Di, 05:32 Uhr
19.12.2017
Neue Überlegungen erforderlich?
KATWarn nur für Notfälle!
Im Kyffhäuserkreis bleibt es bei der Regelung, das Sytem KATWarn wird nur in Notfällen eingesetzt. Dazu äußerte sich jüngst die Landrätin...
Landrätin Antje Hochwind (SPD) informiert jüngst zum Thema KATWarn die Presse über den Stand dieses Warnsystems.
Noch hat das System KATWarn in ganz Thüringen erst in zwei Landkreisen seine Nutzer gefunden, Hildburghausen und Kyffhäuserkreis.
Neu im Kyffhäuserkreis: Besserer Schutz im Katastrophenfall
Nach Einführung von KATWarn Mitte August hat sich die angemeldte Zahl von Nutzern vonn rund 1.000 Ende August auf aktuell 2.137 Nutzer (4.12.2017)erhöht, die KATWarn aktiv auf dem Smartphone über eine App angemeldet haben.
Für das Einpflegen der Meldungen in KATWarn im Kyffhäuserkreis ist allein das Landratsamt Kyffhäuserkreis zuständig.
Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienst (DWD) der Stufe "Rot" und höher werden aktuell sofort in die entsprechenden Regionen des Kyffhäuserkreises eingespeist.
Beachten muss man, dass die Stufe "Orange", die farblich ähnlich aussieht, nur einen Warnung vor markantem Wetter ist, und noch keine Unwetterwarnung. Hier gab es bei einigen Nutzern Irritationen, die sich wunderten, warum KATWarn nicht ansprach.
Diese Situation traf beim letzten Unwetterereignis auf, als im Kyffhäuserkreis Sondershausen und alle östlich davon liegenden Gebiete vom DWD mit "Rot" eingestuft wurden, und der westliche Teil des Kyffhäuserkreises (Helbedündorf, Ebeleben) nur mit "Orange". Aber ausgerechnet in dem Gebiet ohne Warnung hatten sich die Eisenbahnwaggons selbstständig gemacht. Hier hatte sich eben der DWD vertan und hier trifft dem Kreis keine Schuld.
Beim Gespräch mit der Landrätin stellte der zuständige Bearbeiter für KATWarn im Landratsamt, Jonas Weller klar, im Kyffhäuserkreis wird KATWarn neben den Meldungen des DWD nur Schadensereignisse aufnehmen, die eine Bedrohung für die Bevölkerung darstellen könnten, wie Terrorwarnungen, Überschwemmungsgefahr, Warnung vor großflächigen Bränden, Probleme mit der Trinkwasserversorgung usw..
Wir sind kein Informationssystem für Verkehrsunfälle oder Straßensperrungen, wie Landrätin Hochwind ausdrücklich unterstrich. Damit ging sie auf das obige Ereignis ein, als die Waggons die Straße zwischen Holzthaleben und Ebeleben die Straße für Stunden blockierten. Hier lag für die Bevölkerung keine Warnsituation mehr vor. Es war eben nur die Straße gesperrt.
Ob Meldungen des Systems "Das Modulare Warnsystem (MoWaS)" des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bald automatisch in KATWarn eingestellt werden, ist noch nicht entschieden. Zurzeit entscheidet der Landkreis im Einzelfall, ob die Meldungen des MoWaS in KATWarn eingestellt wird.
Die Webseite des Kyffhäuserkreis (www.kyffhaeuser.de) hat am Seitenende einen Button der meldet, wenn für den Kyffhäuserkreis über KATWarn eine Meldung aktiv ist.
Bisher gab es außer einem Probealarm, einer Meldung des DWD und des MoWaS (Gift in einem Lebensmittel) noch keine eigenständige Warnungen aus dem Kyffhäuserkreis.
Darüber sollte man in Freistaat und Landkreis nachdenken!
