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Mi, 12:19 Uhr
05.07.2017
400 Milliarden Euro pro Jahr verschenkt und vererbt

Einfach reich werden

Bisherige Studien und Schätzungen zum Erbvolumen in Deutschland berücksichtigen weder Wertänderungen des Vermögens noch das regelmäßige Sparen der Erblasserinnen und Erblasser. Eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung bezieht diese Elemente ein und kommt zu dem Ergebnis,...



dass in einem Zeitraum von 15 Jahren (2012 bis 2027) vermutlich bis zu 400 Milliarden Euro pro Jahr vererbt und verschenkt werden könnten. Das ist über ein Viertel mehr als bislang in entsprechenden Studien angenommen wurde.

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Für die Studie wurde als Basisszenario der Vermögensbestand der über 70-Jährigen im Jahr 2012 betrachtet, ausgehend von Daten der Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP). Aus diesem Szenario ergibt sich ein potentielles Erbvolumen von 87 Milliarden Euro pro Jahr für die nächsten 15 Jahre. Unter Berücksichtigung regelmäßigen Sparens, das nach Einkommenssituation der Betroffenen variiert – die Wohlhabendsten sparen mehr als die, die wenig Einkommen zur Verfügung haben – und einer angenommenen Wertsteigerung des Vermögens von jährlich zwei Prozent, erhöht sich dieses Volumen bis 2027 um 28 Prozent auf 112 Milliarden Euro pro Jahr. Hochgerechnet auf die ganze Bevölkerung – denn es vererben und verschenken nicht nur über 70-Jährige – ergibt sich, basierend auf existierende Schätzungen, ein Erbvolumen von bis zu 400 Milliarden pro Jahr.

„Die Summen, die in den kommenden Jahren vererbt und verschenkt werden, dürften um einiges größer ausfallen, als bisher angenommen wurde“, so Studienautor Markus M. Grabka. „Es ist erstaunlich, dass in einem auf individueller Leistung basierenden Wirtschaftssystem faktisch keine genauen Kenntnisse über das leistungslos übertragene Vermögen in Deutschland vorhanden sind.“ „Diese neuen Zahlen sollten ein Anstoß sein, das aktuelle Regime der hohen Freibeträge in der Erbschaft- und Schenkungsteuer auf den Prüfstand zu stellen“ sagt Studienmitautorin Anita Tiefensee von der Hans-Böckler-Stiftung.
Autor: red

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Kommentare
geloescht.20250302
05.07.2017, 15:00 Uhr
Schon Oliver Kalkofe irrte...
Er sagte: "Traurig ist's, muss jemand sterben. Lustig wird's, gibt's was zu erben."

Es mag ja genügend geschmiert laufende Erbfolgen geben. Wer aber erst mal in diese Maschinerie gerät, weil er darüber informiert wird, dass er Allein-, Hauptberbe oder pflichtteilsberechtigt ist und nach Kenntnisnahme nur noch 6 Wochen Zeit hat, das vermeintliche Geschenk abzulehnen oder anzunehmen (man erbt auch Schulden, die einen, ohne dass man sie selbst verursacht hat, bis Lebende verfolgen und danach die eigenen Erben), braucht zwingend einen Anwalt.

Das alles ist nicht so lustig, wie Überschrift und Text suggerieren wollen. Und warum kommt dann wieder die Moralkeule, wer etwas "geschenkt" bekommt, sollte horrende Erbschaftssteuer bezahlen? Sowas kann den beruflichen(bei Vererbung einer Firma) oder privaten Ruin bedeuten!

Also erst mal selbst erleben, bevor man kluge Sprüche von sich gibt, die ein verharmlosendes rosarotes Bild vom Geld- oder Immobilienregen zeichnen.
Günther Hetzer
05.07.2017, 16:08 Uhr
roter Faden....
Studienautor Markus M. Grabka sagt über das Erbvolumen:„Die Summen, die in den kommenden Jahren vererbt und verschenkt werden, dürften um einiges größer ausfallen, als bisher angenommen wurde“

Wiki sagt über die Hans-Böckler-Stiftung:"...Finanziert wird die Stiftung aus Zuwendungen durch.... zweckgebundene Mittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung..."
und über das DIW: "...Die öffentlichen Zuwendungen, die das DIW vom Land Berlin... und vom Bund (Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit) erhält, machen etwa die Hälfte des Institutshaushalts aus..."

Bedeutet logischer Weise: „Diese neuen Zahlen sollten ein Anstoß sein, das aktuelle Regime der hohen Freibeträge in der Erbschaft- und Schenkungsteuer auf den Prüfstand zu stellen“ sagt Studienmitautorin Anita Tiefensee von der Hans-Böckler-Stiftung.

Mit weiteren Informationen aus Berlin, zu diesem und anderen Themen, können Sie nach dem 24.09.2017 rechnen!
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