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Mo, 19:35 Uhr
31.07.2017
Kn-Forum

Das Problem mit den Panzern

Die Panzer des Panzerbataillons 393 rollen demnächst nicht mehr von Bad Frankenhausen nach Sondershausen, sondern nach Artern zur Bahnverladung. Und in absehbarer Zeit mit Wiederertüchtigung der Bahnstrecke bis Bretleben soll der Bahnhof in Bad Frankenhausen wie früher zur Verladung genutzt werden. Beides wirft einige Fragen auf, nämlich, ob es nicht auch anders geht, so ein Leser im Forum....

Zunächst die ganz naive Frage, ob auf den Übungsgeländen in der Lausitz bzw. in der Altmark nicht adäquates Gerät stehen und genutzt werden kann. Dann könnten vermutlich die meisten Verlegungen eingespart werden. Eine militärische Notwendigkeit, dass die Panzer in Bad Frankenhausen stehen müssen, möge man mir mal erklären. Ein ortsnaher Einsatz im sogenannten Ernstfall mag man sich lieber nicht vorstellen!

Wenn es denn aber schon eine Verlegung mit der Bahn geben muss, dann wäre es doch sinnvoll und garantiert auch möglich, zum einen den nächstgelegenen Bahnhof anzusteuern und zum anderen auf Ortsdurchfahrten weitestgehend zu verzichten. Geländegängig sollten die Panzer ja sein und entsprechende Trassen durch Feld und Flur z.B. bis zum Bahnhof Heldrungen oder auch Bretleben ließen sich gewiss finden und mit den Grundstückseigentümern deren Nutzung aushandeln. Wenn man mir jetzt entgegenhält, ich mache es mir zu leicht( z.B. muss ja auch die Unstrut irgendwo überquert werden), dann stelle ich einfach die Gegenfrage: Warum muss in Deutschland immer alles so verkompliziert werden?

Zweite Frage: Ist es wirklich gerechtfertigt, für eine zweistelligen Millionenbetrag die Bahnlinie von Bad Frankenhausen nach Bretleben wieder instand zu setzen, nur um 4 bis 5 mal im Jahr die Panzer in Bad Frankenhausen zu verladen? Klar ist jetzt schon: Der Freistaat Thüringen wird keinen Personenverkehr mehr für diese Linie bestellen.

Und um die Strecke für sonstigen Güterverkehr zu nutzen, dann zeige man mir die Güter,die transportiert werden sollen. Ich erinnere daran, dass das Panzerbataillon in den Neunziger Jahren im Zuge der damaligen Bundeswehr-Reform von Bad Frankenhausen nach Bad Salzungen verlegt wurde, um in der vorerst letzten Reform vor einigen Jahren wieder hierher zurückzukehren!

Fest steht, dass ökonomische Aspekte bei derartigen Entscheidungen zuallerletzt berücksichtigt werden. Also: Was soll aus der Bahnlinie werden, wenn die Panzer eines Tages Bad Frankenhausen wieder verlassen, dann vielleicht für immer? Wie oft und wie lange könnte man für 10 oder 20 Millionen Euro (die vermeintlichen Kosten der dann neuen Bahnlinie) die Panzer mit Tiefladern nach Nochten oder in die Altmark fahren?

Herbert Knischka
Autor: khh

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
M. Kuester
31.07.2017, 20:18 Uhr
Zum einen drüften die Verlegungen...
mit zur Übung gehören, muss die Logistik doch auch bei einer Mobilmachung laufen. Und zum anderen nützen auch die Panzer in der Altmark nichts, wenn ein Manöver in Litauen ansteht. Die Logistik ist also auch so immer vonnöten.

Die Panzerschneise mag eine nette Idee sein. Das mit den dutzenden Eigentümern zu lösen, sicher irgendwo machbar. Mit der Natur wird es dann schwieriger. Zwischen Bad Frankenhausen und Heldrungen befinden sich mit Gräben durchzogene, sumpufige Salzwisen und die Kiesgruben. Dort eine für Panzer befahrbare Trasse zu bauen, dürfte am Ende noch teurer als die Reaktivierung der Bahntrasse kommen.

Und wenn diese reaktiviert wird, wäre es an den Bürgern, dort wieder für entsprechenden Verkehr zu kämpfen. Es läge nahe, auch den Rest der Unstrutbahn (Touristisch von Interesse) wieder zu ertüchtigen und eventuell, mit Kopfmachen, wie früher in Artern, oder Wiederaufbau des Gleisdreieckes Reinsdorf, direkt nach Naumburg durchzubinden. Wäre doch eine Idee wert, oder nicht?
uco
31.07.2017, 21:45 Uhr
Wie der Herr, so das Gescherr...
Was kann man dann von dieser Kindergärtnerin als Befehlshaber der Bunten Wehr erwarten ? Mehr Durchblick als beim alkoholkranken Heinz Hoffmann , Befehlshaber der NVA sicher nicht.
muraschke
01.08.2017, 07:18 Uhr
Weg mit den Ketten...
Einfach und wirkungsvoll:
Auflösen des Panzerbataillons und Schaffung eines Zivilschutzbataillons mit entsprechender Ausrüstung. Die dürfen dann auch gern (mal) ins Ausland geschickt werden.

1990 hat die CDU noch gefordert, die Frankenhäuser Kaserne in ein Krankenhaus umzuwandeln. Davon wollen die "Christen" heute nix mehr hören und gehen lieber zum Heldenempfang mit Sekt.
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