Mi, 08:30 Uhr
04.04.2018
Ostalgie in Eisenach:
Wartburg-Fahrer treffen sich
Ostalgie ist ein kultiger Trend, der nach Ende der früheren DDR und nach der deutschen Wiedervereinigung (1990) entstanden ist. Spreewaldgurken, Wartburg, Trabbi oder das grüne Ampelmännchen – es sind alles Dinge oder Symbole, aus der früheren Deutschen Demokratischen Republik (DDR)...
Für die dortigen Bürger gehörten sie zum Alltag und nach der Wiedervereinigung ist vieles davon verschwunden. Viele frühere DDR-Bürger vermissen diese Dinge und trauern ihnen nach, wobei der Begriff Ostalgie entstanden ist. Osten und Nostalgie in Kombination bezeichnet die Sehnsucht nach vergangenen Zeiten.
Ostalgie ist in den letzten Jahren zum Trend und Kult geworden und so existieren mittlerweile spezielle Läden, die nur Produkte aus der früheren DDR verkaufen. Auch Partys werden veranstaltet, auf denen entsprechende Musik gespielt wird und es gibt eine Ostalgie-Szene rund um den Trabbi & Co. Sozusagen eine Ostalgie auf vier Rädern und die Fans der Autos nehmen an regelmäßigen Treffen teil, um sich auszutauschen, ihre Fahrzeuge auszustellen und um sich nach dem einen oder anderen Modell umzuschauen. Die Verkaufspreise der früheren DDR-Fahrzeuge steigen stetig an und so kostet ein restaurierter Trabbi 601 heute schon ab 5.000 Euro.
Wer einen hat, wird ihn andererseits auch nicht so schnell verkaufen. Aber man muss ihn auch erst einmal haben. Nach dem Preissturz der Fahrzeuge nach der Wende begann die Wertsteigerung Anfang der 2010-er Jahre. In dieser Zeit mauserte sich der Trabbi zum Kult-Auto. Und Sorgen mit Ersatzteilen muss auch niemand mehr haben, denn viele Autohändler in den neuen Bundesländern haben noch entsprechende Teile zum Einbau. Außerdem haben sich einige Firmen auf Trabi- oder Wartburg-Ersatzteile spezialisiert und wichtige Teile werden sogar wieder ganz neu hergestellt.
Die Szene rund um die DDR-Autos ist äußerst beliebt. Kein Wunder also, dass jedes Jahr mit Riesen-Anteilnahme der größte Event mit dem Internationalen Trabi-Treffen in Mecklenburg-Vorpommern und zwar in Anklam stattfindet. Die Veranstaltung ist die Größte ihrer Art und sie ist das Startzeichen für viele weiteren Treffen der Wartburg-Fans. Auch Besitzer von Oldtimern treffen sich regelmäßig und Fanclubs existieren von fast jedem Autofabrikat (Golf, Manta, Ford etc.). Das Mekka der Motorradfans ist das Bikertreffen von Clubs und Privatleuten, bei denen es oftmals so richtig zur Sache geht und sich alles nur um die Zweiräder dreht. Unter den Bikern gibt es ganz viele sportbegeisterte Wettfans, die auf Motorrad-Meisterschaften tippen. Wer es selbst einmal ausprobieren möchte, der kann sich auf diesen Seiten https://www.wettenerfahrungen.com Informationen einholen.
Wartburg-Treffen in Eisenach
Der Wartburg wurde im AWE Automobilwerk Eisenach gebaut. Daher findet jedes Jahr auch in Eisenach das internationale Wartburgfahrertreffen Heimweh statt. In diesem Jahr werden 30 Jahre Wartburg gefeiert und die Ostalgie- und Wartburg-Fans sind vom 3. Bis 6. August unter dem Motto 30 Jahre Wartburg 1.3 eingeladen.
Von 1988 bis 1991 wurde die letzte Modellserie des Wartburg in Eisenach produziert. Der 1.3er ist der Nachfolger vom Wartburg 353 und das Modell verfügt über einen 1,3 Liter Ottomotor mit 43 bis 47 kW.
