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Fr, 13:24 Uhr
27.07.2018
Polizei warnt vor "Romance" oder "Love Scamming"

Singles im Visier von skrupellosen Betrügern

Auch im Freistaat Thüringen häufen sich Fälle, in denen alleinstehende Personen auf der Suche nach Liebe und Partnerschaft von skrupellosen Betrügern um hohe Summen gebracht werden. Die Polizei spricht bei diesem Phänomen vom sog. „Romance“- oder „Love Scamming“...

Der Thüringer Polizei wurden in den vergangenen 18 Monaten fast 50 solcher Fälle angezeigt. In mehr als zwei Dritteln der Fälle wurden hohe Geldbeträge an die Täter gezahlt, im Schnitt 15.000 Euro. Insgesamt entstand so ein Schaden in Höhe von fast 700.000 Euro.

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Bei den Geschädigten handelt es sich um Personen, die über Partnerbörsen, Dating Portalen oder sozialen Medien auf Partnersuche sind. In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle (80%) sind es Frauen mittleren Alters.

Die Liebesbetrüger schrecken oft vor nichts zurück, um Gefühle zu heucheln. Es geht darum eine emotionale Bindung zu erzeugen, um dann die Hilfsbereitschaft ausnutzen zu können. Sie agieren immer mit individuellen Legenden. Die Täter geben sich meist als gebildete Männer aus, beispielsweise als Ingenieure auf Ölplattformen, hochrangige Offiziere bei der US-Army, Arzt im Ausland (meist Kriegsgebiete), Geschäftsmann mit eigener Firma etc. Auf den Profilbildern in den Portalen sieht man oft attraktive Männer. Weibliche „Scammer“ behaupten meist Lehrerinnen, Krankenschwestern oder Ärztinnen zu sein. Diese Frauen sind auf den Bildern sehr attraktiv und locken mit ihrem Aussehen. Die Profile sind jedoch gefälscht und die Fotos meistens gestohlen.

Während die weiblichen Täterinnen überwiegend im osteuropäischen Raum verortet werden können, ist eine genaue geografische Zuordnung der männlichen Täter nicht möglich. Sie dürften aber überwiegend aus Afrika (Ghana, Nigeria) stammen.

Haben die Täter das Vertrauen der Geschädigten durch Komplimente und emotionale Bindung gewonnen, werden unter vielfältigsten Gründen Geldbeträge gefordert, wobei meist der Besuch des Opfers in Aussicht gestellt wird. Die Gelder werden z. B.: für die Beschaffung von Flugtickets, Reisepässen, Visum etc. benötigt bzw. diverse andere Notlagen vorgetäuscht.

Lassen sich die Geschädigten darauf ein, weil sie glauben, den „richtigen Partner für’s Leben“ gefunden zu haben und signalisieren zu helfen, werden ihnen nachfolgend aufgeführte Zahlungswege durch die Täter vorgegeben:
  • Überweisungen auf in- und ausländische Kontonummern (Länder weltweit)
  • Überweisungen per Western Union oder MoneyGram
Offerieren die Geschädigten, kein Geld mehr zu haben, bricht der Kontakt abrupt ab. Erst dann merken die Personen, dass sie Opfer eines Betruges geworden sind.
Das Landeskriminalamt gibt zur Verhinderung von Straftaten und finanziellen Schäden folgende Hinweise:
  • Auch wenn Gefühle im Spiel sind: Benutzen Sie ihren gesunden Menschenverstand. Überprüfen Sie im Zweifel das Profil, den Namen, die Bilder.
  • Geben Sie grundsätzlich keine Auskunft über die eigenen Vermögensverhältnisse.
  • Brechen Sie den Kontakt ab, wenn finanzielle Forderungen gestellt werden. Halten Sie bei Familienangehörigen oder Freunden Rücksprache.
  • Überweisen Sie kein Geld ins Ausland.
  • Übermitteln Sie keine persönlichen oder intimen Fotos. Dies könnte für eine Erpressung genutzt werden.
  • Als Bankmitarbeiter sollten Sie hellhörig werden, wenn Kundinnen oder Kunden einen für ihre Verhältnisse ungewöhnlich hohen Betrag abheben oder ins Ausland überweisen möchten. Erfragen Sie die Hintergründe.
  • Informieren Sie die Polizei und erstatten Sie Anzeige.

