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Mi, 11:23 Uhr
07.06.2017
Meldung aus der Wirtschaftswelt

Ab Freitag Tarifverhandlungen

Tarifverhandlungen im Einzel- und Versandhandel für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen starten am Freitag in Leipzig, wie die Gewerkschaft ver.di meldet...



Am Freitag, 9.06.2017, beginnend um 11 Uhr, werden die Tarifverhandlungen für die ca. 260.000 Beschäftigten im Einzel- und Versandhandel Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen aufgenommen.



„Der Einzel- und Versandhandel jubelt über ständig steigende Umsätze und Gewinne, gleichzeitig gibt es in dieser Branche eine Vielzahl von Beschäftigten, die schon jetzt mit dem Verdienst nicht auskommen und erst recht im Rentenalter unter die Armutsgrenze fallen. Hinzu kommt, dass die überwiegende Zahl der Beschäftigten nur teilzeitbeschäftigt mit wenigen Stunden und ohne Aussicht auf Stundenerhöhungen sind..



Deswegen brauchen wir deutliche Anhebungen bei den Gehältern und Löhnen. Insbesondere in den unteren Lohn- und Gehaltgruppen muss mehr getan werden. Eine ausgebildete Verkäuferin mit 20 Wochenstunden kommt gerade mal auf 1.282 EUR brutto“, so ver.di Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago.



Die Forderungen im Einzelnen:

- Anhebung der Gehälter und Löhne um 6 % zum 1. Juni 2017

- 50 € Vorweganhebung in den beiden unteren Gehalts- und Lohngruppen

- 100 EUR höhere Ausbildungsvergütungen

- ver.di – Mitglieder sollen zusätzlich 300 EUR jährlich bekommen

- Die Tarifverträge sollen für alle gelten.

- Der Tarifvertrag soll für 12 Monate abgeschlossen werden.


„Die Tarifverträge müssen für alle gelten. Nur noch rund 25% der Beschäftigten werden nach dem Branchentarifvertrag bezahlt. Da versuchen sich Einzelhandelsunternehmen auf dem Rücken der Beschäftigten eine goldene Nase zu verdienen. Eine Vielzahl der Einzelhandelsbeschäftigten wird deutlich unterhalb des Tarifvertrages bezahlt und sind somit auf staatliche Unterstützung angewiesen“, so Lauenroth-Mago. „Die Tarifverträge des Einzel- und Versandhandels müssen für allgemeinverbindlich erklärt werden!“
Autor: khh

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