Von den Bürgern, besonders den Arbeitgebern, wird immer mehr verlangt mobil zu sein. Das bestimmt auch, dass öffentliche Wege und Verkehrsmittel genutzt werden können. Allerdings besteht nach Informationen bei kn noch kein durchgängiges Warnsystem im Freistaat und im Kyffhäuserkreis, dass über Ausfälle kurzzeitig die Medien informiert.
Hier geht es nicht um Stillung der Sensationslust der Medien, wie das unterschwellig in manchen Behörden unterstellt wird, sondern um wichtige Informationen für die Bevölkerung. Kann ich die Straßen und Verkehrsmittel auf dem Weg zur nutzen oder nicht.
Bisher gibt es nur Stückwerk. Oft gibt es nur die kostenlosen Meldungen von Bürgern über Radio Sender, die dann an die Hörer weitergegeben werden oder nicht. Aber es gibt kein durchgängiges System.
Im benachbarten Land Sachsen-Anhalt und anderen Bundesländern ist man offensichtlich ein Schritt weiter. Das System BIWAPP, die Bürger INFO & WARN App, die Betonung liegt auf INFO nutzt eben das System, um eben über solche Straßensperrungen zu informieren, bei denen feststeht, dass es zu stundenlangen Sperrungen kommen wird, und auch deren Aufhebung.
Vor allem auch bei den immer mehr in Mode kommenden Digital-Radios könnten aktuell die Autofahrer nicht nur über die Sprache gewarnt werden, denn neben der Sprachübertragung können auch Textmeldungen verbreitet werden.
Wie so ein besseres Informationssystem in dieser digitalisierten Welt realisiert werden kann, sollte nicht zu lange in irgendwelchen Schreibtischen liegen. Man sollte sich eben nicht nur über zufällig eintreffende Meldungen informieren können.
Ob es wie bei BIWAPP gemacht wird (auch von Landkreis zu Landkreis verschieden), oder in einer anderen Form, die Bürger haben in der heutigen Zeit bei den vielen Vernetzungen eigentlich ein Recht darauf, gerade wegen der Arbeitswelt, ausreichend und schnell informiert zu werden. Und das ist nicht nur die Meinung von kn, wenn man sich mit Bürgern über dieses Thema unterhält. Über das Wie sollte man sich in der Tat mal Gedanken machen.
Autor: khhLandrätin Antje Hochwind (SPD) informiert jüngst zum Thema KATWarn die Presse über den Stand dieses Warnsystems.
Noch hat das System KATWarn in ganz Thüringen erst in zwei Landkreisen seine Nutzer gefunden, Hildburghausen und Kyffhäuserkreis.
Neu im Kyffhäuserkreis: Besserer Schutz im Katastrophenfall
Nach Einführung von KATWarn Mitte August hat sich die angemeldte Zahl von Nutzern vonn rund 1.000 Ende August auf aktuell 2.137 Nutzer (4.12.2017)erhöht, die KATWarn aktiv auf dem Smartphone über eine App angemeldet haben.
Für das Einpflegen der Meldungen in KATWarn im Kyffhäuserkreis ist allein das Landratsamt Kyffhäuserkreis zuständig.
Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienst (DWD) der Stufe "Rot" und höher werden aktuell sofort in die entsprechenden Regionen des Kyffhäuserkreises eingespeist.
Beachten muss man, dass die Stufe "Orange", die farblich ähnlich aussieht, nur einen Warnung vor markantem Wetter ist, und noch keine Unwetterwarnung. Hier gab es bei einigen Nutzern Irritationen, die sich wunderten, warum KATWarn nicht ansprach.
Diese Situation traf beim letzten Unwetterereignis auf, als im Kyffhäuserkreis Sondershausen und alle östlich davon liegenden Gebiete vom DWD mit "Rot" eingestuft wurden, und der westliche Teil des Kyffhäuserkreises (Helbedündorf, Ebeleben) nur mit "Orange". Aber ausgerechnet in dem Gebiet ohne Warnung hatten sich die Eisenbahnwaggons selbstständig gemacht. Hier hatte sich eben der DWD vertan und hier trifft dem Kreis keine Schuld.