Weitere Informationen bekommen Sie auch im Internet unter:
https://www.polizei-beratung.de/themen-und-ttipps/betrug/scamming/romance-scamming/
Autor: red

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Kommentare
Conner
27.07.2018, 15:17 Uhr
Ich kann kaum glauben
das wirklich jemand auf so etwas rein fällt.Das ist ja genauso blöd wie der Kaffeefahrttrick.
geloescht.20250302
27.07.2018, 16:11 Uhr
Na ja Fienchen....
...ich würde das nicht so pauschal als Dummheit beurteilen.

Wir alle waren doch schon mal allein...Bei Rammstein heisst es "Sehnsucht versteckt sich wie ein Insekt. Im Schlaf merkst du nicht, wenn es dich sticht..."

So was erklärt sich dadurch, dass wir alle mal alt und verwitwet oder geschieden sein können, wenn wir nicht vorher durch eigenes Ableben die Sozialkassen entlasten...

Was allerdings nicht entschuldigt, die Warnungen der Polizei und Reportagen auch der Öffentlich Rechtlichen Medien zu diesen perversen Abzockereien zu ignorieren...Auch Zeitungen berichten regelmässig darüber.

Volksmusik und Schlager im TV sind leider für manche wichtiger als investigative Magazine und Reportagen.

Dümmer finde ich dann eher, den Einkaufswagen samt Brieftasche unbeaufsichtigt stehen zu lassen oder letztere im Auto sichtbar inklusive Bargeld, Papieren und diversen Karten zu drapieren.
Grün
27.07.2018, 17:26 Uhr
@tannhäuser
Nein, Nein. Das ist wirklich einfach nur dumm und dämlich. Das darf ich als Langzeit-Single sagen. Und dann gibt es Personen wie Sie, die für so eine Idiotie noch eine Erklärung finden. Nur Schlager und Volksmusik finden dann doch keine Toleranz bei Ihnen :D Aber dafür sind Sie ja berühmt-berüchtigt. Herzlich Glückwunsch.

Einen schönes Wochenende.
Leo 1A5
27.07.2018, 18:27 Uhr
Ilussionen....
wer kennt das nicht das Gefühl ,, Deckel auf Topf" das passt!?!

da wird schnell jede Vernunft über Bord geworfen und alles vorher war ja eh ,,Schei..." .

Andere Generationen hätte da anders gehandelt aber so geht halt alles vor die Hunde Freundschaften zerbrechen weil einer den anderen die Ehefrau ausspannt etc.

Ich glaube nicht das sowas wirklich glücklich macht deshalb beneide ich da auch keinen und sei die Frau noch so attraktiv!

Wer einmal die andere Seite der Medaille gesehen hat müsste es verstehen.

Lieber allein als von einer falschen Schlange umgeben was nicht heißt als Einsiedler zu leben wobei selbst das besser ist als die andere Alternative(Schlange füttern).

Menschen enttäuschen einen immer irgendwann und dann tut es weh aber seine Rechnung bekommt jeder für sein handeln irgendwann früher oder später ohne Zutun (Schicksal).

Das beruhigt!

Wer andere Jahrelang ausnutzt und dann wegwirft ist einfach nur das Letzte!
geloescht.20250302
27.07.2018, 19:03 Uhr
Ihr Glück Röschen!
Ich habe keine Geschwätzwissenschaft studiert und werde Sie deshalb auch nicht in eine meiner berühmt-berüchtigten Therapiesitzungen zur Befreiung von Ihrem Single-Dasein einladen.

Wobei ich Ihnen dort aber auch eine Kontaktsperre zu ausländischen Firmenerben empfehlen und von Geldüberweisungen auf ausserdeutsche Konten abraten würde.
Jürgen Wiethoff
28.07.2018, 08:35 Uhr
Liebesgeflüster
Erst durch solche Zeitungsartikel und die Kommentare wird einem manchmal deutlich, dass es Ärgernisse gibt, die man selbst schon einige Zeit als nervig, aber leicht durchschaubar, eingestuft hat. Erst dann wird mir klar, dass man viel früher mal darauf hinweisen sollte.

