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Do, 11:10 Uhr
02.11.2017
Arbeitsmarktdaten Oktober 2017

Arbeitslosigkeit zum Vorjahr weiter rückläufig

Der Arbeitsmarkt in Nordthüringen startet mit guten Zahlen in den Herbst. „Die Arbeitslosenquote ist in Nordthüringen erstmals unter die Sechs- Prozent-Marke gesunken. Wir haben zehn Prozent Arbeitslose weniger als vor einem Jahr“, so Karsten Froböse, anlässlich eines Pressegespräches bei der Firma mtm plastics GmbH in Niedergebra...

Grafik (Foto: Arbeitsagentur Nordhausen) Grafik (Foto: Arbeitsagentur Nordhausen)
Die Beschäftigung steige, ebenso wie die Nachfrage nach Fachkräften. Zudem würden Fördermöglichkeiten genutzt, um Arbeitslose zu unterstützen. 8. 072 Personen waren im letzten Monat bei der Arbeitsagentur und den Jobcentern gemeldet, so wenig wie noch nie, seit der Wende. Die Arbeitslosenquote des Agenturbezirkes liegt aktuell bei 5,9 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie noch 6,5 Prozent. Ein wenig "anders" sieht es aus, wenn die sogenannte Unterbeschäftigung* mit einbezogen wird. Dann werden aus 8.072 Frauen und Männern, die arbeitslos registriert sind, 12.057. Und die Quote von 5,9 Prozent steigt plötzlich auf 8,7 im gesamten Agenturbezirk.

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Neben der sinkenden Zahl von Arbeitslosen ging die Zahl der Förderungen im Oktober um fast fünf Prozent zum Vorjahresmonat zurück. „Förderung ist sinnvoll“, so Froböse. Die Zahlen zeigen aber vor allem, dass die Arbeitslosigkeit aufgrund der guten wirtschaftlichen Situation gesunken und nicht durch Förderung überdeckt werde.

3.900 Personen erhielten im letzten Monat Unterstützung bei Selbständigkeit, beruflichen Eingliederungsmaßnahmen und bei Vermittlungen in den zweiten Arbeitsmarkt, im Rahmen beruflicher Weiterbildung oder nahmen Vorruhestandsregelungen in Anspruch. Eine wesentliche Rolle spielte dabei insbesondere die Unterstützung durch Weiterbildungen für Branchen mit erhöhtem Fachkräftebedarf.

Weniger Arbeitslose in allen Landkreisen

Der Kyffhäuserkreis registrierte mit 2.943 Jobsuchenden und einer Arbeitslosenquote von 7,5 Prozent die niedrigste Arbeitslosigkeit seit 1990. Im Vorjahr lag die Quote bei 8,8 Prozent.

Im Landkreis Eichsfeld sind derzeit 2.022 Männer und Frauen auf Jobsuche, knapp 15 Prozent weniger als im Oktober 2016. Die Arbeitslosenquote beträgt 3,7 Prozent und liegt damit auf dem Niveau vieler südlicher westdeutscher Regionen.

Im Landkreis Nordhausen waren Ende des Monats 3.107 Männer und Frauen ohne Beschäftigung. Die Quote liegt aktuell unverändert zum Vorjahr bei 7,2 Prozent.

Die gute Arbeitsmarktsituation hat auch für Langzeitarbeitslose bessere Integrationschancen eröffnet. Froböse machte deutlich, dass zudem die intensive Betreuung Erfolge zeige. „Wir haben neun Prozent Langzeitarbeitslose weniger als letztes Jahr.“ Rund 3.000 Männer und Frauen sind derzeit länger als zwölf Monate ohne Arbeit.

Hier würde man weiterhin mit besonderer Betreuung und spezieller Beratung unterstützen. Bedeutsam in diesem Zusammenhang sei auch die Prävention, um Langzeitarbeitslosigkeit gar nicht erst entstehen zu lassen.

