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Do, 07:00 Uhr
29.03.2018
Lichtblick am Osterwochenende

Ein Ei macht noch kein Ostern

Ein Ei macht noch kein Ostern – ODER: Das große Suchen... hat schon längst begonnen. Nach dem passendem Ostergeschenk für die Kinder, Freunde, Eltern, dem Osterhasen oder Ostereiern. Viele suchen nahezu verzweifelt nach der Ruhe, die die freien Tage zu Ostern bieten können, wenn erst mal aller Vorbereitungsstress überstanden ist...

Aber das ist längst nicht alles, wonach Menschen in diesen fünf spannenden Tagen von Gründonnerstag bis Ostermontag suchen. Am Gründonnerstag suchen Menschen nach dem Verständnis, warum Judas Jesus verraten konnte.

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Andere suchen z.B. mit einem Tischabendmahl nach Wegen, nachzuempfinden, was sich in diesem Tagen abgespielt hat. Am Karfreitag suchen Menschen nach einer Erklärung, warum jemand wie Jesus am Kreuz sterben musste, damit wir erlöst sein können. Hätte das nicht anders gehen können? Warum braucht Gott ein Opfer und Genugtuung? Warum musste denn Jesus für mich sterben und die Strafe übernehmen, ohne dass ich ihn gebeten hatte? Osternacht oder Ostermette haben die Möglichkeit, nach aller Trauer und Untergangsstimmung mit dem Ende der Nacht und dem Sonnenaufgang neue Hoffnung zu schöpfen und nach vorne zu sehen.

Am Ostermontag dann, vielleicht mit einem Osterspaziergang mit oder ohne Gottesdienst, auch sehr direkt der neue Weg. Ruhe, Staunen über die letzten Tage findet man da. Und die Erkenntnis, dass Jesus ganz offensichtlich an unserer Seite gehen kann, ohne dass es sofort bemerkt wird. Doch bis dahin ist ein langer Weg zu gehen, den jeder selbst gehen muss. Wer suchet, der findet, steht im neuen Testament und ist ein geflügeltes Wort geworden. Aber wer sucht schon gerne - wenn es nicht gerade um Ostereier und Schokolade geht? Wie viele suchen schon nach Gott? Versteckt der sich überhaupt?

Im Alten Testament ist bei Jeremia zu lesen: „Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR …“ (Jer 29,13.14a)
Ein spannender Satz, wie ich finde. Gott lässt sich finden, wenn wir ihn suchen. Ein Vergleich mit dem bunten Ostereiersuchen bietet sich da an.

Wir suchen nach Ostereiern im Garten, weil wir wissen, es sind welche das. Sie sind nur versteckt und ich muss mich ein bisschen anstrengen. Auch mal in die dunklen Ecken schauen, manches bewegen und anheben. Es wird durchaus anstrengend. Im Gegensatz dazu gilt aber auch: Wer nicht auf Ostereiersuche gehen will, der wird sie auch gar nicht oder nur zufällig finden. Dann müssen sie aber ganz offensichtlich ins Blickfeld geraten.
Ist es mit Gott nicht ziemlich ähnlich? Entweder ich suche nach ihm, weil ich weiß, dass er da ist, sich nur gerade nicht so offensichtlich ist. Oder ich suche ihn gar nicht: Gott, so was brauche ich nicht!

Wenn ich nicht nach Gott suchen will, dann finde ich ihn auch nicht. Außer er kommt ganz unerwartet und sehr offensichtlich in mein Blickfeld. Meist wundern und freuen wir uns gleichzeitig, über diese Überraschung. Denn Gott selbst sucht immer wieder nach Wegen, um uns deutlich zu machen, dass er alles Menschliche auf sich genommen hat, um uns ganz nah zu sein. Er sucht nach einem Weg, uns zu verdeutlichen: Ich habe das für dich gemacht.

Ostern ist das Fest der Auferstehung und des Neuanfangs. Es ist ein Weg, um mit dem heruntergekommenen Gott umzugehen. Er lässt sich finden, wenn wir danach suchen. Manchmal aber brauchen wir einen überraschenden Anlass, um uns auf die Suche zu machen. Wenn wir die Suchen beginnen, finden wir auch ganz überraschende neue Einsichten und schöpfen daraus neue Kraft und Hoffnung.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein überraschendes und fröhliches und erfolgreiches Osterfest.
Pastorin Steffi Wiegleb
Autor: red

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