Hier meine „Ausbeute“ von gestern im Wortlaut:
„Hey :) ich weißt du hast noch keine Ahnung wer ich bin, aber das erkläre ich dir gerne. Ich bin die Frida, single, 37 Jahre und habe dich durch Zufall entdeckt und finde dich total süß, doch habe mich lange nicht getraut mich bei dir zu melden. Jetzt habe ich mich überwunden und mache es einfach. Ich bin seit einer längeren Zeit single und denke jemanden wie dich jetzt kennenzulernen ist gerade der richtige Zeitpunkt. Bei mir wird Charakter und Humor groß geschrieben, ich achte hauptsächlich auf die inneren Werte. Ich bin lange genug alleine gewesen. Ich möchte wieder Zweisamkeit genießen, meine Fantasien ausleben sowie zusammen einschlafen oder mit einem Kuss geweckt werden... Hoffentlich freust du dich über meine Nachricht, denn ich würde mich über eine Antwort sehr freuen. Bis bald, ich freue mich.. Kussi, deine Frida.“

Das alles versendet Frida mit einer total kryptischen email-Adresse. Die Antwort möchte sie auf eine andere, ebenfalls kryptische Adresse. Schon deshalb ist meine Standard-Bearbeitungsmethode: G-G-G (gelesen-gelacht-gelöscht).
Falls Frida nnz-online liest (was ich nicht glaube, aber man kann´s ja mal versuchen), hier meine Antwort in einem offenen Brief:

Hej Frida, du hast auch keine Ahnung wer ich bin und das brauche ich dir nicht zu erklären, weil du es weißt. Du könntest locker meine Tochter sein und ich bin auch nicht längere Zeit single, ich bin überhaupt nicht single.
Wir haben aber auch eine Gemeinsamkeit: Bei mir wird Charakter und Humor auch groß geschrieben und ich achte auch hauptsächlich auf die inneren Werte. Dein beiliegendes Bild zeigt aber nur die beachtlichen äußeren Werte. Innere kann ich nicht mal im Ansatz erkennen, denn dann hättest du mir diese mail gar nicht erst geschrieben.
Lass dir meine Geheimnisse verraten: Es gibt in den öffentlichen Portalen des Internets kein Bild von mir. Selbst dort, wo meine Freunde ein Bild von mir erwarten, ist da nichts außer Text.
Ich bin auch nicht reich und du bist nicht mein Typ – so ganz und gar nicht. Selbst wenn du es wärst, siehe oben (G-G-G).
Kräftige Ohrfeige, Jürgen
Conner
28.07.2018, 09:42 Uhr
Jürgen Wiethoff
guter Kommentar......Verstand einschalten bevor man Geld ins Ausland oder an Fremde überweist.....
bella123blau
28.07.2018, 14:34 Uhr
Betrug
Wie kann man nur immer wieder auf diese Trickbetrüger hereinfallen ,egal welcher Art und Vertrauen schenken ?
Beim Geld hört doch die Freundschaft bekanntlich auf !
geloescht.20250302
28.07.2018, 16:01 Uhr
Die Grenzen...
...zwischen Dummheit (Ist das ein pathologisch autorisierter Begriff?) und Leichtgläubigkeit wird mir an dieser Stelle zu leichtfertig verwischt.

Ob man selbst in einer festen Beziehung lebt oder nach einem neuen Partner sucht, sollte bei der Beurteilung des naiven Verhaltens Anderer keine Rolle spielen.

Jürgen Wiethoffs Kommentar finde ich auch klasse. Nicht aber die Meinungen nach dem Gusto " Ich bin zu intelligent, um mich betrügen zu lassen..."
Jürgen Wiethoff
29.07.2018, 14:27 Uhr
Selbstkritik
Wo „tannhäuser“ Recht hat, muss er das auch behalten. Was als Selbstkritik zum Thema „unterlassene Hilfeleistung“ gedacht war, hört sich beim unparteiischen Durchlesen ganz schön arrogant an. Wer das als Betroffener auch so empfunden hat, möge mir verzeihen.
Es gibt fraglos auch Gebiete, wo man mich verar….. kann. Die erzähle ich jetzt nicht, würde mich aber freuen, wenn einer, der unvermittelt in eine Falle gelaufen ist, mich und alle anderen nnz-Leser vorwarnt.
geloescht.20250302
29.07.2018, 16:22 Uhr
Mir ging es nicht um Recht behalten.
Ihr Kommentar war wirklich mit Genuss zu lesen, Herr Wiethoff.

Und wenn Sie es so empfinden, dass ich Sie als arrogant bezeichnet hätte, möchte ich mich für dieses Missverständnis entschuldigen.
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