Fr, 20:54 Uhr
07.09.2018
Aus dem Vereinsleben
Erste Hilfe aufgefrischt im WB 4
Im WB 4, da werden Sie geholfen, um einen Spruch aus eine Werbung etwas abzuwandeln. Dazu dieser Bericht...
T.Leipold hatte Frau Rowena Springsguth vom DRK-Kreisverband des Kyffhäuserkreises für eine besondere und nicht nur seniorengerechte Schulung in Erster Hilfe gewinnen können. Aber gleich vorweg, wer glaubt ältere Leute hätten wieder vieles aus den Erste Hilfe Kursen z. B. für den Erwarb des Führerscheins vergessen, der irrt. Dass es trotzdem einiges Neues gab, auch dem medizinischen Fortschritt geschuldet, das ist normal und altersunabhängig. Im Vorfeld hatten wir uns gemeinsam einige Themenkomplexe überlegt. Jedoch wurde der gedachte Plan schnell über den Haufen geworfen, denn unsere Mitglieder waren nicht nur sehr interessiert, sie stellten auch viele praktische Fragen. Frau Springsguth war aber auch darauf gut vorbereitet und gestaltete viel Fragen mit uns im Zwiegespräch und Erläuterungen sehr gut. Einiges habe ich hier mal zusammengetragen.
Rettungspunkte, was ist das?
Interessant, nicht nur für die Wanderer, Wandergruppen, Biker und mehr ist, dass es auch im Wald Rettungspunkte gibt die mit einem roten Schild gekennzeichnet und mit 3stelliger Nummer versehen sind. An diesen Punkten soll es neben GPS-Empfang auch Handyfunksignal geben. Diese Rettungspunkte sollten auch mit Rettungsmitteln gut zu erreichen sein.
Nächste Frage: Was muss beim Absetzen eines Notrufe beachtet werden?
Notruf über die Telefonnummer 112. Geht auch mit jedem Handy, auch ohne SIM-Karte!
Als Erstes angeben: Wo befinde ich mich! – Falls die Funkverbindung abreißen sollte, dann ist zumindest der Ort bekannt für weitere Maßnahmen.
Als zweite Angabe: Was ist passiert!
Als nächste Angabe: Wie viele! Die weiteren Angaben, Anweisungen und Hilfen erfolgen durch die Rettungsleitstelle bzw. Rettungskräfte. Also bitte vorher nicht auflegen und das Gespräch einseitig beenden.
Was ist ein Hausnotruf?
Über die Tel. 116117 wird ein sogenannter Hausnotruf initialisiert. Dieser landet in einer Leitstelle, wo bestimmte Angaben abgefragt werden und auch die notwendigen Maßnahmen, wie zum Beispiel häuslicher Arztbesuch (bei Dringlichkeit), Krankenwagen und mehr organisiert wird.
Dann ging es mit den praktischen Fragen und Übungen weiter.
Erster Hinweis von Frau Springsguth: Man solle, auch zum Eigenschutz bei der Ersten Hilfe und bei Wundversorgungen an anderen Personen immer Handschuhe (Einweghandschuhe) tragen.
Frage aus der Gruppe. Wie versorge ich eine Wunde? Nimmt man noch Jod für den Wundrand?
Klare Aussage: Jede offene Wunde muss man zumindest steril abdecken. Der landläufige Glaube von früher – Lass Luft dran, dann gibt’s nicht so hässliche Narben! Ist längst überholt, denn dann gibt es auf jeden Fall eine Narbe. In der heutigen Zeit ist aber die Medizin und Wundversorgung schon lange so weit, dass man eine sichtbare Narbe oftmals vermeiden kann und gar nicht erst entstehen lassen kann. Im praktischen Teil bekam Ines Leipold z. B. ein Fingerpflaster verpasst, denn wie schnell hat man sich mal im Haushalt geschnitten oder an etwas aufgerissen. Wie einfach man sich so ein Fingerpflaster doch selbst aus einem Streifen Pflaster oder aus Meterware ganz einfach selbst anfertigen kann, das erstaunte doch etliche Teilnehmer. Es muss halt nicht immer das teure gekaufte Fingerpflaster aus dem Markt sein. Außerdem ist das selbst gemachte Fingerpflaster genau auf die Verletzung zugeschnitten.
Nächste Frage: Wie versorge ich größere Verletzungen, die bluten? Wie lege ich einen Verband richtig an und welchen?
Als anschauliches Opfer hatte man sich Ludwig Plötner ausgesucht. Zur Demonstration sollte er gestürzt sein und eine offene und blutende Wunde am Kopf haben. Um die Blutung zu stillen empfehle es sich hier einen Druckverband als Kopfverband anzulegen. Wie macht man das am Kopf und auf der Stirn? Welche Verbandsmittel verwende ich hierzu?
