So, 14:33 Uhr
28.01.2018
Feuerwehr aktuell
Heftige Kritik bei der FFW Sondershausen-Mitte
Über die gestrige Jahreshauptversammlung bei der Freiwilligen Feuerwehr Sondershausen-Mitte, könnte man einen ganzen Roman schreiben. Da brannte vor lauter Kritik in Richtung Stadt Sondershausen regelrecht die Hütte. Bei Jahreshauptversammlung dabei war auch kn...
Die Jahreshauptversammlung bei der FFW gestern Abend war im Versammlungsraum an der Gänsespitze sehr gut besucht.
Schon mit dem Rechenschaftsbericht des Wehrleiters Sven Wreden ging es los. Wir waren auf einem guten Weg bei der Zusammenarbeit der Wehren in der Stadt Sondershausen, dann aber gab es genügend Querschüsse aus Richtung Stadt (Die Kameraden wurden später in der Diskussion noch deutlicher). Sven Wreden macht aber klar, er wird im Mai bei der Wahl des Stadtbrandmeisters nicht mehr zur Verfügung stehen.
Im Rechenschaftsbericht stellte er dann fest, dass Robert Kaschak und Kameraden eine sehr gute Öffentlichkeitsarbeit geleistet haben. Wreden würdigte die Zusammenarbeit zwischen FFW, THW und DRK, die nicht nur am gemeinsamen Ausbildungstag funktionierte. Gleiches war später bei den Diskussionsbeiträgen von Verein und Jugendfeuerwehr zu hören.
Er verwies auf die zahlreichen Einsatzübungen und Teilnahme an Veranstaltungen wie 25 Jahre Stadtwerke, 130 Jahre DRK-Krankenhaus oder Übung am Stift zusammen mit dem DRK-Katschutz, um nur einige zu nennen.
Eine Einsatzabteilung hat zurzeit 47 Kameraden, davon acht Kameradinnen. Geleistet wurden 1.716 Stunden Ausbildung plus diverse Lehrgänge.
Ausrücken musste man zu 160 Einsätzen, davon 40 Brände (12 Wohnungen / Gebäude) sowie 110 Hilfeleistungen. Im Schnitt waren sechs Kameraden im Einsatz.
Zum Abschluss des Berichts dankte Wreden bei allen Kameradinnen und Kameraden und wünschte, dass alle immer gesund aus Einsätzen und Übungen zurückkommen sollen.
Vereinsvorsitzender Frank Kirchner stellte fest, wir als Verein haben die Wehr gut unterstützt. Zahlreiche eigene Feste und Veranstaltungen wurden organisiert, so beim Ausbildungstag, beim Kinderfest oder der Pfingstwanderung zum Marienbrunnen.
Kirchner sprach dann deutlicher bezüglich der Querelen um die Unterbringung der Jugendfeuerwehr. Wegen der Mäuseplage im alten Raum hatte man das Angebot des Bürgermeisters zwei Räume der Notunterkunft nutzen zu können. Aber lange ging es nicht gut. Wegen angeblichem Lärm rückten dann Mitarbeiter der Stadt Sondershausen und der Polizei an. Zum Schluss gab es gar noch einen Streit darüber, wo der Schlüssel für die Notunterkunft sei, wenn man nach einem Brand einer Familie einen Unterschlupf gewähren will. Auch wenn der Bürgermeister helfen wollte, der Streit ist noch beigelegt.
Streit gibt es auch mit der Stadt, so Kirchner, dass diese für die Nutzung der Fahrzeuge (keine private Nutzung) teilweise sogar Geld haben will.
Auch Silva Hendrich kritisierte beim Bericht der Jugendfeuerwehr die schlechte Zusammenarbeit und Unterstützung durch die Stadt Sondershausen. Die Kinder haben, wie das so ist, eine normale Plauderei gemacht und keinen Lärm. Die Jugendfeuerwehr hatte 56 Stunden in die Pflege der Räume gesteckt.
Großes Plus bei der Jugendfeuerwehr wurde mit Erfolg die höchste Auszeichnung der Jugendfeuerwehr errungen. Wegen fehlender Jugendlicher im notwendigen Alter, hatte man sich mit Wehren aus Berka, Jecha und Ebeleben zusammen getan.
Peter Ortlepp, Jonas Weller, Sven Wreden, Frank Kirchner, Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) und Mario Hasenbein vom Kreisverband Sondershausen.
Kreyer dankte für die lange gute Zusammenarbeit. Feuerwehr sei ihm immer wichtig gewesen. Kreyer bezeichnete die FFW-SDH-Mitte als die Elite der Wehren der Stadt.
Zur Diskussion um den Schlüssel der Notwohnung soll noch eine Klärung stattfinden, betonte aber, der Schlüssel müsse bei der Feuerwehr bleiben. Wegen des Schlüssels müsse man nicht zum Bürgermeister rennen.
Kreisbrandmeister Jonas Weller bescheinigte der FFW, ihre Aufgaben als Feuerwehr und Stützpunktwehr sehr gut erfüllt zu haben. Er würdigte den Abschluss der Leistungsspange bei der Jugend.
Weller kündigte an, die Ausschreibung für den neuen Rüstwagen für die Wehr sei gelaufen und hofft, dass Anfang nächsten Jahres das Fahrzeug kommt.
Mario Hasenbein gedachte des toten Kameraden von Bad Salzungen.
In der Diskussion gab es dann harsche Kritik von Kamerad Maik Olsen im Namen mehrerer Kameraden. Er übergab eine Mängelliste an Bürgermeister Joachim Kreyer. Olsen kritisierte vor allem die Zusammenarbeit mit den Hauptamtlichen der Stadt Sondershausen. Bei angezeigten Mängeln erhalte man keine Rückinformation ob sie behoben wurden und man weiß nicht ob man wirklich mit einsatzbereitem Fahrzeug ausrücken kann. Bei manchen Aktionen der Stadt sei sogar der Stadtbrandmeister und die Wehrleitung übergangen worden.
Ich erwarte vom neuen Bürgermeister, so Olsen, mehr vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Die Kritik der Kameraden an der Zusammenarbeit mit der Stadt Sondershausen ist heftig. Darüber lachen sogar die Kameraden im Kreis und zum Abschluss der Diskussion war der Einruf Wir sind keine Idioten zu hören.
Ärger gibt es auch in anderer Hinsicht. Häufig wird der ausgewiesene Parkplatz für die Einsatzkräfte blockiert, auf den sie ihre Fahrzeuge ab, so der stellen, wenn sie nach einer Alarmierung an der Feuerwache parken müssen. Und auch der Leinenzwang für Hunde war wieder ein Thema. Es kann nicht sein, dass man beim bevorstehenden Einsätzen auf dem Gelände der Feuerwache von Hunden angegangen wird. Sagt man etwas, wird man sogar angepöbelt, so der Kamerad!
Bürgermeister Kreyer kündigte an, in seiner noch verbleibenden Amtszeit eine große Aussprache mit Hauptamtlichen der Stadt, Stadtbrandmeister, Wehrleitung und Verein durchzuführen. Zum Thema Hunde sagte er, dass man nicht alle Orte in der Stadt mit Leinenzwang belegen könne.
Vom Kreisfeuerwehrverband wurde dem ehemaligen Kreisbrandmeister Peter Ortlepp für die Zusammenarbeit gedankt, dem sich auch die Wehrleitung anschloss. Peter Ortlepp erhielt die Ehrenmedaille des Thüringer Feuerwehrverbandes in Gold. Ortlepp hatte vor 34 Jahren bei der Feuerwehr in Sondershausen angefangen und war 25 Jahre lang Kreisbrandinspektor.
Auch wenn es in letzter Zeit Querelen mit der Stadt Sondershausen gab, bei seiner wohl letzten Jahreshauptversammlung, die er als Bürgermeister mitmachte (er fehlte selten) gab es einen Präsentkorb durch Wehrleitung und Verein.
Grund zum Feiern, trotz viel Kritik, gab es alle mal. Die vielen Förderungen und Auszeichnungen gaben genügend Gründe, einen auszugeben. Allein Kreisjugendwart Sebastian Thiersch hatte eine ganze Reihe Spangen und Ehrungen im Gepäck, so die Ehrenspange der Kreisjugendfeuerwehr und zwei Mal (Silber und Bronze) die Ehrenspange der Thüringer Jugendfeuerwehr.
Mit Peter Kaschak wurde ein Kamerad aus dem aktiven Dienst entlassen, der noch aus einer Urkunde vom 1. Mai 1973 vorlas, die er bereits als Feuerwehrmann erhielt.
Fazit, die Sondershäuser können sich auf die Kameradinnen und Kameraden der FFW Sondershausen-Mitte verlassen. Es kann und darf aber nicht sein, dass Kameraden in ihrer Freizeit unser Leib und Leben schützen und von Hauptamtlichen nicht ernst genug genommen werden. Bleibt zu hoffen, dass die angekündigte Aussprache bald stattfindet!
Autor: khhDie Jahreshauptversammlung bei der FFW gestern Abend war im Versammlungsraum an der Gänsespitze sehr gut besucht.
Schon mit dem Rechenschaftsbericht des Wehrleiters Sven Wreden ging es los. Wir waren auf einem guten Weg bei der Zusammenarbeit der Wehren in der Stadt Sondershausen, dann aber gab es genügend Querschüsse aus Richtung Stadt (Die Kameraden wurden später in der Diskussion noch deutlicher). Sven Wreden macht aber klar, er wird im Mai bei der Wahl des Stadtbrandmeisters nicht mehr zur Verfügung stehen.
Im Rechenschaftsbericht stellte er dann fest, dass Robert Kaschak und Kameraden eine sehr gute Öffentlichkeitsarbeit geleistet haben. Wreden würdigte die Zusammenarbeit zwischen FFW, THW und DRK, die nicht nur am gemeinsamen Ausbildungstag funktionierte. Gleiches war später bei den Diskussionsbeiträgen von Verein und Jugendfeuerwehr zu hören.
Er verwies auf die zahlreichen Einsatzübungen und Teilnahme an Veranstaltungen wie 25 Jahre Stadtwerke, 130 Jahre DRK-Krankenhaus oder Übung am Stift zusammen mit dem DRK-Katschutz, um nur einige zu nennen.
Eine Einsatzabteilung hat zurzeit 47 Kameraden, davon acht Kameradinnen. Geleistet wurden 1.716 Stunden Ausbildung plus diverse Lehrgänge.
Ausrücken musste man zu 160 Einsätzen, davon 40 Brände (12 Wohnungen / Gebäude) sowie 110 Hilfeleistungen. Im Schnitt waren sechs Kameraden im Einsatz.
Zum Abschluss des Berichts dankte Wreden bei allen Kameradinnen und Kameraden und wünschte, dass alle immer gesund aus Einsätzen und Übungen zurückkommen sollen.
Vereinsvorsitzender Frank Kirchner stellte fest, wir als Verein haben die Wehr gut unterstützt. Zahlreiche eigene Feste und Veranstaltungen wurden organisiert, so beim Ausbildungstag, beim Kinderfest oder der Pfingstwanderung zum Marienbrunnen.
Kirchner sprach dann deutlicher bezüglich der Querelen um die Unterbringung der Jugendfeuerwehr. Wegen der Mäuseplage im alten Raum hatte man das Angebot des Bürgermeisters zwei Räume der Notunterkunft nutzen zu können. Aber lange ging es nicht gut. Wegen angeblichem Lärm rückten dann Mitarbeiter der Stadt Sondershausen und der Polizei an. Zum Schluss gab es gar noch einen Streit darüber, wo der Schlüssel für die Notunterkunft sei, wenn man nach einem Brand einer Familie einen Unterschlupf gewähren will. Auch wenn der Bürgermeister helfen wollte, der Streit ist noch beigelegt.
Streit gibt es auch mit der Stadt, so Kirchner, dass diese für die Nutzung der Fahrzeuge (keine private Nutzung) teilweise sogar Geld haben will.
Auch Silva Hendrich kritisierte beim Bericht der Jugendfeuerwehr die schlechte Zusammenarbeit und Unterstützung durch die Stadt Sondershausen. Die Kinder haben, wie das so ist, eine normale Plauderei gemacht und keinen Lärm. Die Jugendfeuerwehr hatte 56 Stunden in die Pflege der Räume gesteckt.
Großes Plus bei der Jugendfeuerwehr wurde mit Erfolg die höchste Auszeichnung der Jugendfeuerwehr errungen. Wegen fehlender Jugendlicher im notwendigen Alter, hatte man sich mit Wehren aus Berka, Jecha und Ebeleben zusammen getan.
Peter Ortlepp, Jonas Weller, Sven Wreden, Frank Kirchner, Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) und Mario Hasenbein vom Kreisverband Sondershausen.
Kreyer dankte für die lange gute Zusammenarbeit. Feuerwehr sei ihm immer wichtig gewesen. Kreyer bezeichnete die FFW-SDH-Mitte als die Elite der Wehren der Stadt.
Zur Diskussion um den Schlüssel der Notwohnung soll noch eine Klärung stattfinden, betonte aber, der Schlüssel müsse bei der Feuerwehr bleiben. Wegen des Schlüssels müsse man nicht zum Bürgermeister rennen.
Kreisbrandmeister Jonas Weller bescheinigte der FFW, ihre Aufgaben als Feuerwehr und Stützpunktwehr sehr gut erfüllt zu haben. Er würdigte den Abschluss der Leistungsspange bei der Jugend.
Weller kündigte an, die Ausschreibung für den neuen Rüstwagen für die Wehr sei gelaufen und hofft, dass Anfang nächsten Jahres das Fahrzeug kommt.
Mario Hasenbein gedachte des toten Kameraden von Bad Salzungen.
In der Diskussion gab es dann harsche Kritik von Kamerad Maik Olsen im Namen mehrerer Kameraden. Er übergab eine Mängelliste an Bürgermeister Joachim Kreyer. Olsen kritisierte vor allem die Zusammenarbeit mit den Hauptamtlichen der Stadt Sondershausen. Bei angezeigten Mängeln erhalte man keine Rückinformation ob sie behoben wurden und man weiß nicht ob man wirklich mit einsatzbereitem Fahrzeug ausrücken kann. Bei manchen Aktionen der Stadt sei sogar der Stadtbrandmeister und die Wehrleitung übergangen worden.
Ich erwarte vom neuen Bürgermeister, so Olsen, mehr vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Die Kritik der Kameraden an der Zusammenarbeit mit der Stadt Sondershausen ist heftig. Darüber lachen sogar die Kameraden im Kreis und zum Abschluss der Diskussion war der Einruf Wir sind keine Idioten zu hören.
Ärger gibt es auch in anderer Hinsicht. Häufig wird der ausgewiesene Parkplatz für die Einsatzkräfte blockiert, auf den sie ihre Fahrzeuge ab, so der stellen, wenn sie nach einer Alarmierung an der Feuerwache parken müssen. Und auch der Leinenzwang für Hunde war wieder ein Thema. Es kann nicht sein, dass man beim bevorstehenden Einsätzen auf dem Gelände der Feuerwache von Hunden angegangen wird. Sagt man etwas, wird man sogar angepöbelt, so der Kamerad!
Bürgermeister Kreyer kündigte an, in seiner noch verbleibenden Amtszeit eine große Aussprache mit Hauptamtlichen der Stadt, Stadtbrandmeister, Wehrleitung und Verein durchzuführen. Zum Thema Hunde sagte er, dass man nicht alle Orte in der Stadt mit Leinenzwang belegen könne.
Vom Kreisfeuerwehrverband wurde dem ehemaligen Kreisbrandmeister Peter Ortlepp für die Zusammenarbeit gedankt, dem sich auch die Wehrleitung anschloss. Peter Ortlepp erhielt die Ehrenmedaille des Thüringer Feuerwehrverbandes in Gold. Ortlepp hatte vor 34 Jahren bei der Feuerwehr in Sondershausen angefangen und war 25 Jahre lang Kreisbrandinspektor.
Auch wenn es in letzter Zeit Querelen mit der Stadt Sondershausen gab, bei seiner wohl letzten Jahreshauptversammlung, die er als Bürgermeister mitmachte (er fehlte selten) gab es einen Präsentkorb durch Wehrleitung und Verein.
Grund zum Feiern, trotz viel Kritik, gab es alle mal. Die vielen Förderungen und Auszeichnungen gaben genügend Gründe, einen auszugeben. Allein Kreisjugendwart Sebastian Thiersch hatte eine ganze Reihe Spangen und Ehrungen im Gepäck, so die Ehrenspange der Kreisjugendfeuerwehr und zwei Mal (Silber und Bronze) die Ehrenspange der Thüringer Jugendfeuerwehr.
Mit Peter Kaschak wurde ein Kamerad aus dem aktiven Dienst entlassen, der noch aus einer Urkunde vom 1. Mai 1973 vorlas, die er bereits als Feuerwehrmann erhielt.
Fazit, die Sondershäuser können sich auf die Kameradinnen und Kameraden der FFW Sondershausen-Mitte verlassen. Es kann und darf aber nicht sein, dass Kameraden in ihrer Freizeit unser Leib und Leben schützen und von Hauptamtlichen nicht ernst genug genommen werden. Bleibt zu hoffen, dass die angekündigte Aussprache bald stattfindet!











