Beim Gespräch mit der Landrätin stellte der zuständige Bearbeiter für KATWarn im Landratsamt, Jonas Weller klar, im Kyffhäuserkreis wird KATWarn neben den Meldungen des DWD nur Schadensereignisse aufnehmen, die eine Bedrohung für die Bevölkerung darstellen könnten, wie Terrorwarnungen, Überschwemmungsgefahr, Warnung vor großflächigen Bränden, Probleme mit der Trinkwasserversorgung usw..
Wir sind kein Informationssystem für Verkehrsunfälle oder Straßensperrungen, wie Landrätin Hochwind ausdrücklich unterstrich. Damit ging sie auf das obige Ereignis ein, als die Waggons die Straße zwischen Holzthaleben und Ebeleben die Straße für Stunden blockierten. Hier lag für die Bevölkerung keine Warnsituation mehr vor. Es war eben nur die Straße gesperrt.
Ob Meldungen des Systems "Das Modulare Warnsystem (MoWaS)" des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bald automatisch in KATWarn eingestellt werden, ist noch nicht entschieden. Zurzeit entscheidet der Landkreis im Einzelfall, ob die Meldungen des MoWaS in KATWarn eingestellt wird.
Die Webseite des Kyffhäuserkreis (www.kyffhaeuser.de) hat am Seitenende einen Button der meldet, wenn für den Kyffhäuserkreis über KATWarn eine Meldung aktiv ist.
Bisher gab es außer einem Probealarm, einer Meldung des DWD und des MoWaS (Gift in einem Lebensmittel) noch keine eigenständige Warnungen aus dem Kyffhäuserkreis.
Darüber sollte man in Freistaat und Landkreis nachdenken!
Von den Bürgern, besonders den Arbeitgebern, wird immer mehr verlangt mobil zu sein. Das bestimmt auch, dass öffentliche Wege und Verkehrsmittel genutzt werden können. Allerdings besteht nach Informationen bei kn noch kein durchgängiges Warnsystem im Freistaat und im Kyffhäuserkreis, dass über Ausfälle kurzzeitig die Medien informiert.
Hier geht es nicht um Stillung der Sensationslust der Medien, wie das unterschwellig in manchen Behörden unterstellt wird, sondern um wichtige Informationen für die Bevölkerung. Kann ich die Straßen und Verkehrsmittel auf dem Weg zur nutzen oder nicht.
Bisher gibt es nur Stückwerk. Oft gibt es nur die kostenlosen Meldungen von Bürgern über Radio Sender, die dann an die Hörer weitergegeben werden oder nicht. Aber es gibt kein durchgängiges System.
Im benachbarten Land Sachsen-Anhalt und anderen Bundesländern ist man offensichtlich ein Schritt weiter. Das System BIWAPP, die Bürger INFO & WARN App, die Betonung liegt auf INFO nutzt eben das System, um eben über solche Straßensperrungen zu informieren, bei denen feststeht, dass es zu stundenlangen Sperrungen kommen wird, und auch deren Aufhebung.
Vor allem auch bei den immer mehr in Mode kommenden Digital-Radios könnten aktuell die Autofahrer nicht nur über die Sprache gewarnt werden, denn neben der Sprachübertragung können auch Textmeldungen verbreitet werden.
Wie so ein besseres Informationssystem in dieser digitalisierten Welt realisiert werden kann, sollte nicht zu lange in irgendwelchen Schreibtischen liegen. Man sollte sich eben nicht nur über zufällig eintreffende Meldungen informieren können.
Ob es wie bei BIWAPP gemacht wird (auch von Landkreis zu Landkreis verschieden), oder in einer anderen Form, die Bürger haben in der heutigen Zeit bei den vielen Vernetzungen eigentlich ein Recht darauf, gerade wegen der Arbeitswelt, ausreichend und schnell informiert zu werden. Und das ist nicht nur die Meinung von kn, wenn man sich mit Bürgern über dieses Thema unterhält. Über das Wie sollte man sich in der Tat mal Gedanken machen.
