entsorgungsbetriebes Remondis, Her Wich, teil.

Gisizki erläuterte noch einmal, welche Probleme besonders ältere Kleingärtner haben, den anfallenden Baum- Und Strauchschnitt zu entsorgen, seit es keine Möglichkeit des Verbrennens mehr gibt. Und nicht nur ihr Gartenverein ist betroffen, denn es gibt allein 30 Verein in Sondershausen und 58 im ganzen Kyffhäuserkreis.
Baumschnitt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Baumschnitt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Auf einer Tafel hatte sie Beispiele aus anderen Städten aufgelistet, um möglich Ansatzpunkte für Sondershausen zu finden.

Dr. Fruth wies ausdrücklich darauf hin, die verkäuflichen Feuerschulen dürfen nur mit wirklichem trockenem Brennholz betrieben werden, und nicht mit Baum- Und Strauchschnitt, was übrigens bestraft werden könnte. Allerdings machte die Vorsitzenden klar, wir bringen das nicht zur Anzeige.

Kranhold brachte einen weiteren Aspekt ins Spiel. Abfall solle möglichst verwertet werden und forderte zu mehr Kompostierung bereits im eigenen Garten auf.
Das Schreddern in großem Stil in den Gartenanlagen ist für die Vereine nicht praktikabel, war man sich schnell einig. Die vielen Rasenmäher sind schon ein Lärmproblem, was von den Schreddern noch getoppt wird.

Die vorgeschlagene Variante von Meier, Container mal für 2 bis 3 Tage in einer Anlage stehen zu lassen, kam bei Wich nicht gut an. Mit vertretbarem Aufwand sei das finanziell nicht ökonomisch darstellbar, so Wich. Problem: Container die längere zeit unbeaufsichtigt stehen werden mit anderem Müll verunreinigt und das im großen Stil.

Kreyer brachte die Stadtwerke Sondershausen ins Spiel um eventuell einen Teil des Baumschnitts in der Hackschnitzel-Verbrennungsanlage zu verwerten. Ob die Idee von Kreyer Vorreiter von Biogasanlagen und Holzvergasern helfen wird?

Zu letzt prallten auch die Meinungen beim Thema Öffnungszeiten am Samstag zur Anlieferung von Baum- und Strauchschnitt aufeinander. In der Kompostieranlage kam gerade ein Bürger vorbei und bei Remondis in der Schachtstraße von Sondershausen zwei Bürger (im Zeitraum 4 Wochen). Kreyer schlug vor, mit mehr Werbung einen zweiten Versuch zu starten.

Mit Hausaufgaben (siehe) Bildergalerie, einigte man sich, am 5. September wider um 13:30 Uhr ein weiteres Treffen zum Gedankenaustausch zu machen.
Einigkeit herrschte in einem Punkt, wir beklagen uns nicht über das Brennverbot, sondern wir suchen Wege, den Baum- und Strauchschnitt bürgerfreundlich zu organisieren.
Autor: khh

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