Das Automobilwerk Eisenach (AWE) hatte Anfang der 60-er Jahre mit der Entwicklung eines Viertaktmotors begonnen. Als der Motor 1972 fertiggestellt war, durfte er von Seiten der Regierung aber nirgendwo einbaut bzw. eingesetzt werden. Er hätte gut als AWE 1600 Vierzylinder-Viertaktreihenmotor mit 82 PS und 1,6 Litern Hubraum verwendet und mit wenigen Umbauanpassungen in den Wartburg 353 eingebaut werden können.
Die Serienanfertigung des Modells 1.3. mit einem VW-Motor begann exakt am 12. Oktober 1988. Der Motor hatte 58 PS (43 kW) und war eigentlich im Auftrag von VW in der ehemaligen DDR für den Polo 86c des VW-Konzerns entwickelt worden und kam dann in Wartburg 1.3. Außer dem neuen Vierganggetriebe und dem neuen Motor unterschied sich das neue Modell vom Wartburg 353 durch einen anderen Innenraum. Wie der Trabbi 1.1 – so sieht auch der 1.3 Wartburg seinem Vorgängermodell sehr ähnlich.
Mit dem Wechsel des Automodells gab es aber auch eine ganz wesentliche Steigerung des Verkaufspreises von mindestens 65 Prozent. Während der Wartburg-Grundpreis für das Modell 353 bei rund 18.000 Mark lag, wurde der neue Preis des Wartburg 1.3 mit über 33.000 Mark beziffert. Damit war der Kauf eines neuen Wartburg für viele damalige DDR-Bürger nicht machbar. Sie hatten den Preis für einen neuen Wartburg zwar gespart, aber entsprechend anders einkalkuliert und zwar zum Preis des Wartburg 353. Damit ergab sich ein plötzliches Problem mit der Finanzierung und ein Ratenkauf oder eine Kreditaufnahme waren nicht vorgesehen. Wenn die Autos abgeholt wurden, musste mit Bargeld oder Scheck gezahlt werden.
Ein Kaufaufschub war zwar theoretisch möglich, aber in der Praxis war es schwer händelbar und problematisch, weil es passieren konnte, dass die Berechtigung um Monate oder gar Jahre zurückgestellt werden konnte.
Durch diese hohe Preissteigerung für einen lang ersehnten Wartburg wurden die Bürger desillusioniert und nahmen Abstand von den Produkten des DDR-Automobilbaus. Denn der Preis für die Neuwagen war fast gleich mit dem bis 1986 Frankreich-Import des Citroën GSA. Allerdings: Das Design war wesentlich moderner und die Ausstattung wesentlich umfangreicher.
Autor: redFür die dortigen Bürger gehörten sie zum Alltag und nach der Wiedervereinigung ist vieles davon verschwunden. Viele frühere DDR-Bürger vermissen diese Dinge und trauern ihnen nach, wobei der Begriff Ostalgie entstanden ist. Osten und Nostalgie in Kombination bezeichnet die Sehnsucht nach vergangenen Zeiten.
Ostalgie ist in den letzten Jahren zum Trend und Kult geworden und so existieren mittlerweile spezielle Läden, die nur Produkte aus der früheren DDR verkaufen. Auch Partys werden veranstaltet, auf denen entsprechende Musik gespielt wird und es gibt eine Ostalgie-Szene rund um den Trabbi & Co. Sozusagen eine Ostalgie auf vier Rädern und die Fans der Autos nehmen an regelmäßigen Treffen teil, um sich auszutauschen, ihre Fahrzeuge auszustellen und um sich nach dem einen oder anderen Modell umzuschauen. Die Verkaufspreise der früheren DDR-Fahrzeuge steigen stetig an und so kostet ein restaurierter Trabbi 601 heute schon ab 5.000 Euro.
Wer einen hat, wird ihn andererseits auch nicht so schnell verkaufen. Aber man muss ihn auch erst einmal haben. Nach dem Preissturz der Fahrzeuge nach der Wende begann die Wertsteigerung Anfang der 2010-er Jahre. In dieser Zeit mauserte sich der Trabbi zum Kult-Auto. Und Sorgen mit Ersatzteilen muss auch niemand mehr haben, denn viele Autohändler in den neuen Bundesländern haben noch entsprechende Teile zum Einbau. Außerdem haben sich einige Firmen auf Trabi- oder Wartburg-Ersatzteile spezialisiert und wichtige Teile werden sogar wieder ganz neu hergestellt.
