Mi, 17:15 Uhr
29.11.2017
Thema Gesundheit
Chronische Herzschwäche: Hören Sie auf Ihr Herz!
Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) informiert informiert zum Thema chronische Herzschwäche...
Rund 2 bis 3 Millionen Menschen in Deutschland leiden der Deutschen Herzstiftung zufolge an einer chronischen Herzschwäche. Jedes Jahr kommen rund 300.000 Neuerkrankungen hinzu. Chronische Herzschwäche ist jedoch nicht nur weit verbreitet – mit etwa 50.000 Todesfällen zählt sie auch zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Eine chronische Herzschwäche kann sich schleichend über Jahre hinweg entwickeln und im schlimmsten Fall zu Herzversagen führen. Rechtzeitig diagnostiziert und angemessen behandelt, kann der Krankheitsverlauf aufgehalten oder zumindest verlangsamt werden. Das aber setzt voraus, dass die Betroffenen wissen, auf welche Signale ihres Körpers sie achten müssen. Welche Anzeichen auf eine mögliche Herzschwäche hindeuten und wann Sie vorsichtshalber zum Arzt gehen sollten, beantwortet die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlos unter der Rufnummer 0800 011 77 22.
Das gesunde Herz eines Erwachsenen pumpt bis zu 10.000 Liter Blut täglich durch den Körper. Es versorgt die inneren Organe, beispielsweise Gehirn, Nieren, Leber, Milz sowie die gesamte Muskulatur mit Blut und Sauerstoff. Ein chronisch geschwächtes Herz kann diese Aufgabe nur eingeschränkt erfüllen. Auslöser einer chronischen Herzschwäche ist häufig die koronare Herzkrankheit, die durch Ablagerungen in den Herzkranzgefäßen ausgelöst wird. Ein dadurch verursachter Herzinfarkt kann ebenfalls Ursache einer Herzschwäche sein. Auch Bluthochdruck, von dem der Deutschen Hochdruckliga e.V. zufolge etwa 20 bis 30 Millionen Bundesbürger betroffen sind, oder Entzündungen des Herzmuskels können ausschlaggebend für eine Erkrankung sein.
Achten Sie auf die Signale Ihres Körpers
Atemnot, allgemeine Müdigkeit und eine verringerte körperliche Belastbarkeit, etwa beim Treppe steigen oder bei leichten Gartenarbeiten, können auf eine Herzschwäche hindeuten. Je nach Schweregrad und Stadium der Herzschwäche können diese Anzeichen stärker oder schwächer ausfallen und nur bei körperlicher Aktivität oder auch in Ruhephasen auftreten.
Da das geschwächte Herz das Blut nicht wie ein gesundes Herz in den Körper pumpen kann, droht zudem ein Rückstau. Der steigende Druck auf die Gefäße führt dazu, dass sich Wasser in der Lunge und den Beinen einlagert. Wenn Sie plötzlich zunehmen, obwohl sie nicht mehr oder anders essen als vorher, wenn ihre Socken an Knöcheln und Waden unvermittelt spannen und lange sichtbare Abdrücke hinterlassen, könnten dies Anzeichen für ein sogenanntes Ödem, also Wassereinlagerungen in ihrem Körper, sein, erklärt Dr. Johannes Schenkel, ärztlicher Leiter der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland. Auch vermehrter nächtlicher Harndrang kann auf eine Herzschwäche hinweisen.
Gehen Sie zum Arzt, wenn Sie die genannten Symptome an sich bemerken, empfiehlt Dr. Schenkel. Wer die Signale seines Körpers erkennt und sich frühzeitig von einem Arzt untersuchen lässt, steigert die Chance, den Verlauf der chronischen Herzinsuffizienz zu verlangsamen oder ganz aufzuhalten.
Nutzen Sie regelmäßige Check-ups
Gesetzlich Krankenversicherte ab 35 Jahren haben alle zwei Jahre Anspruch auf einen kostenlosen Gesundheitscheck durch ihren Hausarzt. Der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zufolge nehmen jedoch nur etwa die Hälfte der Versicherten diese Untersuchungen in Anspruch. Wir raten allen Versicherten, diese wichtige Vorsorgeuntersuchung wahrzunehmen, damit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Nierenerkrankungen oder deren Risikofaktoren frühzeitig erkannt und behandelt werden können.
Das können Sie als Betroffener und zur Früherkennung beitragen
- Führen Sie ein Gewichtsprotokoll und tragen Sie über einen bestimmten Zeitraum täglich Ihr Gewicht ein. Eine Gewichtszunahme kann auf eine verschlechterte Herzfunktion hindeuten.
- Fragen Sie Ihren Arzt, wie viel Flüssigkeit Sie täglich zu sich nehmen können.
- Ernähren Sie sich möglichst gesund. Essen Sie viel Obst und Gemüse und vermeiden Sie stark gesalzene Speisen, Fertiggerichte oder Gewürzmischungen.
- Versuchen Sie regelmäßig Sport zu treiben. Klären Sie vorher aber mit Ihrem Arzt, ob gesundheitlich nichts dagegen spricht. Wenn Sie sich nicht sportlich betätigen können oder wollen, versuchen Sie, täglich mindestens eine halbe Stunde spazieren zu gehen.
- Raucher aufgepasst: Es lohnt sich mit dem Rauchen aufzuhören.
- Verzichten Sie auf Alkohol, wenn Ihre Herzschwäche durch Alkohol verursacht wurde. Hat Ihre Herzschwäche andere Ursachen, können Sie Alkohol in geringen Mengen trinken.
- Infektionen der Atemwege sind häufig Auslöser von Verschlechterungen der Herzinsuffizienz – deshalb wird Menschen mit Herzschwäche zu einer Grippeschutzimpfung geraten. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten.