Berufsberatungsjahr endet mit einem Plus

„Wir haben seit sechs Jahren weniger Bewerber als Ausbildungsstellen“, erläutert Froböse. Das sei auch in diesem Jahr wieder so. Junge Leute hätten die Wahl und weiterhin gute Perspektiven auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt. „Ausbildung ist wichtig. Wer nicht qualifiziert ist, hat ein fünfmal höheres Risiko arbeitslos zu werden.“

Während die Bewerberzahl etwas gestiegen ist, nahm die Zahl der gemeldeten Stellen in diesem Jahr leicht ab. 1.509 Bewerber haben sich seit Oktober 2016 bei den Berufsberatern gemeldet, 1.575 Ausbildungsstellen haben Unternehmen und Verwaltungen bereitgestellt. Auf 100 Ausbildungsstellen kommen damit 96 Bewerber. Rund 130 Ausbildungsstellen sind derzeit noch frei, vierzig Prozent im verarbeitenden Gewerbe. Über dreißig Ausbildungsplätze hält das Baugewerbe noch bereit. 55 Bewerber galten Ende September als nicht versorgt. Darunter sind aber auch Jugendliche, die eine Ausbildung begonnen und wieder abgebrochen haben.

Der Blick in die Landkreise

Landkreis Nordhausen
Die Arbeitslosigkeit hat sich von September auf Oktober um 64 auf 3.107 Personen verringert. Das waren 43 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Oktober 7,2%; sie war damit genau so hoch wie im Vorjahresmonat. Dabei meldeten sich 775 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 92 mehr als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 832 Personen ihre Arbeitslosigkeit (+25).

Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 7.869 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 285 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 7.998 Abmeldungen von Arbeitslosen (–738). Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Oktober um 20 Stellen auf 318 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 16 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Oktober 130 neue Arbeitsstellen, 2 weniger als vor einem Jahr. Seit Januar
gingen 1.304 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 19.

Landkreis Eichsfeld
Die Arbeitslosigkeit hat sich von September auf Oktober um 108 auf 2.022 Personen verringert. Das waren 354 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Oktober 3,7%; vor einem Jahr belief sie sich auf 4,3%. Dabei meldeten sich 503 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 92 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 605 Personen ihre Arbeitslosigkeit (–35).

Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 6.361 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 560 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 6.921 Abmeldungen von Arbeitslosen (–442).
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Oktober um 9 Stellen auf 876 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 159 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Oktober 193 neue Arbeitsstellen, 6 weniger als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 2.210 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 46.

Kyffhäuserkreis
Die Arbeitslosigkeit hat sich von September auf Oktober um 25 auf 2.943 Personen verringert. Das waren 548 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Oktober 7,5%; vor einem Jahr belief sie sich auf 8,8%. Dabei meldeten sich 651 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 79 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 682 Personen ihre Arbeitslosigkeit (–107).

Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 7.002 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 897 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 7.771 Abmeldungen von Arbeitslosen (–826).
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Oktober um 3 Stellen auf 406 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 44 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Oktober 138 neue Arbeitsstellen, 9 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 1.355 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 96.

*In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den Arbeitslosen auch folgende Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten:
  • Teilnehmer an einer Maßnahme der aktiven Arbeitsmarktpolitik,
  • Personen in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus (z. B. kurzfristige Arbeitsunfähigkeit, Sonderregelungen für Ältere).
Diese Personen sind zwar nicht arbeitslos, aber ihnen fehlt ebenso ein reguläres Beschäftigungsverhältnis. Es wird unterstellt, dass ohne den Einsatz dieser Maßnahmen oder ohne die Zuweisung zu einem Sonderstatus die Arbeitslosigkeit entsprechend höher ausfallen würde. Mit dem Konzept der Unterbeschäftigung wird daher ein möglichst umfassendes Bild vom Defizit an regulärer Beschäftigung in einer Volkswirtschaft gegeben. Ebenso können realwirtschaftliche (insbesondere konjunkturell) bedingte Einflüsse auf den Arbeitsmarkt besser erkannt werden.
Autor: red

