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Mi, 00:01 Uhr
07.06.2017
Meldungen aus der Region

Radweg in die Steinzeit des Tourismus?

Manchmal wird zu viele des Guten getan, um die Touristen anzulocken. Es kann sich der Effekt sogar als Bumerang erweisen...

Es gab früher mal den Trend, Wege als Radwege auszuweisen, um überhaupt etwas vorweisen zu können. Die wurden dann Raswanderwege genannt, weil man oft längere Strecken schieben musste, weil die die Wegebeschaffenheit für ein Fahrrad von der Sache her völlig ungeeignet waren. Die Stadt Sondershausen hat solche alten Radwanderwege (K1, K2 usw.) zurückgebaut.

Weg in die Steinzeit des Tourismus? (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Weg in die Steinzeit des Tourismus? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Bei diesem Wegweiser der hier ganz modern in Richtung Bendeleben und Barbarossahöhle verweist, handelt es sich wieder um so einen Fall. Mit Bildern wird kn zeigen, um was für grottenschlechten Weg es sich handelt.

Weg in die Steinzeit des Tourismus? (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Weg in die Steinzeit des Tourismus? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Der Abzweig steht am Unstrut-Werra-Radweg (UWR) zwischen Göllingen in Rottleben, fast auf der höchsten Stelle.

Weg in die Steinzeit des Tourismus? (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Weg in die Steinzeit des Tourismus? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Interessant ist, dass man in Bendeleben, wo dieses angebliche Radwegestück die Verbindungsstraße Sondershausen - Bad Frankenhausen schneidet steht kein Wegweiser, um auf den UWR zu verweisen, die Gemeinde Kyffhäuserland weis schon warum.

Weg in die Steinzeit des Tourismus? (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Weg in die Steinzeit des Tourismus? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Fast noch im Ort drin ist zwar noch fester Weg vorhanden, aber in weiten Strecken eine Stolperstrecke seines Gleichen. Hart aufgepumpt wird man durchgeschüttelt bis zu geht nicht mehr, bei zu wenig Luft ruiniert man sich die Felgen.

Weg in die Steinzeit des Tourismus? (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Weg in die Steinzeit des Tourismus? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Aber das hat bald sein Ende, denn in dieser sumpfigen Senken sind keine Steine mehr. Die Aufnahmen stammen vom späten Nachmittag des Pfingstmontag.

Danach geht der Weg (siehe Bildergalerie) über weite Strecken in einen schwer befahrbaren Grasweg über, der natürlich nicht gemäht wird. Das es ist in diesem Teil dann auch noch Steigungs- und Gefällestrecken gibt, macht die Sache bei Feuchtigkeit so richtig spannend. Ein Spaß, besonders für Familien mit Kindern, wenn man da ins Rutschen kommt.

Es ist sicherlich löblich gedacht, die Touristen zu touristischen Höhepunkten zu geleiten (natürlich wurde der Mönchstunnel bei den Hinweisen vergessen).

Den Weg zur Orangerie findet der Radwanderer noch, weil es beim Eintreffen in Bendeleben einen normalen Autowegweiser zur Orangerie gibt. Bei der Wegweisung zur Barbarossahöhle gehört aber schon etwas Wissen und Kombinationsgabe dazu. Der Radwanderer muss beobachtet haben, dass er sich auf dem Barbarossawanderweg befindet und er muss wissen, dass der Barbarossaweg auch wirklich zur Barbarossahöhle führt, was er mit etwas Überlegung sogar auch noch hinbekommt.

Lange Rede kurzer Sinn, der Wegweiser am UWR sollte schnellstens abgebaut werden, solange an der Wegbeschaffenheit nichts geändert wird. Sicher wird sich mancher Radfahrer überlegen, in die Strecke rein zufahren, wenn er schon den Grasweg sieht, aber eine touristische Werbung für die Region ist es mit Sicherheit nicht.

Oder ist vielleicht nur das Schild geklaut worden:
Übungsstrecke für Mountainbiker?
Wahrscheinlich nicht, denn für einen richtigen Mountainbiker ist die Strecke dann doch wieder zu leicht.
Weg in die Steinzeit des Tourismus? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Weg in die Steinzeit des Tourismus? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Weg in die Steinzeit des Tourismus? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Weg in die Steinzeit des Tourismus? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Weg in die Steinzeit des Tourismus? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: khh

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