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Di, 10:09 Uhr
01.08.2017
Arbeitsmarkt

Arbeitslosigkeit mit leichtem Anstieg

Im Juni habe man saisontypisch einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit, erklärte jetzt Karsten Froböse, Chef der Nordhäuser Arbeitsagentur, der Arbeitsmarkt zeige sich trotzdem in guter Verfassung. Die Zahl der Entlassungen ist gesunken bei mehr freien Stellen und fast zwölf Prozent weniger Arbeitslosen als im letztes Jahr...

Dass die Arbeitslosigkeit zum Monat zuvor leicht gestiegen ist, sei typisch für die Jahresmitte, da Ausbildungsverhältnisse enden und Anschlussbeschäftigungen nicht immer nahtlos folgen. Der saisonale Anstieg könne bei guter Personalnachfrage im Verlaufe des Jahres wieder ausgeglichen werden.

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8. 646 Personen waren im Juli bei der Arbeitsagentur und den Jobcentern gemeldet. Das waren fast 1.200 Menschen weniger als im Vorjahr. In allen drei Landkreisen gab es die niedrigste Juli – Arbeitslosigkeit seit 1990. Zum Juni stieg die Zahl der Erwerbslosen um 2,3 Prozent an.

Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 6,3 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie noch 7,1 Prozent. Knapp 3.200 Menschen sind im Kyffhäuserkreis arbeitslos. Die Arbeitslosenquote liegt, genau wie im Unstrut-Hainich-Kries bei 8,2 Prozent. Im letzten Jahr lag sie noch bei 9,2 Prozent. Im Eichsfeld sind derzeit 2.280 Männer und Frauen auf Jobsuche, über 14 Prozent weniger als im Juli 2016. Die Arbeitslosenquote beträgt 4,2 Prozent. Im Landkreis Nordhausen waren Ende Juli 3.167 Männer und Frauen ohne Beschäftigung. Die Quote liegt bei 7,4 Prozent. Vor einem Jahr waren es noch glatt acht Prozent.

Langzeitarbeitslosigkeit konnte weiter gesenkt werden

Etwas über 3.100 Männer und Frauen sind länger als zwölf Monate ohne Arbeit und damit langzeitarbeitslos. Froböse: „Das ist nicht gut, aber es gibt auch eine positive Nachricht: Es sind fast elf Prozent weniger Menschen langzeitarbeitslos als im Juli 2016.“ Auch wenn der Berufseinstieg aus Sicht des Einzelnen auf den ersten Blick schwierig erscheine, der Arbeitsmarkt biete inzwischen ganz andere Möglichkeiten, als noch vor Jahren, so der Arbeitsmarktexperte. Mit „Interner ganzheitlicher Integrationsberatung“, genannt INGA, bietet die Nordhäuser Arbeitsagentur seit einigen Jahren Menschen in besonderen Situationen und mit vielfältigen Vermittlungshemmnissen eine individuelle Betreuung entsprechend des jeweiligen Bedarfes an. Sieben speziell geschulte Beratungsfachkräfte betreuen in Nordthüringen jeweils 65 Kunden. „Das hat sich bewährt. Eine intensive Betreuung ist wichtig und bringt Erfolge“, so der Agenturchef.

Personalnachfrage Nordthüringer Unternehmen steigt

541 sozialversicherungspflichtige Stellen wurden im Juli von den Unternehmen und Verwaltungen gemeldet, rund 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Mehr als 80 Prozent aller Stellen sind unbefristet.

Rund 1.500 Stellen sind aktuell zu besetzen. Die Nachfrage zeigt deutlich, wo erhöhter Fachkräftebedarf besteht. Über 100 Stellen kamen aus dem verarbeitenden Gewerbe. Gesucht sind vor allem Fachkräfte im Metallbau und in der Maschinen- und Fahrzeugtechnik. 95 Stellen kamen aus dem Bereich Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit. Allein 46 Arbeitsangebote wurden für Berufskraftfahrer registriert.

