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Mi, 11:57 Uhr
30.08.2017
Waldwildnis Possen

Verein "Statt Urwald Kulturwald an Possen..." sieht sich bestätigt

Am Montag, dem 28. August nutzte der Sondershäuser Verein „Statt Urwald Kulturwald an Possen und Hainleite e.V.“ den Besuch der Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Frau Dr. Barbara Hendricks (SPD), für ein Gespräch über die Waldwildnis-Pläne des Thüringer Umweltministeriums, kn berichtete kurz. Hier die ausführliche Stellungnahme des Verein...

Die Thüringer Umweltministerin Anja Siegesmund (Bündnis 90/ Die Grünen) plant in der Nähe von Sondershausen ein 2.500 Hektar großes Wildnisgebiet auszuweisen und damit die forstwirtschaftliche Nutzung dieser Waldflächen zu verbieten. Das soll im Rahmen des im Koalitionsvertrags festgeschriebenen Ziels erfolgen, 5% der Thüringer Wälder – das sind 26.187 Hektar – der forstlichen Nutzung zu entziehen. Die Bundesregierung hatte zur Erreichung dieses Ziels circa 7.000 Hektar Wald der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in Thüringen bereitgestellt. In der Thüringer Landesregierung gibt es derzeit Streit darüber, inwiefern diese Flächen auf die geplanten Stilllegungsflächen angerechnet werden.

Verein "Statt Urwald Kulturwald an Possen..." sieht sich bestätigt (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Verein "Statt Urwald Kulturwald an Possen..." sieht sich bestätigt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Foto: Kyffhäusernachrichten Karl-Heinz Herrmann

Der Vereinsvorsitzende Dr. Heinz Scherzberg brachte zum Ausdruck, dass sein Verein hinter dem 5%-Ziel der Thüringer Landesregierung stehe. Gleichzeitig betonte Scherzberg, dass dieses Ziel bereits heute nahezu erreicht ist.

„Frau Ministerin Hendricks hat sich im heutigen Gespräch ausdrücklich dazu bekannt, dass die Flächen des Bundes als Stilllegungsflächen in Thüringen anzurechnen sind,“ sagte Dr. Heinz Scherzberg nach dem Termin. Für ihn unverständlich sei deshalb, warum sich die Thüringer Umweltministerin Siegesmund so hartnäckig gegen die Anerkennung dieser 7.000 Hektar Waldflächen sperre.

Mit dem Ausweisen des 2.500 Hektar großen Wildnisgebiets in der Region Sondershausen würde man in Thüringen weit über das im Koalitionsvertrag vereinbarte 5%-Ziel hinausschießen, so Scherzberg weiter.

Der Verein „Statt Urwald Kulturwald an Possen und Hainleite“ stellte der Bundesministerin seine Vorschläge für Projekte zur Förderung der Umweltbildung und des Tourismus in der Region vor.

Spontan erklärte sich Bundesministerin Hendricks bereit, die Schirmherrschaft über den Standort der sogenannten „Mutterblutbuche“ im Waldgebiet Hainleite in der Nähe von Sondershausen zu übernehmen. Von diesem Standort haben Blutbuchen den Weg in zahlreiche europäische Parks und nach Übersee gefunden.

Dr. rer. nat. Heinz Scherzberg
Vereinsvorsitzender

Update durch kn

Dem Kommentator stcyprien muss klar widersprochen werden. Bei den aus der Nutzung zu nehmenden Flächen ist kein Kommunalwald der Stadt Sondershausen dabei. Damit gehen der Stadt Sondershausen keine Einnahmen verloren. Diese Aussage ist falsch!!!

Hier geht es nur um Flächen von ThüringenForst. Dem Freistaat Thüringen gehen die Einnahmen verloren.
Autor: khh

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Kommentare
stcyprien
30.08.2017, 21:34 Uhr
Urwald statt Kulturwald
Der Jasmund auf Rügen ist ein Buchenwald mit den Status UNESCO Weltkulturerbe. Dieser Wald ist auch aus der kommerziellen Holznutzung herausgenommen worden. Trotz das es ein Urwald ist kann man ihn begehen und die Wanderwege werden instant gehalten. Warum soll das nicht mit den Possenwald gehen ? Bei einen Urwald geht der Stadt Sondershausen ein grosser Gewinn aus den Holzverkäufen verloren und das ist das große Übel warum man dagegen ist.
Mueller13
30.08.2017, 23:02 Uhr
@ stcyprien - der Stadt Sondershausen gehen Gewinne verloren?
Worauf stützt sich Ihr Kommentar? Wenn man wenig Ahnung hat, bietet es sich mitunter an, nichts zu sagen.
Kleine Denkhilfe: wieviel Prozent des Possenwaldes gehören der Stadt Sondershausen?
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