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Do, 15:04 Uhr
03.05.2018
Landespolitiker äußern sich

Religionsunterricht umfassend absichern

CDU-Fraktion sieht Land in der Pflicht, Religionsunterricht umfassend abzusichern. Landtagsmitglied Gudrun Holbe: Sprachfähigkeit in Fragen der Religion immer wichtiger...

„Religionsunterricht in konfessionsgemischten Schülergruppen kann pädagogisch fruchtbar sein. Er darf allerdings nicht dazu führen, dass der Staat sich aus seiner Verpflichtung zurückzieht, konfessionsgebundenen Religionsunterricht anzubieten.“ Das hat die religionspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Gudrun Holbe, anlässlich einer Religionslehrertagung gesagt, die das Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM), die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) und das Katholische Bistum Erfurt gemeinsam veranstalten. „Guter Religions- oder Ethikunterricht befähigt Schüler, Antworten auf Sinn- und Seinsfragen zu suchen und hilft ihnen, ein Leben in Verantwortung zu führen. Er gehört in jede Schule“, sagte Holbe.

In Thüringen nimmt rund jeder vierte Schüler am Religionsunterricht teil. Der Unterricht ist ordentliches Lehrfach an allen öffentlichen Schulen, mit Ausnahme bekenntnisfreier Schulen. Gut 600 Lehrer unterrichten evangelische und rund 170 katholische Religionslehre.

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Ein Teil des Unterrichts wird durch sogenannte kirchliche Gestellungskräfte abgesichert. Immer wieder kommt es jedoch zu Kürzungen in der Stundentafel und dem kompletten Ausfall von Religionsunterricht, vor allem im Bereich der Berufsschulen. Holbe sieht das Land in der Pflicht, die Ausbildung und Einstellung von Religionslehrern mit gleichem Nachdruck zu betreiben wie dies für andere Fächer der Fall ist. „Wer mit wachen Augen durch dieses Land geht, der sieht, dass Fragen der Religion und Ethik immer bedeutsamer werden. Wir können uns Sprach- und Orientierungslosigkeit in diesem Bereich immer weniger leisten“, so die religionspolitische Sprecherin.

Holbe zeigte Sympathie für Überlegungen, aus den unterschiedlichen konfessionellen Perspektiven einen pädagogischen Gewinn im Sinne „gesteigerter Sensibilität für religiöse Fragen und Empfindlichkeiten zu erzielen.

Die ökumenische Formel von der versöhnten Verschiedenheit lehrt eine Haltung, die über den Religionsunterricht hinaus fruchtbar sein kann. Dies darf allerdings nicht dazu führen, den konfessionsgebundenen Religionsunterricht aufzugeben. Das Land steht nach wie vor in der Pflicht, ihn abzusichern“, schloss die religionspolitisch
Autor: khh

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Kommentare
5020EF
03.05.2018, 18:14 Uhr
Soso... Religionsunterricht
Wie viele von den 600 evangelischen und den 170 katholischen Lehrern können Fragen zu anderen Religionen beantworten?

Zum Beispiel Judentum, Buddhismus, Hinduismus, Islam... ?
Real Human
04.05.2018, 16:37 Uhr
Die Bibel – ein Fantasy-Schmöker?
Liebe/r 5020EF:

Laut dem 34seitigen Lehrplan „Evangelische Religionslehre“ des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur von 2013 (pdf-Datei) sollen die Schüler durchaus inhaltliche Kompetenzen zu anderen Religionen erwerben. Explizit werden genannt: Der Hinduismus, Buddhismus, der Islam und das Judentum.

Zitat:
Klassenstufe 10
Sachkompetenz
Der Schüler kann
– Grundzüge fernöstlicher Religionen beschreiben,
– Heilsaussagen einer fernöstlichen Religion mit christlichen Heilsvorstellungen vergleichen,
– die Bedeutung fernöstlicher Religionen für die heutige Lebensgestaltung beurteilen,
– die Bedeutung der Vielfalt religiöser und pseudoreligiöser Angebote für den Dialog in der pluralistischen Gesellschaft debattieren,
– Ziele und Möglichkeiten eines „Rates der Religionen“ in deutschen Großstädten diskutieren.
Zitatende

Wenn ich in dem Dokument nach „darwin“ oder „evolution“ suche, erhalte ich als Ergebnis:
„Dokument wurde von Adobe Acrobat Reader durchsucht. Keine Treffer“

Was z.B. „pseudoreligiöse Angebote“ sein sollen, ist aus diesem Lehrplan nicht zu erfahren. Das wird wohl weitestgehend dem konkreten Religionslehrer überlassen. Man wird sich aber wohl auf einige Überraschungen gefasst machen müssen.

Denn es scheint Theologen zu geben, die sich zumindest in ihrer Freizeit eher für phantastische Welten, Fantasy, Zwerge, Elfen, Drachen usw. interessieren. „Biblische Motive begegnen uns versteckt in jedem Fantasy-Roman“ „Das ist eine Art der Kunst, die der Glauben nicht ausschließt.“

Quelle: https://www.mz-web.de/landkreis-mansfeld-suedharz/portraet---wenigstens-ein-anfang--der-in-erinnerung-bleibt--23817544

(Na ja, vielleicht interessiert sich ja auch mal ein Theologe für den „Trans- bzw. Posthumanismus“;–)

Jörg Birkefeld
Starlight
05.05.2018, 07:35 Uhr
Meiner Meinung nach....
.....hat Religionsunterricht an Schulen nichts zu suchen! Wir leben im 21. Jahrhundert und die sollen anstatt Religion, den Kindern lieber mehr Deutsch und Mathe beibringen.
5020EF
05.05.2018, 16:00 Uhr
@ werter Herr Joerg B.
Der Lehrplan, den Sie zitieren ist auch mir bekannt, allerdings ist dieser schon sehr alt (2013)...
Meine Frage bezog sich auf den aktuellen Unterricht...

