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Di, 11:25 Uhr
24.10.2017
Meldung aus der Wirtschaft

Dieselruß aus Baumaschinen: Gesundheitsgefahr im Kyffhäuserkreis

IG BAU fordert verpflichtenden Partikelfilter für Bagger & Co.. Dazu erreichte kn diese Meldung...

Baustellen im Kyffhäuserkreis sollen rußfrei werden: Die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat vor der Gesundheitsgefährdung durch Diesel-Baumaschinen gewarnt. „Egal ob Bagger, Walze oder Radlader – die Dieselrösser vom Bau sind ein riesiges Umweltund Gesundheitsproblem“, sagt Harald Buntfuß. Nach Einschätzung des stellvertretenden IG BAU-Bezirksvorsitzenden haben Bauarbeiter ein besonders hohes Risiko für Lungen- oder Kreislauferkrankungen.

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Die IG BAU Nordthüringen fordert deshalb eine Rußpartikelfilter-Pflicht für die Baubranche. „Bei Diesel-Autos ist ein Filter schon seit zehn Jahren vorgeschrieben.
Derzeit wird zudem über die Verschärfung der Abgasnormen diskutiert. Es kann nicht sein, dass man auf der anderen Seite bei den besonders großen Luftverpestern wie Radladern beide Augen zudrückt“, kritisiert Buntfuß.

Dieselruß aus Baumaschinen: Gesundheitsgefahr im Kyffhäuserkreis (Foto: IG Bau) Dieselruß aus Baumaschinen: Gesundheitsgefahr im Kyffhäuserkreis (Foto: IG Bau)

Bauarbeiter stehen täglich im Diesel-Dunst. Anders als bei Autos ist ein Rußpartikelfilter jedoch nicht
vorgeschrieben. Die IG BAU fordert eine Filter-Pflicht für Baumaschinen. Foto: IG Bau


Ein verpflichtender Rußpartikelfilter sei ein wichtiger Beitrag zum Arbeitsschutz für die rund 1.130 Bauarbeiter im Kyffhäuserkreis. „Sie stehen täglich im Diesel-Dunst und atmen Emissionen ein, die nicht nur krebserregend sind, sondern auch bis zum Herzinfarkt führen können“, unterstreicht der Gewerkschafter. Auch Anwohner von Baustellen würden durch den flächendeckenden Einsatz von Filtern wirksam geschützt.
In manchen Städten machten ungefilterte Dieselabgase von Baumaschinen bis zu einem Viertel aller Stickoxid-Emissionen aus, so die IG BAU.

Zwar gebe es bereits eine finanzielle Unterstützung für Unternehmer, die nachträglich einen Partikelfilter einbauen lassen. Bis zu 2.000 Euro können sie dafür von der Berufsgenossenschaft Bau bekommen. „Doch um wirklich eine bessere Atemluft zu erreichen, reicht das nicht aus. Der Staat muss – wie heute schon in der Schweiz – den Partikelfilter vorschreiben und per Nachrüstprämie oder direkten Zuschüssen für die Neuanschaffung flankieren“, fordert Buntfuß.
Autor: khh

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Kommentare
Franziskus
24.10.2017, 13:27 Uhr
Und um so ein Thema
kümmern sich die Grünen nicht?
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