Fr, 08:52 Uhr
04.05.2018
Forum:
Artenvielfalt - dauerhaft im Sortiment
Immer mal wieder holen wir Milch von einer Milchtankstelle. Nebenan befüllte der Bauer sein Sprühfahrzeug, was in diesen Tagen öfter auf den Feldern zu sehen ist. Die offene Garagentür offenbarte ein Sammelsurium von verschiedensten Kanistern in verschiedensten Farben. Anmerkungen eines Lesers der Nordthüringer Online-Zeitungen...
So chemisch ist unsere Welt, wenn es darum geht, den Gabentisch für unsere Ernährung zu decken. Man will lieber nicht die Verwendungshinweise und Zutatenliste erlesen. Das Volk der Insekten bekommt es noch früh genug zu spüren. Ein Sprüherlebnis der besonderen Arteneinfalt.
Vielleicht sollte man zu jedem Discounter eine ähnliche Schockschleuse verbauen und dort all die Kanister stapeln, die hier- und dortzulande im Einsatz sind. Wer würde dann noch Erdbeeren zu Weihnachten kaufen wollen?
Vor zwei Wochen kamen unsere Schwalben. Wir nehmen an, dass es unsere sind. Im Nebengelass haben wir schon Tage vorher die Tür offengelassen, um den Einflug zu ermöglichen. Ängstlich sind sie nicht, scheinbar kennen sie uns wirklich noch. Es wären dann die Nachkommen des letzten Jahres, die im Hof ihre Flugübungen absolvierten und auf der Wäscheleine Haltung erzeigten.
Es darf gern etwas unordentlich sein, damit die Flugkünstler ihre Nester perfektionieren können und Baumaterial auf dem Boden finden. Sie nehmen es dankend an.
Und wieder zeigt sich, dass die Natur uns, den Menschen, eigentlich nicht benötigt. Im Gegenteil. Besser, wir halten uns da raus! Oder doch nicht… und kippen in unsere Vorgärten Steine und Kies, um diese pflegeleicht zu machen. Dazu schlagen wir noch seltsame Gehölze in die Erde, die nichts mit Fauna und Flora zu tun haben. So tun wir alles, um nach den Feldern auch unser nächstes Umfeld clean zu machen. Nein, wir haben noch nicht genug.
Beim Discounter gibt es über 80 Eisartikel. Das ist wichtig!? Ob wir diese Anzahl von Insekten (noch) in unserer Umwelt haben, wissen wir nicht…
Andreas Zeidler, Bad Frankenhausen
Autor: redSo chemisch ist unsere Welt, wenn es darum geht, den Gabentisch für unsere Ernährung zu decken. Man will lieber nicht die Verwendungshinweise und Zutatenliste erlesen. Das Volk der Insekten bekommt es noch früh genug zu spüren. Ein Sprüherlebnis der besonderen Arteneinfalt.
Vielleicht sollte man zu jedem Discounter eine ähnliche Schockschleuse verbauen und dort all die Kanister stapeln, die hier- und dortzulande im Einsatz sind. Wer würde dann noch Erdbeeren zu Weihnachten kaufen wollen?
Vor zwei Wochen kamen unsere Schwalben. Wir nehmen an, dass es unsere sind. Im Nebengelass haben wir schon Tage vorher die Tür offengelassen, um den Einflug zu ermöglichen. Ängstlich sind sie nicht, scheinbar kennen sie uns wirklich noch. Es wären dann die Nachkommen des letzten Jahres, die im Hof ihre Flugübungen absolvierten und auf der Wäscheleine Haltung erzeigten.
Es darf gern etwas unordentlich sein, damit die Flugkünstler ihre Nester perfektionieren können und Baumaterial auf dem Boden finden. Sie nehmen es dankend an.
Und wieder zeigt sich, dass die Natur uns, den Menschen, eigentlich nicht benötigt. Im Gegenteil. Besser, wir halten uns da raus! Oder doch nicht… und kippen in unsere Vorgärten Steine und Kies, um diese pflegeleicht zu machen. Dazu schlagen wir noch seltsame Gehölze in die Erde, die nichts mit Fauna und Flora zu tun haben. So tun wir alles, um nach den Feldern auch unser nächstes Umfeld clean zu machen. Nein, wir haben noch nicht genug.
Beim Discounter gibt es über 80 Eisartikel. Das ist wichtig!? Ob wir diese Anzahl von Insekten (noch) in unserer Umwelt haben, wissen wir nicht…
Andreas Zeidler, Bad Frankenhausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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