Mit der Flüchtlingskrise kamen verschiedene Religionen nach Deutschland.
Von welchen (katholische/evangelisch) Lehrern werden diese neuen Schüler unterrichtet?
Gibt es wirklich eine Notwendigkeit an einer "Konfrontation" zu arbeiten/ zu unterrichten?

Wie Starlight bereits schrieb: es gibt Wichtigeres!
Real Human
06.05.2018, 11:21 Uhr
Der Mensch lebt nicht vom Brot allein,...
… sonst könnt' er auch ein Roboter (Biobot) sein.
(Der erste Halbsatz ist in Matthäus - Kapitel 4, Vers 4 zu finden.)

„Deutsch und Mathe“, das können bald auch Roboter.
Das veranschaulicht die „Illustration der Landschaft menschlicher Kompetenz von Hans Moravec“. Wenn Sie nach diesem Inhalt googeln, so werden hoffentlich auch Sie als erste Fundstelle auf eine Graustufengrafik mit einer im Meer versinkenden Landschaft treffen. Darunter wird sie erläutert.

Es handelt sich dabei um einen Auszug aus „Leben 3.0: Mensch sein im Zeitalter Künstlicher Intelligenz“ von Max Tegmark. Schön farbig aber englisch beschriftet findet man die gleiche Grafik, wenn man nach „landscape of human competition moravec“ googelt.

„Texte auswendig lernen“, diese Kulturtechnik beherrschen Computer schon heute weitaus besser als Menschen. In Arithmetik sind uns schon einfache Taschenrechner weit überlegen. Selbst „Autofahren“ können Roboter bald besser als Menschen. Wo es darauf ankommt, diese „Basics“ KREATIV einzusetzen, sind wir den Robotern noch weit überlegen. Aber auch da sind wir bald nicht mehr die einzigen fähigen Akteure, wie die Grafik zeigt. Selbst die Maltechnik eines Rembrandt können Computeralgorithmen schon simulieren. Der springende Punkt werden evolutionäre Algorithmen für die EDV sein, also Algorithmen, die sich bei der Lösung von Aufgaben nach dem Prinzip „Versuch und Irrtum“ SELBST verbessern.

Was ist wohl heute wichtiger für einen Schüler? Dass er schriftlich dividieren kann, dass er „das“ und „dass/daß“ richtig anwendet? Oder ist es nicht viel wichtiger, dass er/sie andere Kulturen versteht? Ohne gewisse „Basics“ sind höhere Kulturtechniken schwerlich erlernbar. Aber nur Schreiben und Rechnen können, das haben die „Herrenmenschen“ des Dritten Reichs selbst den gewünschten roboterhaften Sklaven des erträumten „Ostraums“ zugestanden.

Schüler aus muslimischen Elternhäusern sollen nach den viel zu späten Plänen der Kultusminister „selbstverständlich“ von muslimischen Religionspädagogen unterrichtet werden, die aber an DEUTSCHEN Universitäten ausgebildet wurden. Hier befürchtet man nämlich zu Recht, dass sonst die Gefahr besteht, dass der Koran und die „Hadithen“ demokratiegefährdend in irgendwelchen Hinterhofmoscheen z.B. auf arabisch unterrichtet werden.

Der Zustrom von Flüchtlingen wird nicht nur den Arbeits- und Wohnungsmarkt verändern. Auch der immer noch vorhandene Konflikt zwischen Katholizismus und Protestantismus wird nun durch einen Kulturkampf zwischen Islam und Christentum ausgeweitet. Deshalb muss verhindert werden, dass einander feindlich gesonnene und gegeneinander abgeschottete „Echoräume“ entstehen.

Es muss also garnicht an einer "Konfrontation" gearbeitet werden. Sie ist schon da! Wenn ich Sie, werter 5020EF und Starlight , richtig verstehe, so wiederholen Sie die Vernachlässigung der KULTUR der „Gastarbeiter“ (alte BRD) und „Vertragsarbeiter“ (alte DDR), die eben nicht nur ROBOTER, sondern auch MENSCHEN waren und es heute auch noch sind. (Wikipedia: „Der Ursprung des Wortes Roboter liegt im tschechischen Wort robota, Robot, das mit ‚Frondienst‘ oder ‚Zwangsarbeit‘ übersetzt werden kann.“) Die sogenannten MINT-Fächer sind zwar wichtig. Aber erst die Geisteswissenschaften machen aus „Fachidioten“ und „Proleten“ Kulturmenschen. Leider werden in unserer KONSUMGESELLSCHAFT Religionen nur noch sehr oberflächlich oder garnicht verstanden.

Man ist also „katholisch“, „evangelisch“, „muslimisch“ und teilweise auch „atheistisch“, ohne wirklich zu wissen, was einen wirklich von den jeweiligen anderen unterscheidet. Vergebt ihnen, denn sie WISSEN nicht, was sie GLAUBEN!

Ein gewisser Albert Schweitzer überspitzte es mal so:

„Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht.“

„Wer einem Menschen einen Job gibt, irrt sich, wenn er meint, er habe quasi einen Roboter gemietet.“ (© Jörg Birkefeld;–)
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