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Kommentare
free Gigi
02.11.2017, 11:49 Uhr
Wo ist Wolfi?
gut, dann will ich mal den ersten Post absetzen:
Wenn diese Entwicklung oder sagen wir mal, wenn diese Zahlenspiele so weitergehen, haben wir in 5 Jahren wahrscheinlich Vollbeschäftigung erreicht...
Andreas Dittmar
02.11.2017, 12:46 Uhr
Weitere Zahlen wären auch interressant
Wie sieht das mit den Löhnen aus und kann man davon leben und zusätzlich eine solide Basis für die Altersvorsorge schaffen. Die Löhne im Osten liegen zwischen 15 - 30% unter Westniveau wobei gerade die 30 % nicht im Niedriglohnsektor zu finden sind. Eine Angleichung der Renten soll erst 2025 also 35 !!!! Jahre nach der Vereinigung kommen.
Wolfi65
02.11.2017, 14:58 Uhr
Genau so wird es wohl kommen
Die Agentur für Arbeit wird auf Grund der Vollbeschäftigung dann vollkommen überflüssig und das Gebäude wird dann wohl abgerissen.
Nur ein Brunnen, aus dem dann Milch und Honig fließen und eine Gedenktafel für die ehemaligen Mitarbeiter der Agentur und des Jobcenters, werden an die aufopferungsvolle Arbeit, welche in den vielen Jahren für die Kunden und Versicherten geleistet wurde, erinnern.
Auch wenn ich mich wiederhole, ist es immer wieder eine Wohltat, den Ausführungen des Herrn Froböse zu folgen in denen der Aufschwung in der sozialen Marktwirtschaft deutlicher denn je wird.
Mueller13
02.11.2017, 15:17 Uhr
Löhne entsprechen dem Produktivitätsniveau
Die Produktivität in Mitteldeutschland liegt 20-25% unter derjenigen im Westen. Deshalb sind Löhne, die 15-30% unter Westniveau liegen durchaus gerechtfertigt.
Wie sollte ein Arbeitgeber sonst diese Lücke schließen? Mir fällt da gerade nicht viel ein.

PS: Ja, ich weiß, dass Produktivitätsberechnungen durchaus ihre Schwachstellen haben. Es geht hierbei nur um die Tendenz und die Kernaussage.

http://www.iwh-halle.de/fileadmin/user_upload/publications/wirtschaft_im_wandel/2-16-2.pdf
geloescht.20250302
02.11.2017, 15:49 Uhr
Zur Unterbeschäftigung zählen auch:
Menschen, die wegen so genannter "Vermittlungshindernisse" gezwungen werden sollen, einen Antrag auf EU-Rente zu stellen.

Das Alter spielt dabei keine Rolle, es kann auch mal jemanden erwischen, der U30 ist und sich plötzlich wundert, von der Rentenversicherung eine Eingangsbestätigung für seinen Antrag zu bekommen.

Zumindest das Jobcenter Sondershausen hat es schon geschafft, ohne Einwilligung und Wissen seiner "Kunden" Rentenanträge zu stellen.

Da sich so was dann hinzieht und vorher meist eine Kur bewilligt wird, ist die Statistik wieder für einen längeren Zeitraum sauber.

Das ist ja auch der Sinn des Procederes, offiziell nennt sich so was "vorrangige Leistung".

Irgendwann ist der ALG2-Bezieher so mürbe, dass er resigniert und nach Ablehnung des Rentenantrags freiwillig zum Sozialamt "flüchtet".

Voraussetzung: Krankheit, Erwerbsunfähigkeit, Behinderung und oder eine geringe EU-Rente.

Die Höhe der Leistungen ist gleich, man muss nur nicht mehr, um sich schikanieren zu lassen, in die Schachtstrasse nach Grossfurra gurken.

Das alles ist ein Kampf zwischen den Behörden, Gesundheit und Nervenkostüm der Opfer im Krieg der Ämter untereinander ist endgültig ruiniert.

