Fr, 17:21 Uhr
29.09.2017
Neues aus Bad Frankenhausen
Von Johanni zu Michaelis
Herbstfest an der Altstädter Kirche von Bad Frankenhausen am vorigen Freitag. Dazu erreichte kn dieser Bericht...
Der Johannistag 24. Juni ist im Allgemeinen noch bekannt, gibt es um dieses Datum herum in den ländlichen Gegenden oft Sonnenwendfeiern oder Johannisfeuer. Der Termin macht uns im Jahreslauf deutlich, daß die erste Jahreshälfte vorbei ist und es noch 6 Monate bis zum Heiligen Abend braucht.
Die ev.-luth. Kirchgemeinde Bad Frankenhausen lädt nun schon seit vielen Jahren an diesem Tag zur Altstädter Kirche mit Andacht, Bläsermusik und geselligem Beisammensein mit Volksliedersingen ein. In diesem Jahr war die Resonanz so groß, daß verschiedene Frauen aus der Altstatt (nicht nur Kirchenmitglieder) die Idee hatten, solch einen Abend öfters zu gestalten, um dadurch auch die Altstädter Kirche mit ihrem romantischen Kirchgarten mehr ins Bewusstsein der Stadt und Region zu bringen. Kalendermäßig bot sich da der Herbstanfang bzw. der Michaelistag 22. September - an. Gesagt, getan und so wurde zum Herbstfest an und in die Altstädter Kirche eingeladen, Thema: leckere Köstlichkeiten rund um die Kartoffel.
Die Vorbereitungsgruppe scheute keine Mühen und organisierte alles Notwendige. Mit herbstlichem Dekor wurde in und um die Kirche geschmückt, Essen und Trinken stand bereit, selbst das Wetter spielte mit: es war nicht mehr so kalt wie die Tage zuvor. Schnell füllte sich gegen 18.30 Uhr das Kirchenschiff mit rund 50 Besuchern. Pfarrerin Magdalena Seifert ging in ihrer Andacht u.a. auf das bekannte Lied: Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land, doch Wachstum und Gedeihen steht in des Himmels Hand , sie erzählte auch von ihren Kindheitserfahrungen in der Landwirtschaft. Sie konnte es als Kind schon nicht verstehen, daß in der damaligen Zeit eine bekannte Losung lautete:Ohne Gott und Sonnenschein bringen wir die Ernte ein!.
Das man ohne Gott in der Landwirtschaft tätig sein kann, war ihr schon damals einsichtig, aber ohne Sonnenschein? Immer wieder hat uns die Natur ihre Grenzen gezeigt. So auch in diesem Jahr, wo Frost eine Ernte an Äpfeln, Kirschen und anderes verhinderte und Starkregen die Blumenkohlernte in Esperstedt geringer ausfallen ließ. Selbst viele Nichtchristen haben heute begriffen, daß die Natur nicht den Menschen braucht, um zu existieren, sondern der Mensch ist auf die Natur angewiesen. Wir müssen dafür sorgen, daß die Schöpfung erhalten bleibt. Und auf einen anderen Aspekt machte sie aufmerksam: Die Kartoffel wie auch viele andere uns Menschen hier in Europa angenehme Lebensmittel sind eigentlich Einwanderer, die wir heute als selbstverständlich betrachten und nicht mehr hinterfragen.
Nach der Andacht gings in den Kirchgarten. Der Posaunenchor Oldisleben unter Leitung von Kantorin Laura Schildmann erfreute mit Bläsermusik die Zuhörer. Und dann wartete einreichhaltiges Speisenangebot rund um die Kartoffel auf die Gäste: Kartoffelsalat in verschiedenen Varianten, Kartoffelkuchen süß und herzhaft u. a. Über der Feuerschale konnten in Folie gewickelte Kartoffeln gegart werden und dann mit Quark verspeist werden. Auch für die nötigen Getränke war gesorgt.
Die erbetenen Spenden werden für die dringende Sanierung des Westgiebels und dessen Fundament dringend benötigt, dafür ist die Kirchgemeinde sehr dankbar.
Gegen 22.00 Uhr ging man gestärkt an Leib und Seele nach Hause. Vom Vorbereitungsteam ist zu hören, dass man schon weitere Ideen hat.