Die Szene rund um die DDR-Autos ist äußerst beliebt. Kein Wunder also, dass jedes Jahr mit Riesen-Anteilnahme der größte Event mit dem Internationalen Trabi-Treffen in Mecklenburg-Vorpommern und zwar in Anklam stattfindet. Die Veranstaltung ist die Größte ihrer Art und sie ist das Startzeichen für viele weiteren Treffen der Wartburg-Fans. Auch Besitzer von Oldtimern treffen sich regelmäßig und Fanclubs existieren von fast jedem Autofabrikat (Golf, Manta, Ford etc.). Das Mekka der Motorradfans ist das Bikertreffen von Clubs und Privatleuten, bei denen es oftmals so richtig zur Sache geht und sich alles nur um die Zweiräder dreht. Unter den Bikern gibt es ganz viele sportbegeisterte Wettfans, die auf Motorrad-Meisterschaften tippen. Wer es selbst einmal ausprobieren möchte, der kann sich auf diesen Seiten https://www.wettenerfahrungen.com Informationen einholen.
Wartburg-Treffen in Eisenach
Der Wartburg wurde im AWE Automobilwerk Eisenach gebaut. Daher findet jedes Jahr auch in Eisenach das internationale Wartburgfahrertreffen Heimweh statt. In diesem Jahr werden 30 Jahre Wartburg gefeiert und die Ostalgie- und Wartburg-Fans sind vom 3. Bis 6. August unter dem Motto 30 Jahre Wartburg 1.3 eingeladen.
Von 1988 bis 1991 wurde die letzte Modellserie des Wartburg in Eisenach produziert. Der 1.3er ist der Nachfolger vom Wartburg 353 und das Modell verfügt über einen 1,3 Liter Ottomotor mit 43 bis 47 kW.
Das Automobilwerk Eisenach (AWE) hatte Anfang der 60-er Jahre mit der Entwicklung eines Viertaktmotors begonnen. Als der Motor 1972 fertiggestellt war, durfte er von Seiten der Regierung aber nirgendwo einbaut bzw. eingesetzt werden. Er hätte gut als AWE 1600 Vierzylinder-Viertaktreihenmotor mit 82 PS und 1,6 Litern Hubraum verwendet und mit wenigen Umbauanpassungen in den Wartburg 353 eingebaut werden können.
Die Serienanfertigung des Modells 1.3. mit einem VW-Motor begann exakt am 12. Oktober 1988. Der Motor hatte 58 PS (43 kW) und war eigentlich im Auftrag von VW in der ehemaligen DDR für den Polo 86c des VW-Konzerns entwickelt worden und kam dann in Wartburg 1.3. Außer dem neuen Vierganggetriebe und dem neuen Motor unterschied sich das neue Modell vom Wartburg 353 durch einen anderen Innenraum. Wie der Trabbi 1.1 – so sieht auch der 1.3 Wartburg seinem Vorgängermodell sehr ähnlich.
Mit dem Wechsel des Automodells gab es aber auch eine ganz wesentliche Steigerung des Verkaufspreises von mindestens 65 Prozent. Während der Wartburg-Grundpreis für das Modell 353 bei rund 18.000 Mark lag, wurde der neue Preis des Wartburg 1.3 mit über 33.000 Mark beziffert. Damit war der Kauf eines neuen Wartburg für viele damalige DDR-Bürger nicht machbar. Sie hatten den Preis für einen neuen Wartburg zwar gespart, aber entsprechend anders einkalkuliert und zwar zum Preis des Wartburg 353. Damit ergab sich ein plötzliches Problem mit der Finanzierung und ein Ratenkauf oder eine Kreditaufnahme waren nicht vorgesehen. Wenn die Autos abgeholt wurden, musste mit Bargeld oder Scheck gezahlt werden.
Ein Kaufaufschub war zwar theoretisch möglich, aber in der Praxis war es schwer händelbar und problematisch, weil es passieren konnte, dass die Berechtigung um Monate oder gar Jahre zurückgestellt werden konnte.
Durch diese hohe Preissteigerung für einen lang ersehnten Wartburg wurden die Bürger desillusioniert und nahmen Abstand von den Produkten des DDR-Automobilbaus. Denn der Preis für die Neuwagen war fast gleich mit dem bis 1986 Frankreich-Import des Citroën GSA. Allerdings: Das Design war wesentlich moderner und die Ausstattung wesentlich umfangreicher.