Wer mit glaubwürdigen Leuten spricht, die so was am eigenen Leib durchmachen müssten, fragt sich ernsthaft, ob er bei Orwell gelandet ist.

Märchenonkel wie die Herren Froböse und Senius sollten sich in Grund und Boden schämen, huldvoll lächelnd jeden Monat grösseren Bullshit von sich zu geben.
Pe_rle
02.11.2017, 17:31 Uhr
Wolfi65
das Arbeitsamt wird nicht abgerissen,sondern als Alten/Pflegeheim eröffnet. die Angestellten der Arge bilden sich selbst vorher als Altenpfleger aus.
Eins steht fest,die Zahlen die dann veröffendlicht werden ,stimmen dann bestimmt .
Andreas Dittmar
02.11.2017, 17:48 Uhr
Vielleicht ein Ansatz
@Müller 13 Ich kann mir aber nicht vorstellen, das hier nicht so fleißig gearbeitet wurde oder wird. Ich gehe mal ein paar Jahre zurück und hoffe nicht, das ich da jetzt eine Lawine lostrete. In DDR Zeiten waren hier die Löhne niedriger wie im Westen allerdings wurde auch viel gepampert was lebensnotwendig war. Hier lag aber das Produktivitätsproblem aus meiner Sicht eher in maroder Technik und dem Verramschen von Produkten zwecks Devisenbeschaffung auf dem freien Weltmarkt. Beispiele : Kalisalz, Möbel, Klamotten. Natürlich war auch die ganze Struktur der volkseigenen Kombinate nicht mehr zeitgemäß. Nach der Wende mussten die Produktionsstätten hier saniert oder komplett neu aufgebaut werden. Die Produkte konnten aber nicht teurer gemacht werden um die Investitionskosten wieder rauszuholen. Ich denke genau diese Investitionen spiegeln sich auch in der Produktivität wieder.
Mueller13
02.11.2017, 19:01 Uhr
Produktivität hat nicht viel mit Fleiß zu tun
Die Arbeitsproduktivität errechnet sich wie folgt:

Arbeitsproduktivität = BIP/Arbeitsvolumen

oder einfacher ausgedrückt, wenn das Brot 5Euro kostet und er dafür eine Stunde gebacken hat, dann ist die Arbeitsproduktivität in diesem Fall =5.

Und hier ist genau die Schwachstelle dieser Kennzahl. Wenn der Westdeutsche Kollege das Brot für 6Euro verkauft, ist seine Produktivität = 6 (=höher).

Da wir ja alle wissen, dass einige Preise in den westdeutschen Bundesländern höher sind und dort hochpreisigere Güter hergestellt werden (z.B. mehr Autos, Maschinen), ist die höhere Produktivität eine logische Konsequenz. Der Abstand verringert sich langsam, aber er ist halt da.

Anderes Beispiel: ein Fließenleger in Nordhausen schafft 100m2 in 3 Tagen und bekommt dafür 1000Euro, dann ist seine Produktivität =1000/3=333.
Sein westdeutscher Kollege braucht für die 100m2 4 Tage, bekommt aber 1600Euro, dann ist seine Produktivität =1600/4=400 (höher, obwohl langsamer).

Tja, eine schicke Kennziffer, sagt im einzelnen nicht viel aus, volkswirtschaftlich können wir sie aber nicht unter den Tisch kehren. Hiesige Firmen können halt einfach nicht höhere Preise durchsetzen, deshalb sind die Löhne eben 15-30% niedriger.

Sie können das gleiche Spiel mit dem Friseur spielen usw. Höhere Löhne sofort gehen eben nicht, weil wir sonst das wirtschaftliche Gleichgewicht völlig zersägen. Ich weiß, ich mache mir mit der Aussage keine Freunde, ist aber so. Mathematik kann man schlecht überlisten...
Herr Taft
03.11.2017, 08:15 Uhr
@Müller13...netter Versuch...
... höhere Preise zu rechtfertigen. Ich würde das an Ihrer Stelle genauso machen. Aber es ist schon mutig, die Produktivität am Verkaufspreis einschließlich Marge fest zu machen. Da muss man erstmal drauf kommen *lach*.

