So, 11:06 Uhr
01.07.2018
IHK
Thüringer Handelsvolumen mit Spanien steigt
Die Konjunktur Spaniens befindet sich aufgrund des harten Reformkurses der letzten Jahre auch 2018 im Aufschwung. Davon profitieren die exportorientierten Thüringer Unternehmen. 2017 kletterte das Handelsvolumen auf 1,18 Milliarden Euro. Das entspricht einer Steigerung von mehr als fünf Prozent im Vergleich zu 2016, teilt die Industrie- und Handelskammer mit...
Allerdings sind die deutschen Firmen vor Ort von der derzeitigen politischen Lage verunsichert, denn es ist noch nicht absehbar, ob die Reformbemühungen der letzten Jahre weiterverfolgt werden.
Die hart erarbeiteten Reformen der letzten Jahre haben in Spanien zu einem Konjunkturaufschwung geführt, sagt Professor Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt. Doch die positive Entwicklung gerate zunehmend in Gefahr. Die seit Anfang Juni 2018 amtierende Minderheitsregierung stehe auf wackligen Füßen. So sei die politische Auseinandersetzung um die Unabhängigkeit Kataloniens nach wie vor ungelöst.
Bisher hat der Konflikt jedoch keine Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung in Spanien. Der private Konsum steigt und die Arbeitslosenquote ist auf rund 17 Prozent gefallen, erläutert Grusser. Darüber hinaus würden deutsche Unternehmen in einer aktuellen Umfrage der Deutschen Auslandshandelskammer in Madrid von guten Geschäftsaussichten und expansiven Investitionsplänen berichten.
Auch die Thüringer Unternehmen unterhalten stabile wirtschaftliche Beziehungen mit der Iberischen Halbinsel. Spanien zählt seit Jahren zu den 15 wichtigsten Handelspartnern des Freistaats, berichtet der IHK-Chef. So seien 2017 Waren im Wert von 886 Millionen Euro exportiert und 293 Millionen Euro importiert worden. Damit belege Spanien im Exportländerranking Platz sechs. Die 243 aktiven Thüringer Unternehmen lieferten vor allem Fahrzeugteile, Messtechnik, Waren aus Kunststoff und elektronische Geräte. Bei den Einfuhren dominierten Kfz-Teile wie Karosserien, Fahrgestelle und Motoren. Den Großteil am Importgeschäft machten jedoch frisches Gemüse, Kräuter und Obst aus.
Autor: redAllerdings sind die deutschen Firmen vor Ort von der derzeitigen politischen Lage verunsichert, denn es ist noch nicht absehbar, ob die Reformbemühungen der letzten Jahre weiterverfolgt werden.
Die hart erarbeiteten Reformen der letzten Jahre haben in Spanien zu einem Konjunkturaufschwung geführt, sagt Professor Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt. Doch die positive Entwicklung gerate zunehmend in Gefahr. Die seit Anfang Juni 2018 amtierende Minderheitsregierung stehe auf wackligen Füßen. So sei die politische Auseinandersetzung um die Unabhängigkeit Kataloniens nach wie vor ungelöst.
Bisher hat der Konflikt jedoch keine Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung in Spanien. Der private Konsum steigt und die Arbeitslosenquote ist auf rund 17 Prozent gefallen, erläutert Grusser. Darüber hinaus würden deutsche Unternehmen in einer aktuellen Umfrage der Deutschen Auslandshandelskammer in Madrid von guten Geschäftsaussichten und expansiven Investitionsplänen berichten.
Auch die Thüringer Unternehmen unterhalten stabile wirtschaftliche Beziehungen mit der Iberischen Halbinsel. Spanien zählt seit Jahren zu den 15 wichtigsten Handelspartnern des Freistaats, berichtet der IHK-Chef. So seien 2017 Waren im Wert von 886 Millionen Euro exportiert und 293 Millionen Euro importiert worden. Damit belege Spanien im Exportländerranking Platz sechs. Die 243 aktiven Thüringer Unternehmen lieferten vor allem Fahrzeugteile, Messtechnik, Waren aus Kunststoff und elektronische Geräte. Bei den Einfuhren dominierten Kfz-Teile wie Karosserien, Fahrgestelle und Motoren. Den Großteil am Importgeschäft machten jedoch frisches Gemüse, Kräuter und Obst aus.