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Mi, 00:41 Uhr
05.07.2017
Waldwildnis Possen

Mutterblutbuche soll mehr in den Fokus gerückt werden

Der Verein „Statt Urwald Kulturwald am Possen und Hainleite“ (iG) hat ambitioniert Vorstellungen wie der Tourismus im Possenwald bei weitgehender Erhaltung der bisherigen Bewirtschaftung den Tourismus ankurbeln will...


In einem Brief an den Ministerpräsidenten Ramelow hatte man es dargestellt:
Appell und Vorschläge an den Ministerpräsidenten

Mutterblutbuche soll mehr in den Fokus gerückt werden (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bei einer Flurfahrt kn berichtete bereits ausführlich hatte man Landrätin Antje Hochwind (SPD) bereits einige Projekte vorgestellt:
Waldbegehung am Possen mit unterschiedlicher Resonanz
Ein Projekt beschäfigt sich mit dem besseren Bekanntmachen des Ursprungs der Blutbuche, deren Wiege hier auf dem Possen lag.

Im Jahre 1680 gab es hier im Possenwald restmalig ein Mutation einer Rotbuche. Die Blutbuche, (Fagus sylvatica f. purpurea), auch Purpurbuche, so genannt wegen ihrer rötlichen Blätter, ist eine Mutation der Rotbuche. Beide gehören zur gleichen Art Fagus sylvatica und somit zur Gattung Buchen (Fagus) in der Familie der Buchengewächse (Fagaceae).

Im Possenwald ist aber nur noch ein Fragment der Mutterblubuche zu finden, die Ausgangspunkt von 99 Prozent aller Buchen sind, die es auf der Welt gibt, wie Revierförster Ralf Hubert informierte. Besonders große Vorkommen gibt es in Schottland, so Hubert und die stammen aller von der Mutterblutbuche in Sondershausen ab.
Es war wohl 1926, dass die Mutterblutbuche abbrach und jetzt nur noch ein kleiner Stumpf steht, der langsam zuwächst und schwer zu finden ist.
Zwar führt bisher ein Wanderweg von Oberspier dort hin
Blutbuchenweg
aber die Schilder sind recht begehrt und werden recht gern abmontiert. So kommt es, dass auch gestern wieder mal das finale Schild fehlt und damit auch der Ursprungsort der Mutterblutbuche schwer zu finden ist.

Mutterblutbuche soll mehr in den Fokus gerückt werden (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Der daneben stehende tote Stamm ist eine der 11 sogenannten Schwestern. Um die Mutterblutbuche waren diese 11 Exemplare ausgekeimt. Wenn Sie eine Mutterblutbuche mit einem dicken Ring am Stamm entdecken, dann wurde hier auf einen Stamm einer normalen Rotbuche der Zweig einer Blutbuche aufgepfropft, wie es im Obstbau üblich ist, so Hubert.
Der Vorsitzende des Vereins Dr. rer. Nat. Heinz Scherzberg will den Ursprungsort fast aller Blutbuchen wieder mehr ins Bewusstsein rufen.

Mutterblutbuche soll mehr in den Fokus gerückt werden (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Damit man die Blutbuchen auch ohne Laub erkennt, erhielten die Exemplare auf dem Possen ein B.

Am Ort der Mutterblutbuche soll das Terrain bereinigt werden und eine kleine Einfriedung dafür sorgen, dass der Rest geschützt wird und eine bessere Informationstafel hinkommt.

Auch die Zuwegung will der Verein verbessern, vor allem die letzten rund 300 Meter. Der bisherige Ausgangspunkt des Weges soll von Oberspier auf den Possen verlegt werden. Angedacht sind zum Beispiel Kutschfahrten vom Possenparkplatz aus.

Mit mehr Marketing hofft der Verein, dass mehr bekannt wird, wo kommt denn eigentlich die Blutbuche her. Was man allerdings jetzt schon machen kann:
Unabhängig von gestalterischen Maßnahmen sollte man auch jetzt schon das Internet beachten. Die Region muss darauf achten, wie man dargestellt wird und sich Einbingen. Gehen Sie mal in die Wikipedia geben Sie den Suchbegriff Blutbuche ein. Da werden Sie feststellen, dass da kein Wort vom ersten Auftreten im Possenwald steht. Hier lauert noch Arbeit.

Mutterblutbuche soll mehr in den Fokus gerückt werden (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Aber nicht nur um Wandern ging es gestern. Hier orientierte man sich, wie man mit dem Fahrrad vom Unstrut-Werra-Radweg auf den Possen kommt. Über den Radweg rund um Sondershausen geht das schon, aber der alte Plattenweg aus DDR-Zeiten für die Panzer gebaut ist nicht gerade radfreundlich.

Diese Projekte, und weitere Projekte die kn vorstellte, zum Beispiel Projekt Geburtshelferkröte am Rohrteich werden aber nur realisiert, wenn es bei der jetzigen Bewirtschaftung bleibt. Im Falle der Einführung der Waldwildnis dürften die notwendigen Schnittmaßnahmen nicht realisiert werden, so Dr. Scherzberg.
Mutterblutbuche soll mehr in den Fokus gerückt werden (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Mutterblutbuche soll mehr in den Fokus gerückt werden (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Mutterblutbuche soll mehr in den Fokus gerückt werden (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Mutterblutbuche soll mehr in den Fokus gerückt werden (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Mutterblutbuche soll mehr in den Fokus gerückt werden (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
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