Mit Tipps und Anleitung von Frau Springsguth wurde der Patient Plötner durch Ines Leipold ganz schnell und fachgerecht erst-versorgt.
Bei Monika Menz wurde eine Blutung am unteren Arm mit einem Druckverband versorgt.
Frage aus der Gruppe: Was mache ich bei Verbrennungen, z. B. beim Kochen?
Klare Antwort: Kleinere Verbrennungen (kleiner als die eigene Handfläche) soll man in der Ersthilfe kühlen, größere Verbrennungen müssen abgedeckt werden (auch wegen weiterer Infektionsgefahr) und gegebenenfalls den Verletzten in Schocklage bzw. in stabile Seitenlage bringen. Das wurde wieder an Monika Menz als Verletzte Person praktisch geübt und gezeigt. Wie setze ich die Rettungsdecke ein. Welche Seite der dünnen Plastikdecke (Rettungsdecke) aus dem Erste-Hilfe Kasten (goldene Seite und andere silberne Seite) gehört wohin? Warum ist das Erhalten der normalen Körpertemperatur oftmals so wichtig und wie schnell kann ein Körper am Unfallort auskühlen? Alles wichtige Fragen.
Kinder, wie bei solch interessanten und wichtigen Themen uns Fragen doch die Zeit vergeht?! Eines wollte Frau Springsguth aber unbedingt noch zeigen, erklären und an einem Übungsgerät demonstrieren.
Was ist ein AED wurde gefragt? Ich glaube, wer vor 20 Jahren seinen letzten Erste Hilfe Kurs hatte, könnte diese Frage bestimmt auch nicht ganz sicher beantworten, oder?!
Die Abkürzung AED steht für Automatischen Externen Defibrillatoren. Zum Einsatz kommen soll es als Unterstützung, wenn die Herz-Lungenfunktion beeinträchtigt ist. Das bedeutet, wenn die Vermutung für z. B. einen Herzinfarkt besteht oder eine Wiederbelebung durchgeführt werden müsste.
Übrigens, auch bei der Wiederbelebung durch Herzdruckmassage und Mund – zu – Mund-Beatmung haben sich die Technik und der Intervall bereits seit einiger Zeit geändert. Mehr erfahren Sie bei Ihrem nächsten Erste-Hilfe Kurs, frischen Sie doch auch Ihr Wissen, Kenntnisse und praktischen Übungen dazu auf.
Das Gerät misst bestimmte Körperfunktionen automatisch und selbstständig und startet die notwendigen Anwendungen. Anweisungen für den Erste Hilfe Leistung gebenden werden auch akustisch gegeben. Das Gerät erkennt z. B. wenn der Verletzte einen Herzschrittmacher trägt, erkennt auch wenn die Klebepads nicht an die richtigen Stellen des Körpers angelegt wurden.
Wo findet man solche Geräte? In vielen Ämtern, Behörden, größere öffentliche Einrichtungen, auch Kaufhäuser usw. sind sie gut sichtbar an prägnanten Stellen angebracht. Die Bedienung solle auch durch einen Laien sehr einfach und gut durchzuführen sein. Stimmt, haben wir im praktischen Teil auch mit dem Demo-Gerät erleben dürfen. Aber keine Angst, ein Elektroschock wurde hier am lebenden Test-Objekt nicht ausgelöst, schließlich war später dann die Kaffeetafel auch eingeplant.
Frau Springsguth deutete aber noch die Technik bei der Herzdruckmassage an.
Die Ortsgruppenvorsitzende vom WB 4, Christa Groß, bedankte sich ganz herzlich für diesen anschaulichen und praktischen Erste-Hilfe-Kurs. Wir haben vereinbart im nächsten Jahr wieder so einen Kurs gemeinsam zu veranstalten, dann auch mit Übungs-Puppe zum praktischen Üben verschiedener Leistungen und Techniken. Unsere Seniorinnen sind jetzt schon Feuer und Flamme und freuen sich darauf.
Für die Kaffeetafel hatte Herr Haubner vom Handwerkerstübchen wieder zwei leckere, selbst gefertigte Kuchen und auch herzhafte Gerichte im Angebot, also für jeden Geschmack etwas Passendes.
Im Anschluss gab Thomas Leipold die nächsten Termine und Veranstaltungen bekannt.
Das nächste Treffen der Gruppe vom WB 4 findet am 18. 9. Um 14 Uhr wieder im Handwerkerstübchen statt.
Haben auch Sie Interesse an gemütlichem Beisammensein mit rüstigen, aufgeschlossenen Senioren, vielfältigen interessanten Veranstaltungen? Dann kommen Sie doch als Gast zu uns und schnuppern in die Gruppe hinein.