Bewerten Sie das Arbeitsergebnis mal mit Herstellkosten... Dann wird ein Schuh draus.
Jäger53
03.11.2017, 08:15 Uhr
Arbeitsproduktivität und so
In den neuen Bundesländern ( DDR) für die nach der Wende geborenen Mitbürger wird die Produktivität mit Absicht niedriger gehalten als im Westen. Dafür gibt es Personen die aufpassen
das sich ja keine großen Konzerne in den neuen Bundesländern ansiedeln. Dafür wird viel Geld
ausgegeben . Die neuen BL. müssen Niedriglohnland bleiben, sonnst müssen Lohn und Rente
schnell angeglichen werden. Die Jungen Leute wandern weiter ab, die alten Leute sterben.
Das Gebiet der ehemaligen DDR wird ohne Bewohner sein. Man könnte aus diesem Gebiet
einen großen Truppenübungsplatz für die Bundeswehr und Nato machen.
Herr Taft
03.11.2017, 08:53 Uhr
@Jäger53
... Ja klar! Wer sind diese Personen, die da aufpassen? Die Bilderberger, die Illuminaten oder die großen Grauen vom Planeten Melmak?

Hoch lebe der Verschwörungswahn.

Im Übrigen: Wenn die neuen Bundesländer so ein Billiglohnland wäre, müssten sich ja genau deshalb Unternehmen ansiedeln....weil die Produktivität nach Herstellkosten eben höher wäre, als in den alten Bundesländern. Verrückt, oder?
free Gigi
03.11.2017, 09:29 Uhr
irgendwo in der Mitte
liegt wohl der gemeinsame Nenner. Es gibt genug Beispiele, wo Firmen (Unternehmessitz und Gründung) auf die "gebrauchten Bundesländer" zurückgeht und Zweigniederlassungen bzw ebenbührtige Standorte in den neuen Bundesländern existieren, die Löhne aber ungleich sind. Das Motto gleiche Löhne für gleiche Arbeit greift dann wohl hier nicht!
Franziskus
03.11.2017, 09:57 Uhr
Für das Aushandeln
höherer Tarifllöhne sind die verschieden Gewerkschaften und Regionen zuständig.
Haben das die Gewerkschaften Ost,
überhaupt gemacht, insbesonders in den neunziger Jahren? ?
Andreas Dittmar
03.11.2017, 12:42 Uhr
Vor langer Zeit schon etwas schief gelaufen...
Wenn man die neuen Bundesländer nach der Wiedervereinigung sieht, waren die Vorraussetzungen nicht gerade rosig. Infrastruktur wie Autobahnen, Straßen, Bahnlinien in äußerst schlechtem Zustand. An Rohstoffen gab es Kali, Braunkohle, Anhydrit also nichts was es drüben nicht auch gab. Auch hier konnte man davon ausgehen, das die Gerätschaften für den Abbau nicht gerade auf dem aktuellsten Stand der Technik waren. Die weiter verarbeitende Industrie war im bedenklichen Zustand. Chemische Industrie, Kraftwerke, PKW-Produktion. Gut motiviert und auch fachlich qualifiziert waren die Menschen, die dort arbeiteten und aus diesen Industrieruinen unter Einsatz von Leben und Gesundheit noch Produkte rausholten, die man auf dem freien Weltmarkt verramschte. Wer hier jetzt wettbewerbsfähig produzieren wollte hätte erst mal ordentlich Geld reinstecken müssen. Leider haben da einige lieber so getan als ob und die Fördermittel abgegriffen um dann weiter zu ziehen. Gewerkschaft mit Tarifverträgen ? Hat man zwei unterschiedliche Tarifverträge Ost/West, lässt sich schlecht gemeinsam dafür Arbeitskampf machen. Also auch hier schlechte Karten....
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