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Di, 11:57 Uhr
29.08.2017
Neues aus Bad Frankenhausen

Rückblick auf Veranstaltungen im Panorama Museum

Am heutigen Dienstagmorgen zeigt sich unser Museum im spätsommerlichem Glanz vor ungewohnt tiefblauer Himmelskulisse und mit vielen Besuchern. Zeit für einen kleinen Rückblick, wie Fred Böhme meldet...

Die Kurse sind gestartet. Die Teilnehmer des Kurses „Bildnerisches Gestalten“ ringen noch um technologische und grundsätzlich gestalterische Entscheidungen: Sollen die geplanten Monatsbilder mit einem Kalendarium versehen werden oder nicht? In welchem Platten- und Papier-Format werden die Bilder ausgeführt und gedruckt? Wie werden diese fertigen Radierungen gebunden?

Am Montag, zum zweiten Termin gibt es einigen Entscheidungsbedarf. Der Kinderkurs zeichnete bei seinem zweiten Termin auf dem Schlachtberg und rang um zeichenhafte Vereinfachung, gestern nutzte er die Montagsöffnungszeit, um Figuren aus dem Panoramagemälde zeichnerisch festzuhalten. Dieser Kurs könnte noch ein, zwei neue Mitstreiter gebrauchen.

Ansonsten liegen zwei Filmveranstaltungen hinter uns: 1. „Unterwegs mit Jacqueline“, ein heiteres Roadmovie um einen algerischen Bauern und seine Kuh Jacqueline, die zur Landwirtschafts-ausstellung nach Paris eingeladen werden. Währen
d die Einwohner seines Dorfes ihm gerade noch die Fähre nach Marseille finanzieren konnten, waren der Bauer und seine Kuh für den Rest des Weges auf sich allein gestellt. Und wie löst man solche Probleme in Algerien? Man beginnt eine Wanderung, die mit verschiedensten skurrilen Erlebnissen gespickt ist und die den Bauern und seine Kuh zum Internetstar avancieren ließen.

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Und 2. Film, „Unser letzter Sommer“, überaus eindrucksvoll, leider aber nur sehr mäßig besucht, erzählte die Geschichte von drei Jugendlichen im besetzten Polen 1943. Es war die fatale Parabel über eine Freundschaft und Liebe über alle ideologischen und kriegerischen Grenzen hinweg, also ein Keim von Hoffnung und Menschlichkeit in einer sich zunehmend brutalisierenden Umgebung, die letztendlich auch ebenso brutal unterdrückt wird und somit Menschen teilweise physisch und wenn dies nicht eintraf, so doch wenigstens seelisch zerstörte.

Und das betraf alle Seiten der am Krieg mittelbar oder unmittelbar Beteiligten, egal ob Opfer oder Täter. Der Film, der gänzlich ohne Darstellungen exzessiver Gewalt auskam, erzählte seine Geschichte nüchtern konstatierend und geriet somit noch eindringlicher. Für mich war dieser Film einer der überzeugendsten und ehrlichsten Kriegsfilme, die ich in den vergangenen Jahren gesehen habe. Gezeigt wurde er bei uns zur Erinnerung an den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges am 1. September 1939.

Fred Böhme
Panorama Museum
Autor: khh

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