Autor: khhRund 2 bis 3 Millionen Menschen in Deutschland leiden der Deutschen Herzstiftung zufolge an einer chronischen Herzschwäche. Jedes Jahr kommen rund 300.000 Neuerkrankungen hinzu. Chronische Herzschwäche ist jedoch nicht nur weit verbreitet – mit etwa 50.000 Todesfällen zählt sie auch zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Eine chronische Herzschwäche kann sich schleichend über Jahre hinweg entwickeln und im schlimmsten Fall zu Herzversagen führen. Rechtzeitig diagnostiziert und angemessen behandelt, kann der Krankheitsverlauf aufgehalten oder zumindest verlangsamt werden. Das aber setzt voraus, dass die Betroffenen wissen, auf welche Signale ihres Körpers sie achten müssen. Welche Anzeichen auf eine mögliche Herzschwäche hindeuten und wann Sie vorsichtshalber zum Arzt gehen sollten, beantwortet die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlos unter der Rufnummer 0800 011 77 22.
Das gesunde Herz eines Erwachsenen pumpt bis zu 10.000 Liter Blut täglich durch den Körper. Es versorgt die inneren Organe, beispielsweise Gehirn, Nieren, Leber, Milz sowie die gesamte Muskulatur mit Blut und Sauerstoff. Ein chronisch geschwächtes Herz kann diese Aufgabe nur eingeschränkt erfüllen. Auslöser einer chronischen Herzschwäche ist häufig die koronare Herzkrankheit, die durch Ablagerungen in den Herzkranzgefäßen ausgelöst wird. Ein dadurch verursachter Herzinfarkt kann ebenfalls Ursache einer Herzschwäche sein. Auch Bluthochdruck, von dem der Deutschen Hochdruckliga e.V. zufolge etwa 20 bis 30 Millionen Bundesbürger betroffen sind, oder Entzündungen des Herzmuskels können ausschlaggebend für eine Erkrankung sein.
Achten Sie auf die Signale Ihres Körpers
Atemnot, allgemeine Müdigkeit und eine verringerte körperliche Belastbarkeit, etwa beim Treppe steigen oder bei leichten Gartenarbeiten, können auf eine Herzschwäche hindeuten. Je nach Schweregrad und Stadium der Herzschwäche können diese Anzeichen stärker oder schwächer ausfallen und nur bei körperlicher Aktivität oder auch in Ruhephasen auftreten.
Da das geschwächte Herz das Blut nicht wie ein gesundes Herz in den Körper pumpen kann, droht zudem ein Rückstau. Der steigende Druck auf die Gefäße führt dazu, dass sich Wasser in der Lunge und den Beinen einlagert. Wenn Sie plötzlich zunehmen, obwohl sie nicht mehr oder anders essen als vorher, wenn ihre Socken an Knöcheln und Waden unvermittelt spannen und lange sichtbare Abdrücke hinterlassen, könnten dies Anzeichen für ein sogenanntes Ödem, also Wassereinlagerungen in ihrem Körper, sein, erklärt Dr. Johannes Schenkel, ärztlicher Leiter der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland. Auch vermehrter nächtlicher Harndrang kann auf eine Herzschwäche hinweisen.
Gehen Sie zum Arzt, wenn Sie die genannten Symptome an sich bemerken, empfiehlt Dr. Schenkel. Wer die Signale seines Körpers erkennt und sich frühzeitig von einem Arzt untersuchen lässt, steigert die Chance, den Verlauf der chronischen Herzinsuffizienz zu verlangsamen oder ganz aufzuhalten.
Nutzen Sie regelmäßige Check-ups
Gesetzlich Krankenversicherte ab 35 Jahren haben alle zwei Jahre Anspruch auf einen kostenlosen Gesundheitscheck durch ihren Hausarzt. Der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zufolge nehmen jedoch nur etwa die Hälfte der Versicherten diese Untersuchungen in Anspruch. Wir raten allen Versicherten, diese wichtige Vorsorgeuntersuchung wahrzunehmen, damit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Nierenerkrankungen oder deren Risikofaktoren frühzeitig erkannt und behandelt werden können.
Das können Sie als Betroffener und zur Früherkennung beitragen
- Führen Sie ein Gewichtsprotokoll und tragen Sie über einen bestimmten Zeitraum täglich Ihr Gewicht ein. Eine Gewichtszunahme kann auf eine verschlechterte Herzfunktion hindeuten.
- Fragen Sie Ihren Arzt, wie viel Flüssigkeit Sie täglich zu sich nehmen können.
- Ernähren Sie sich möglichst gesund. Essen Sie viel Obst und Gemüse und vermeiden Sie stark gesalzene Speisen, Fertiggerichte oder Gewürzmischungen.
- Versuchen Sie regelmäßig Sport zu treiben. Klären Sie vorher aber mit Ihrem Arzt, ob gesundheitlich nichts dagegen spricht. Wenn Sie sich nicht sportlich betätigen können oder wollen, versuchen Sie, täglich mindestens eine halbe Stunde spazieren zu gehen.
- Raucher aufgepasst: Es lohnt sich mit dem Rauchen aufzuhören.
- Verzichten Sie auf Alkohol, wenn Ihre Herzschwäche durch Alkohol verursacht wurde. Hat Ihre Herzschwäche andere Ursachen, können Sie Alkohol in geringen Mengen trinken.
- Infektionen der Atemwege sind häufig Auslöser von Verschlechterungen der Herzinsuffizienz – deshalb wird Menschen mit Herzschwäche zu einer Grippeschutzimpfung geraten. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten.