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Mo, 12:54 Uhr
19.02.2018
Neues aus Sondershausen

Schadstoffen auf der Spur

Jahrelang waren sie im Archiv verborgen, aber jetzt könnten sie gefährlich werden. Holzschutzmittel in alten Möbeln des Schlossmuseums Sondershausen...

Nicht alle Exponate an Möbeln können in den Ausstellungen gezeigt werden, und so lagern viele Möbel im Depot und wurden bereits zu DDR-Zeiten vor Holzschädlingen geschützt. Solange sie nur im Depot lagerten bestand keine Gefahr

Schadstoffen auf der Spur (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Schadstoffen auf der Spur (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Jetzt müssen die Möbel aus alten Zeiten umgelagert werden. Ursache sind die Bauschäden am Schloss, kn berichtete bereits mehrfach. Jetzt sollen die Archivartikel auswärts gelagert werden.

Welche Gefahren gehen von den Möbeln aus. Denn mit der Zeit, das wurde bereits festgestellt, wandern die Schadstoffe aus dem Holz und lagern sich auf der Oberfläche als sogenannte "Aufblühungen" ab und könnte jetzt beim ungeschützten Umlagern zur gesundheitlichen Gefahr für Museumspersonal und Transporteure sein.

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Schadstoffen auf der Spur (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Schadstoffen auf der Spur (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Diplomrestaurator für Möbel und Holz Wolfgang Schitke ist Berater und Helfer für das Schlossmuseum Sondershausen, um die Möbel sicher zu transportieren und zu lagern. Es muss entschieden werden, ob, und wie die Aufblühungen entfernt werden können und müssen.

Schadstoffen auf der Spur (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Schadstoffen auf der Spur (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Museumsdirektorin Christa Hirschler demonstriert hier an Hand des früheren Werbeplakat, wie harmlos die Holzschutzmittel lange Zeit eingeschätzt wurden. Bevor jemanden etwas in die falsche Kehle kommt, auch früher wurden in der alten BRD die analgen Wirkstoffe nur mit anderen Handelsnamen eingesetzt, ist deshalb kein Problem, das nur aus DDR-Zeiten besteht, so Schitke. Bevor man weiß, wie groß die Belastungen sein können, muss man sie erst mal kennen.

Schadstoffen auf der Spur (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Schadstoffen auf der Spur (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Das ist die Aufgabe von Dr. Boat Paz und seinem Team von den Paz Laboratorien für Archäometrie! Die Möbel und deren Oberflächen werden mit Spezialpumpen und angeschlossenen Filtern untersucht. Dabei wird nach Chlor als Indikator für die eingesetzten Schadstoffe gesucht. Die Holzschutzmittel basierten hauptsächlich auf der Basis von Chlorverbindungen.

Hier an dem angezeigten Wert von 1.605 ppm zeigte Dr. Paz, das man an einem Möbelstück schon fündig wurde. Die Maßeinheit ppm - parts per million (abgekürzt ppm, wörtlich übersetzt „Anteile pro Million“). zeigt, es geht um kleine Mengen, die trotzdem gefährlich sein können.

Schadstoffen auf der Spur (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Schadstoffen auf der Spur (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Hier war Dr. Paz an einem Möbelstück, bei dem die Anzeige nicht anschlug, wad heißt, von diesem Möbelstück dürfte keine Gefahr ausgehen. Natürlich werden alle Ergebnisse notiert, um später entscheiden zu können, was soll mit welchem Möbelstück passieren und wie sollte es behandelt werden.

Wenn hier auch mit Schutzanzug und Schutzmaske gearbeitet wird, die größte Gefahr geht nicht durch die Atemluft aus, sondern die Hauptgefahr besteht in einer möglichen Kontamination durch direkten Hautkontakt (dermal), so Dr. Paz. Ob man auch schon auf Arsen gestoßen ist, wurde früher teilweise auch schon eingesetzt wurde, so Wolfgang Schitke, ist nicht bekannt.

Die Ergebnisse der Untersuchungen sollen bereits morgen bekannt gegeben werden.
Schadstoffen auf der Spur (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Schadstoffen auf der Spur (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Schadstoffen auf der Spur (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Schadstoffen auf der Spur (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Schadstoffen auf der Spur (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Schadstoffen auf der Spur (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Schadstoffen auf der Spur (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: khh

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