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Mo, 11:17 Uhr
23.07.2018
Waldbrandgefahr im Nationalpark Harz

Es wird brandheiß

Trotz örtlicher Regenschauer am Wochenende ist die Brandgefahr in den Wäldern des Harzer Nationalparks – und nicht nur dort – weiter sehr hoch. Aufgrund der Wettervorhersage für die nächsten Tage wird sich die Situation weiter verschärfen, Wanderer sollten daher einige grundsätzliche Regeln beachten...

Sehr hohe Temperaturen, ungebremste Sonneneinstrahlung und kein Regen in Sicht – das ist eine brisante Mischung. Trotz der Warnhinweise in allen Medien gibt es immer wieder unvernünftige Zeitgenossen, die meinen, bei größter Trockenheit im Wald grillen oder ein Lagerfeuer anzünden zu können.

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Deshalb noch einmal der eindringliche Hinweis auf das Rauchverbot und das Verbot, Feuer zu entfachen. Ebenso sind keine Autos an den Waldeingängen zu parken, weil die heißen Katalysatoren die vertrocknete Vegetation entzünden können.

Brandstiftung ist ein Straftatbestand!

Aber mindestens genauso schwerwiegend sind die Folgen für die Natur. Viele Kleinlebewesen können den Flammen nicht entkommen, ebenso werden wertvolle Pflanzenarten, Moose und Flechten vernichtet. Die große Besonderheit des Hochharzes sind seine Moorflächen – sie sind besonders gefährdet. In vielen Wäldern ist aufgrund der klimatischen Verhältnisse in den Hochlagen eine dicke Rohhumus- oder Torfschicht ausgebildet. Aufgrund der langen Trockenheit sind diese Bereiche derzeit stark ausgetrocknet. Das Gefährliche an Moorböden ist, dass sich das Feuer tagelang unerkannt unterirdisch „durchfressen“ kann, um dann unvermittelt bei Luftzufuhr an anderer Stelle wieder aufzuflammen. Gerade die Moore gehören zu unseren wertvollsten Naturräumen – hier würden über viele Jahrzehnte unwiederbringliche Verluste entstehen. Außerdem bergen solche Moorbrände auch Gefahren für Leib und Leben vieler Menschen.

Diese Dinge sollen sich alle Menschen klarmachen, die den Wald besuchen. Wir wollen ausdrücklich keine Sperrungen von Waldgebieten, gerade in der Ferienzeit, aber das erfordert das umsichtige Verhalten jedes Einzelnen, damit viele Menschen den Nationalpark Harz erleben können.
Dr. Friedhart Knolle,
Nationalpark Harz
Autor: red

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Kommentare
geloescht.20250302
23.07.2018, 19:28 Uhr
Laubwald.
Ich war heute auf dem Possen und habe sehr viele Autos und Wanderer gesehen.

Da kann man froh sein, dass wir nicht viele trockene leichtentzündliche Nadelgehölzer im Wald haben.

Bei soviel Dummheit und Leichtsinn der Menschen wie zuletzt an Rändern trockener Felder würden uns wohl auch Brandszenarien wie in Kalifornien, Portugal oder Spanien drohen.
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