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Do, 13:19 Uhr
07.06.2018
Waldwildnis Possen

Urwaldpfade: Umsetzung voll im Gang

Siegesmund: „Wunderschöne Naturschätze direkt vor unserer Haustür“ Dazu diese Meldung aus dem Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz...

Ursprüngliche und naturbelassene Wälder sind selten geworden in Europa und in Deutschland. Doch dort, wo aus wirtschaftlicher Nutzung wieder Wildnis wird, entstehen auch neue Urwälder. In Thüringen trifft das beispielsweise auf den Nationalpark Hainich zu - einen Besuchermagneten weit über die Region hinaus.

Zusammen mit dem Projektpartner World Wide Fund for Nature (WWF) plant das Thüringer Umweltministerium mehrere Urwaldpfade in Thüringen, um ursprüngliche Natur für Menschen vor Ort erlebbar zu machen – ein in der Form einmaliges Projekt in Deutschland. Im aktuellen WWF-Zwischenbericht sind erste Erfolge bei der Umsetzung genauso enthalten, wie die noch notwendigen weiteren Schritte. Ziel ist ein Verbund von Wandergebieten mit Wanderpfaden und Informationen, die die Wälder erlebbar machen, die sich zu Thüringens „Urwäldern von morgen“ entwickeln sollen. Geplant sind bis zu 20 Strecken an und in den urtümlichsten und schönsten nutzungsfreien Wäldern, den so genannten „Urwaldperlen“. Diese „Urwaldperlen“ sollen sich wie an einer Schnur durch die Mittelgebirgslandschaften Thüringens ziehen und dabei auch fast alle Nationalen Naturlandschaften Thüringens einbeziehen.

Im Rahmen des Projektes sind zwei Vollzeitstellen vorgesehen. Zwei Drittel des Projektvolumens von ca. 1 Mio. Euro über drei Jahre sind für Planungsleistungen und investive Maßnahmen wie etwa den Bau von Urwald-Erlebnisstationen, Beschilderungen, Urwaldpfad-App und Website vorgesehen.

Dazu erklärt Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund: „Wir haben wunderschöne Naturschätze direkt vor unserer Haustür. Die wollen wir erlebbar machen. Bis zum Ende des nächsten Jahres wollen wir bereits bis zu elf Urwaldperlen erwandern können. Wie auf einer Kette liegen diese Perlen in den Mittelgebirgslandschaften Thüringens. Es ist beeindruckend, wie der WWF die gestellte Aufgabe bereits gemeistert hat und weiter vorantreibt. Hier geht es um ein Konzept aus einem Guss – auch in Abstimmung mit Thüringen Forst, dem Wirtschafts- und dem Forstministerium und den lokalen Akteuren. Dabei entsteht auch ein touristischer Mehrwert, der den Regionen direkt zugutekommt.“

„Wir können heute beobachten, wie die Urwälder von morgen entstehen. Mit dem Projekt wollen wir die Menschen in Thüringen, aber auch Besucherinnen und Besucher von außerhalb in unsere wunderbaren Wälder holen und sie an dieser unglaublich faszinierenden Entwicklung teilhaben lassen. Eine abschließende Entscheidung zu allen potenziell in Frage kommenden Waldflächen liegt noch nicht vor, aber es freut mich sehr, dass wir bereits fünf Naturwaldgebiete konkret benennen können. Diese liegen in der Hohen Schrecke, der Östlichen Hainleite, dem Bendelebener Wald, der Westlichen Hainleite und dem Hainich“, sagt Dr. Jochen Schaub, seit 1. Mai 2018 Referent für den Urwaldpfad im WWF-Büro in Erfurt.

Hintergrund

Das Projekt wird über die Förderinitiative Ländliche Entwicklung in Thüringen (FILET), Programm zur Förderung von Maßnahmen zur Entwicklung von Natur und Landschaft (ENL) gefördert. Die Fördermittel werden von der Thüringer Aufbaubank ausgereicht. Hier investieren Europa und der Freistaat Thüringen in die ländlichen Gebiete. Das Projekt hat eine Laufzeit bis Ende 2019.

Bericht zum Zwischenstand:

http://www.thueringen.de/mam/th8/tmlfun/aktuell/mi/18078_wwf_urwaldpfad.pdf
Autor: khh

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