Text & Fotos:
Peter Zimmer Bad Frankenhausen
Autor: khhDer Johannistag 24. Juni ist im Allgemeinen noch bekannt, gibt es um dieses Datum herum in den ländlichen Gegenden oft Sonnenwendfeiern oder Johannisfeuer. Der Termin macht uns im Jahreslauf deutlich, daß die erste Jahreshälfte vorbei ist und es noch 6 Monate bis zum Heiligen Abend braucht.
Die ev.-luth. Kirchgemeinde Bad Frankenhausen lädt nun schon seit vielen Jahren an diesem Tag zur Altstädter Kirche mit Andacht, Bläsermusik und geselligem Beisammensein mit Volksliedersingen ein. In diesem Jahr war die Resonanz so groß, daß verschiedene Frauen aus der Altstatt (nicht nur Kirchenmitglieder) die Idee hatten, solch einen Abend öfters zu gestalten, um dadurch auch die Altstädter Kirche mit ihrem romantischen Kirchgarten mehr ins Bewusstsein der Stadt und Region zu bringen. Kalendermäßig bot sich da der Herbstanfang bzw. der Michaelistag 22. September - an. Gesagt, getan und so wurde zum Herbstfest an und in die Altstädter Kirche eingeladen, Thema: leckere Köstlichkeiten rund um die Kartoffel.
Die Vorbereitungsgruppe scheute keine Mühen und organisierte alles Notwendige. Mit herbstlichem Dekor wurde in und um die Kirche geschmückt, Essen und Trinken stand bereit, selbst das Wetter spielte mit: es war nicht mehr so kalt wie die Tage zuvor. Schnell füllte sich gegen 18.30 Uhr das Kirchenschiff mit rund 50 Besuchern. Pfarrerin Magdalena Seifert ging in ihrer Andacht u.a. auf das bekannte Lied: Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land, doch Wachstum und Gedeihen steht in des Himmels Hand , sie erzählte auch von ihren Kindheitserfahrungen in der Landwirtschaft. Sie konnte es als Kind schon nicht verstehen, daß in der damaligen Zeit eine bekannte Losung lautete:Ohne Gott und Sonnenschein bringen wir die Ernte ein!.
Das man ohne Gott in der Landwirtschaft tätig sein kann, war ihr schon damals einsichtig, aber ohne Sonnenschein? Immer wieder hat uns die Natur ihre Grenzen gezeigt. So auch in diesem Jahr, wo Frost eine Ernte an Äpfeln, Kirschen und anderes verhinderte und Starkregen die Blumenkohlernte in Esperstedt geringer ausfallen ließ. Selbst viele Nichtchristen haben heute begriffen, daß die Natur nicht den Menschen braucht, um zu existieren, sondern der Mensch ist auf die Natur angewiesen. Wir müssen dafür sorgen, daß die Schöpfung erhalten bleibt. Und auf einen anderen Aspekt machte sie aufmerksam: Die Kartoffel wie auch viele andere uns Menschen hier in Europa angenehme Lebensmittel sind eigentlich Einwanderer, die wir heute als selbstverständlich betrachten und nicht mehr hinterfragen.
Nach der Andacht gings in den Kirchgarten. Der Posaunenchor Oldisleben unter Leitung von Kantorin Laura Schildmann erfreute mit Bläsermusik die Zuhörer. Und dann wartete einreichhaltiges Speisenangebot rund um die Kartoffel auf die Gäste: Kartoffelsalat in verschiedenen Varianten, Kartoffelkuchen süß und herzhaft u. a. Über der Feuerschale konnten in Folie gewickelte Kartoffeln gegart werden und dann mit Quark verspeist werden. Auch für die nötigen Getränke war gesorgt.
Die erbetenen Spenden werden für die dringende Sanierung des Westgiebels und dessen Fundament dringend benötigt, dafür ist die Kirchgemeinde sehr dankbar.
Gegen 22.00 Uhr ging man gestärkt an Leib und Seele nach Hause. Vom Vorbereitungsteam ist zu hören, dass man schon weitere Ideen hat.
Text & Fotos:
Peter Zimmer Bad Frankenhausen



