eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Do, 11:32 Uhr
23.11.2017
kn-Forum

Wohin mit dem Grünschnitt?

Zur Problematik der illegalen Entsorgung von Gartenabfällen erreichte kn dieser Leserbrief...

Sicher ist es ärgerlich, wenn es immer mehr Zeitgenossen gibt, die ihre Grünabfälle irgendwo in der Natur entsorgen, verwundern sollte es aber niemanden, auch nicht die für Abfallrecht zuständigen Damen und Herren im Landratsamt…Viele Bürger fühlen sich nicht erst seit dem generellen Verbot des Verbrennens mit dem Problem im Stich gelassen, mehr als Ankündigungen auf Landes- und Kreisebene gab es nämlich nicht!

Ich erinnere mich noch an die Diskussionen im Stadtrat von Bad Frankenhausen, als die Kurstadt schon viel früher aus nachvollziehbaren Gründen ein generelles Brennverbot beschlossen hatte. Zunächst wurde den Gartenbesitzern die kostenlose Entsorgung auf der stadteigenen Deponie eingeräumt. So weit, so gut, aber die dafür zuständigen Stadtwerke beklagten sich über die entstandenen Mehrkosten, und so wurde recht bald aus der kostenfreien eine kostenpflichtige Entsorgung.

Den meisten tun die 6 Euro pro mittlerem PKW- Anhänger( 1 Kubikmeter)nicht weh, aber die Versuchung ist groß und das schlechte Gewissen klein, weil es sich ja schließlich um irgendwann verrottendes nicht umweltschädliches Material handelt. Kurzum: Man lenkt den Hänger auf den nächsten Feldweg und damit ist das Problem beseitigt und ein paar Euro hat man auch noch gespart. Soweit die „Lösung“ für die glücklichen Besitzer eines geeigneten Transportmittels.

Was aber machen diejenigen, die jemanden beauftragen müssen für den Abtransport, z. B eine ansässige Firma. Auch wenn der Grünschnitt nachweislich aus einem privaten Garten stammt, wird die Fuhre dann als gewerblicher Abfall betrachtet und kostet dann gleich mal deutlich über 100 Euro. Mir selbst schon so ergangen! Ich bin gespannt, welche Lösungen man parat hat..

Herbert Knischka

Hinweis Redaktion:

Am 5.12.2017 wird sich eine Arbeitsgruppe u.a. mit Vertretern der Kleingartenvereine, Kreisverband der Kleingartenvereine, der Stadt Sondershausen und des Landratsamtes zu einem 3. Treffen zur Problematik Entsorgung Grünschnitt treffen.
Autor: khh

Anzeige symplr (6)
Kommentare
conccinella
24.11.2017, 19:32 Uhr
CO2-Bilanz
Beim Lesen dieses Beitrages, dem man nur zustimmen kann, kommt alter Ärger wieder hoch: Solche Entscheidungen, getroffen unter dem Deckmantel einer positiven CO2-Bilanz, unterstützen letztendlich nur das Florieren von privaten und öffentlichen Entsorgungsunternehmen!
Wie soll denn bspw. der Besitzer einer Streuobstwiese, die hierzulande zu den erhaltenswerten Kulturgütern zählt, sein jährlich anfallendes Schnittgut entsorgen? Die Pseudo-Ökos, oft selbst im Höchstfall für 20 qm Rasenschnitt mit Ziersträuchlein verantwortlich, machen sich gar keine Vorstellung davon, was sie den nach alter Tradition wirtschaftenden Hobby-Obstbauern und -Gärtnern an Mehrarbeit und Kosten zumuten. Kein Wunder, wenn immer mehr dem Wildwuchs überlassen wird und Gartenanlagen über Leerstand klagen. Würde man errechnen, was an CO2 produziert wird, wenn jeder Betroffene mehrmals kilometerweit zur nächsten Annahmestelle fahren muss, dann würde man diesen Irrsinn schleunigst abschaffen!
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)