Menschen mit abgeschlossener Ausbildung gefragt

Rund ein Viertel aller Arbeitslosen hat keine abgeschlossene Berufsausbildung. Unternehmen bieten jedoch zum größten Teil Stellen für Fachkräfte an.

„Menschen ohne Berufsabschluss haben es beim Berufseinstieg schwerer“, sagt Karsten Froböse. Zudem sei bei Personen ohne betrieblichen oder schulischen Abschluss die Arbeitslosigkeit fünfmal höher. In Nordthüringen liegt die Arbeitslosenquote der Menschen ohne Abschluss bei 31 Prozent. Qualifizierung bleibt deshalb ein vorrangiges Thema.

Berufsberatungsjahr 2016/2017 geht in die Abschlussphase

Seit Oktober letzten Jahres hatten sich 1.426 Bewerber, über zwei Prozent mehr als im Vorjahr, bei den Berufsberatern gemeldet. Die Zahl der Ausbildungsstellen ging mit 1.411 leicht zurück.

534 Ausbildungsstellen sind noch nicht besetzt, oder die Entscheidung steht noch nicht fest. Gesucht werden vor allem Azubis für den Metallbereich, das Baugewerbe und Logistikunternehmen. Auch auf dem Dienstleistungssektor gibt es noch zahlreiche Ausbildungsmöglichkeiten.

Der Blick in die Landkreise

Nordhausen: Die Arbeitslosigkeit ist von Juni auf Juli um 83 auf 3.167 Personen gestiegen. Das waren 319 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Juli 7,4%; vor einem Jahr belief sie sich auf 8,0%.

Dabei meldeten sich 817 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, etwa so viele wie vor einem Jahr (+4) und gleichzeitig beendeten 742 Personen ihre Arbeitslosigkeit (+59). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 5.585 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 397 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 5.656 Abmeldungen von Arbeitslosen (–588).

Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Juli um 33 Stellen auf 314 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 11 Arbeitsstellen weniger. Arbeitgeber meldeten im Juli 113 neue Arbeitsstellen, 15 weniger als vor einem Jahr. Seit Januar gingen gegenüber dem Vorjahr unverändert 964 Arbeitsstellen ein.

Leinefelde: Die Arbeitslosigkeit ist von Juni auf Juli um 106 auf 2.280 Personen gestiegen. Das waren 373 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Juli 4,2%; vor einem Jahr belief sie sich auf 4,8%.

Dabei meldeten sich 684 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 88 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 581 Personen ihre Arbeitslosigkeit (–53). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 4.672 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 441 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 4.988 Abmeldungen von Arbeitslosen (–324).

Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Juli um 32 Stellen auf 772 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 84 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Juli 288 neue Arbeitsstellen, 82 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 1.548 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 115.

Kyffhäuser: Die Arbeitslosigkeit ist von Juni auf Juli geringfügig um 2 auf 3.199 Personen gestiegen. Das waren 475 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Juli 8,2%; vor einem Jahr belief sie sich auf 9,2%.

Dabei meldeten sich 688 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 67 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 686 Personen ihre Arbeitslosigkeit (–8). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 5.064 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 587 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 5.585 Abmeldungen von Arbeitslosen (–610).

Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Juli um 13 Stellen auf 418 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 74 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Juli 145 neue Arbeitsstellen, 1 weniger als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 967 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 84.
Autor: red

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Kommentare
Wolfi65
01.08.2017, 10:55 Uhr
Jetzt kommt doch die Sommerflaute
Dann kommt wieder die Herbstbelebung, bevor sich der BRD Arbeitsmarkt mal wieder in die Winterflaute begibt. Aber dann kommt wieder die Frühjahrsbelebung und man kann sich in Nürnberg und anderswo wieder gegenseitig auf die Schultern klopfen, was man alles so erreicht hat. Ein Trauerspiel ist das!
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