Mi, 00:59 Uhr
25.10.2017
Neues aus Sondershausen
Justiz im Nationalsozialismus...
...Über Verbrechen im Namen des Deutschen Volkes". Im Rahmen der Bildungsarbeit für die Bundesfreiwilligen zeigt das Bildungszentrum Sondershausen seit gestern eine neue Ausstellung...
Im Bildungszentrum gab es immer wieder Ausstellungen, die historische und aktuelle Entwicklungen aufgriffen.
Von Oktober bis Dezember 2017 ist die Wanderausstellung der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt über NS-Justiz zu Gast in Nordthüringen:
Justiz im Nationalsozialismus. Über Verbrechen im Namen des Deutschen Volkes"
die vom 24.10. bis 14.12.2017 im Bildungszentrum Sondershausen des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA), Panzerstr. 1, 99706 Sondershausen zusehen ist
Die Wanderausstellung wird bis zum 14. Dezember in Sondershausen bleiben, richtet spezielle Angebote an Schulen und die Bundeswehr und bietet Buchlesungen und Vorträge an, die gesondert angekündigt werden.
So waren auch gestern bereits Vertreter der Bundeswehr, so der Kommandeur des Feldwebel-/Unteroffizieranwärter-Bataillon 1 (FA/UA-Btl 1), Oberstleutnant Ulrich Rölle, Schulleiter des Geschwischer-Scholl-Gymnasiums Sondershausen Ingo Woythe und Hauptamtsleiter Stefan Schard in Vertretung des Bürgermeisters.
Die Begrüßung der Gäste und Lehrgangsteilnehmer erfolgte durch den Leiter der Einrichtung Dr. Konstantin von Freytag-Loringhoven.
In Vorbereitung der Ausstellung hatte er sich sehr intensiv in den Archiven der Stadt Sondershausen umgesehen, und festgestellt, dass es bis zum Jahre 1918 sehr viele Bücher über die Geschichte der Stadt und der Fürsten gibt, aber in der Folgezeit die Publikationen stark nachließen.
Seit 2008 wurde die Ausstellung bereits an mehreren Justizstandorten in Sachsen-Anhalt, darüber hinaus in Berlin, Brüssel, Speyer und anderen Städten präsentiert.
Stefan Schard sagte in seinen Grußworten der Stadt, die Ergebnisse der Ausstellung sollten Anlass für die Stadt sein, sich mit diesem Thema zu beschäftigen.
Die Ausstellung wird ständig erweitert, insgesamt 140 Tafeln. In Sondershausen dokumentieren ca. 40 Tafeln die Tätigkeit von Sondergerichten, dem Volksgerichtshof, Erbgesundheitsgerichten und Strafgerichten der Wehrmacht, immer in Bezug auf Verfahren in Mitteldeutschland.
Interesaant bei den Vorträgen, dass es früher mal Gerichte in Artern, Bad Frankenhausen, Ebeleben, Greußen und Sondershausen (größtes) gab. Zeitweise, in früheren Zeiten waren die Gerichte sogar dem Oberlandesgericht in Naumburg und später Jena unterstellt und wurden bis auf Sondershausen bereits 1945 (teils früher) geschlossen.
Zwei neu in die Ausstellung integrierte Flächen zeigen die Justizbehörden in Sondershausen während der NS-Diktatur und belegen am Beispiel des Karl Mackrodt aus Mehrstedt, wie tödlich diese Justiz sein konnte. Mackrodt hatte sich gegen einen Polizeibeamten gewehrt, der ihn zu einer in eine Zwangssterilisation mündenden ärztlichen Untersuchung vorführen sollte.
Grußworte und einen einführenden Vortrag hielten Dr. Daniel Bohse (Magdeburg) und Michael Viebig (Halle), Anschließend gab es einen geführter Rundgang durch die Ausstellung, dem sich ein Workshop für Lehrer*innen und Dozent*innen anschloss:
Wie kann ich mit der Ausstellung arbeiten?
Autor: khhIm Bildungszentrum gab es immer wieder Ausstellungen, die historische und aktuelle Entwicklungen aufgriffen.
Von Oktober bis Dezember 2017 ist die Wanderausstellung der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt über NS-Justiz zu Gast in Nordthüringen:
Justiz im Nationalsozialismus. Über Verbrechen im Namen des Deutschen Volkes"
die vom 24.10. bis 14.12.2017 im Bildungszentrum Sondershausen des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA), Panzerstr. 1, 99706 Sondershausen zusehen ist
Die Wanderausstellung wird bis zum 14. Dezember in Sondershausen bleiben, richtet spezielle Angebote an Schulen und die Bundeswehr und bietet Buchlesungen und Vorträge an, die gesondert angekündigt werden.
So waren auch gestern bereits Vertreter der Bundeswehr, so der Kommandeur des Feldwebel-/Unteroffizieranwärter-Bataillon 1 (FA/UA-Btl 1), Oberstleutnant Ulrich Rölle, Schulleiter des Geschwischer-Scholl-Gymnasiums Sondershausen Ingo Woythe und Hauptamtsleiter Stefan Schard in Vertretung des Bürgermeisters.
Die Begrüßung der Gäste und Lehrgangsteilnehmer erfolgte durch den Leiter der Einrichtung Dr. Konstantin von Freytag-Loringhoven.
In Vorbereitung der Ausstellung hatte er sich sehr intensiv in den Archiven der Stadt Sondershausen umgesehen, und festgestellt, dass es bis zum Jahre 1918 sehr viele Bücher über die Geschichte der Stadt und der Fürsten gibt, aber in der Folgezeit die Publikationen stark nachließen.
Seit 2008 wurde die Ausstellung bereits an mehreren Justizstandorten in Sachsen-Anhalt, darüber hinaus in Berlin, Brüssel, Speyer und anderen Städten präsentiert.
Stefan Schard sagte in seinen Grußworten der Stadt, die Ergebnisse der Ausstellung sollten Anlass für die Stadt sein, sich mit diesem Thema zu beschäftigen.
Die Ausstellung wird ständig erweitert, insgesamt 140 Tafeln. In Sondershausen dokumentieren ca. 40 Tafeln die Tätigkeit von Sondergerichten, dem Volksgerichtshof, Erbgesundheitsgerichten und Strafgerichten der Wehrmacht, immer in Bezug auf Verfahren in Mitteldeutschland.
Interesaant bei den Vorträgen, dass es früher mal Gerichte in Artern, Bad Frankenhausen, Ebeleben, Greußen und Sondershausen (größtes) gab. Zeitweise, in früheren Zeiten waren die Gerichte sogar dem Oberlandesgericht in Naumburg und später Jena unterstellt und wurden bis auf Sondershausen bereits 1945 (teils früher) geschlossen.
Zwei neu in die Ausstellung integrierte Flächen zeigen die Justizbehörden in Sondershausen während der NS-Diktatur und belegen am Beispiel des Karl Mackrodt aus Mehrstedt, wie tödlich diese Justiz sein konnte. Mackrodt hatte sich gegen einen Polizeibeamten gewehrt, der ihn zu einer in eine Zwangssterilisation mündenden ärztlichen Untersuchung vorführen sollte.
Grußworte und einen einführenden Vortrag hielten Dr. Daniel Bohse (Magdeburg) und Michael Viebig (Halle), Anschließend gab es einen geführter Rundgang durch die Ausstellung, dem sich ein Workshop für Lehrer*innen und Dozent*innen anschloss:
Wie kann ich mit der Ausstellung arbeiten?

















