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So, 10:36 Uhr
01.04.2018

Bundesweit höchster Krankenstand in Thüringen

Thüringer Unternehmen mussten im vergangenen Jahr den bundesweit höchsten Krankenstand verkraften. Nach Auswertung der Krankenstatistik aller erwerbstätigen Versicherten der BARMER erreichte die Fehlquote einen Allzeithöchststand von 5,91 Prozent in Thüringen...

Grafik (Foto: Barmer) Grafik (Foto: Barmer)
Bundesweit lag der Krankenstand nur bei 4,8 Prozent, das heißt im Freistaat fehlen rund 20 Prozent mehr Beschäftigte krankheitsbedingt.

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„Das ist eine reale Belastung für viele Unternehmen. Während wir bundesweit eine leichte Entspannung bei den Krankenständen spüren, bewegt sich Thüringen gegen den Trend. Als Ursache stellen wir deutlich mehr Krankschreibungen wegen Rückenschmerzen und Atemwegserkrankungen fest. Wir möchten die Unternehmen darauf aufmerksam machen, dass es individuelle Beratung zur Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz gibt“, sagt Birgit Dziuk, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Thüringen.

Ein Krankenstand von 5,91 Prozent bedeutet: In einem Unternehmen mit 100 Beschäftigten waren im Durchschnitt jeden Tag fast sechs Mitarbeiter krankgeschrieben. Über das Jahr fehlte jeder Beschäftigte insgesamt drei Wochen aufgrund einer Erkrankung (21,5 Arbeitstage). „Gerade kleine und mittelständische Unternehmen spüren inzwischen den Handlungsdruck und suchen auch bei uns Hilfe. Die BARMER hat deshalb vor einem Jahr das Modellprojekt „Gesund arbeiten in Thüringen“ gestartet. Auf Basis einer Befragung von Arbeitgebern und Ärzten wollen wir praxisnahe Lösungen entwickeln und die Verbindung zur Betriebs- und Arbeitsmedizin stärken“, erklärt Dziuk weiter. Erste Ergebnisse stellt die BARMER in Kürze vor.

Demografie hinterlässt ihre Spuren

Noch im Jahr 2010 lag der Krankenstand in Thüringen bei nur 4,7 Prozent und ist seitdem kontinuierlich angestiegen (siehe Grafik). „Angesichts der akuten Grippewelle gehen wir im Jahr 2018 von einem weiteren Anstieg aus. Allein im letzten Februar lag der Krankenstand in Thüringen bei 9,4 Prozent“, so Dziuk. Trotz saisonaler Schwankungen durch Grippe- und Erkältungswellen sei ein eindeutiger Trend zu beobachten. Die demografische Entwicklung hinterlasse ihre Spuren in Mitarbeiterstruktur und Krankenstatistik.

Bemerkenswert ist, dass die absolute Zahl der Krankschreibungen zwar relativ stabil ist, doch die Fehldauer immer länger wird. Im Schnitt dauerte eine Krankschreibung in Thüringen 14,2 Tage. Unter den Hauptdiagnosen stehen Atemwegs- und Rückenerkrankungen, die allein über 12 Prozent aller Fehltage ausmachen (siehe Tabelle). Doch für die langen Fehlzeiten sind vor allem psychische Diagnosen verantwortlich, darunter Depressive Episoden, anhaltende Depressionen und Belastungsstörungen.
Autor: red

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Kommentare
Peter59
01.04.2018, 11:06 Uhr
Irgendetwas ist hier nicht "koscher".....
Nach echter Grippe, angeblich Influenza B und einer Lungenentzündung geht hier bei mir gar nichts mehr. An der Arbeitsstelle grassiert Keuchhusten und was weiss ich noch..... Solche Diagnosen gab es bisher nicht, wenn man selbst betroffen ist, sieht man das ganz anders...... Gabs früher nicht....... Komischerweise ist der Krankenstand in Deutschland im Grippezeitraum am höchsten, woran das liegt werden sicherlich die Kommentatoren besser wissen als ein blutiger Laie..,..l....
Franziskus
01.04.2018, 17:50 Uhr
Ich war
bis zum Jahre 1989 drei oder viermal jährlich krank geschrieben wegen Grippe und mit sehr hohem Fieber.
Nach 1990 auf Grund der sauberen Luft hatte ich keinen Grippeinfekt mehr.
Leser X
01.04.2018, 17:56 Uhr
Aber das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt...
... wenn man bedenkt, dass in Thüringen so ziemlich die niedrigsten Löhne bzw. Gehälter in unserem Heimat-Vater-und Mutterland gezahlt werden. Da ist naturgemäß die Motivation geringer, sich krank zur Arbeit zu schleppen.
5020EF
01.04.2018, 18:36 Uhr
Wieviel davon sind eingeschleppt?
Ich hörte Krätze, TBC und "ausgestorbene" Krankheiten häufen sich...
Wo bleibt ist da Statistik?

Oder ist das diskriminierend danach zu fragen?
Wolfi65
02.04.2018, 09:37 Uhr
@5020EF
Diese Krankheiten waren zum Ende des Unrechtsstaates DDR durch dessen Gesundheitswesen ausgerottet. Also sind die jetzigen Krankheitsbilder durch Neubundesbürger und Erlebnistouristen eingeschleppt worden. Letztere wollen ja nur ihre Reisefreiheit nutzen, um die Vielfalt verschiedener Krankheitserreger, welche besonders auf der Südhalbkugel anzutreffen sind, auch der hiesigen Bevölkerung zu Teil werden lassen damit deren bakterielles Überleben gesichert ist. @Friedrich I. Diese saubere Luft des neuen deutschen Staates sorgt dafür, das die Zahl der Allergien jedes Jahr in neue Höhen steigt. Die Menschen werden dabei nicht nur gegen die Bundesregierung allergisch, sondern bedauerlicherweise auch gegen die Lebensmittel.
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