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Fr, 09:33 Uhr
21.07.2017
Meldung aus der Wirtschaftswelt

Solarworld

der Erhalt steht für den Erhalt einer ganzen Branche. IG Metall fordert Kurzarbeit statt unwiderrufliche Freistellung...

Wenn am 18. Juli 2017 die Frankfurter Allgemeine titelte Insolvente Solarworld baut Stellen ab ist das weder für die direkt betroffenen Beschäftigten noch für die Branche und den daran anhängenden Wirtschaftszweigen eine beruhigende Nachricht. In den Betriebsstätten Arnstadt, Freiberg und Bonn hat der Insolvenzverwalter die Szenarien auf Mitarbeiterversammlungen vorgestellt. Dabei spielte auch ein Stellenabbau durch unwiderrufliche Freistellung eine Rolle. Es gibt aber auch Interessenten, so dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.

Die IG Metall verdeutlicht an dieser Stelle noch einmal, dass das Mittel der unwiderruflichen Freistellung für den Erhalt der Standorte und damit der Branche zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht geeignet ist. Oberste Priorität muss bis zur endgültigen Entscheidung über den Fortbestand die Bindung der Beschäftigten ans Unternehmen sein. Eine Verabschiedung in die Arbeitslosigkeit, gilt es mit allen Mitteln zu verhindern. Das einzig richtige Instrument ist, die Einführung von Kurzarbeit. Dazu fordern wir die Geschäftsleitung und den Insolvenzverwalter auf.

Die Anlagen müssen weiter im Betrieb gehalten werden, um, möglichen Investoren aufzeigen zu können, wie auf modernsten Anlagen modernste Produkte produziert werden. Bei einem möglichen Einstiegt eines Investors wäre man in der Lage, die Produktion sofort hochzufahren. Das ist der Auftrag, an den Insolvenzverwalter, den Gläubigern und der Politik. Von letzteren erwarten wir insbesondere, dass sie sich für den Fortbestand einer ganzen, zukunftsbestimmenden Branche, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln einsetzt. Wir fordern den Erhalt dieser zukunftsträchtigen Branche und den damit verbundenen direkten und indirekten betroffenen Arbeitsplätzen.

(Bernd Spitzbarth, 1. Bevollmächtigter IG Metall Erfurt und Nordhausen)
Autor: khh

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