Text und Bilder:
Thomas Leipold
Ortsgruppenvorstand WB 4 der VS in Sondershausen
Autor: khhT.Leipold hatte Frau Rowena Springsguth vom DRK-Kreisverband des Kyffhäuserkreises für eine besondere und nicht nur seniorengerechte Schulung in Erster Hilfe gewinnen können. Aber gleich vorweg, wer glaubt ältere Leute hätten wieder vieles aus den Erste Hilfe Kursen z. B. für den Erwarb des Führerscheins vergessen, der irrt. Dass es trotzdem einiges Neues gab, auch dem medizinischen Fortschritt geschuldet, das ist normal und altersunabhängig. Im Vorfeld hatten wir uns gemeinsam einige Themenkomplexe überlegt. Jedoch wurde der gedachte Plan schnell über den Haufen geworfen, denn unsere Mitglieder waren nicht nur sehr interessiert, sie stellten auch viele praktische Fragen. Frau Springsguth war aber auch darauf gut vorbereitet und gestaltete viel Fragen mit uns im Zwiegespräch und Erläuterungen sehr gut. Einiges habe ich hier mal zusammengetragen.
Rettungspunkte, was ist das?
Interessant, nicht nur für die Wanderer, Wandergruppen, Biker und mehr ist, dass es auch im Wald Rettungspunkte gibt die mit einem roten Schild gekennzeichnet und mit 3stelliger Nummer versehen sind. An diesen Punkten soll es neben GPS-Empfang auch Handyfunksignal geben. Diese Rettungspunkte sollten auch mit Rettungsmitteln gut zu erreichen sein.
Nächste Frage: Was muss beim Absetzen eines Notrufe beachtet werden?
Notruf über die Telefonnummer 112. Geht auch mit jedem Handy, auch ohne SIM-Karte!
Als Erstes angeben: Wo befinde ich mich! – Falls die Funkverbindung abreißen sollte, dann ist zumindest der Ort bekannt für weitere Maßnahmen.
Als zweite Angabe: Was ist passiert!
Als nächste Angabe: Wie viele! Die weiteren Angaben, Anweisungen und Hilfen erfolgen durch die Rettungsleitstelle bzw. Rettungskräfte. Also bitte vorher nicht auflegen und das Gespräch einseitig beenden.
Was ist ein Hausnotruf?
Über die Tel. 116117 wird ein sogenannter Hausnotruf initialisiert. Dieser landet in einer Leitstelle, wo bestimmte Angaben abgefragt werden und auch die notwendigen Maßnahmen, wie zum Beispiel häuslicher Arztbesuch (bei Dringlichkeit), Krankenwagen und mehr organisiert wird.
Dann ging es mit den praktischen Fragen und Übungen weiter.
Erster Hinweis von Frau Springsguth: Man solle, auch zum Eigenschutz bei der Ersten Hilfe und bei Wundversorgungen an anderen Personen immer Handschuhe (Einweghandschuhe) tragen.
Frage aus der Gruppe. Wie versorge ich eine Wunde? Nimmt man noch Jod für den Wundrand?
Klare Aussage: Jede offene Wunde muss man zumindest steril abdecken. Der landläufige Glaube von früher – Lass Luft dran, dann gibt’s nicht so hässliche Narben! Ist längst überholt, denn dann gibt es auf jeden Fall eine Narbe. In der heutigen Zeit ist aber die Medizin und Wundversorgung schon lange so weit, dass man eine sichtbare Narbe oftmals vermeiden kann und gar nicht erst entstehen lassen kann. Im praktischen Teil bekam Ines Leipold z. B. ein Fingerpflaster verpasst, denn wie schnell hat man sich mal im Haushalt geschnitten oder an etwas aufgerissen. Wie einfach man sich so ein Fingerpflaster doch selbst aus einem Streifen Pflaster oder aus Meterware ganz einfach selbst anfertigen kann, das erstaunte doch etliche Teilnehmer. Es muss halt nicht immer das teure gekaufte Fingerpflaster aus dem Markt sein. Außerdem ist das selbst gemachte Fingerpflaster genau auf die Verletzung zugeschnitten.
Nächste Frage: Wie versorge ich größere Verletzungen, die bluten? Wie lege ich einen Verband richtig an und welchen?
Als anschauliches Opfer hatte man sich Ludwig Plötner ausgesucht. Zur Demonstration sollte er gestürzt sein und eine offene und blutende Wunde am Kopf haben. Um die Blutung zu stillen empfehle es sich hier einen Druckverband als Kopfverband anzulegen. Wie macht man das am Kopf und auf der Stirn? Welche Verbandsmittel verwende ich hierzu?
Mit Tipps und Anleitung von Frau Springsguth wurde der Patient Plötner durch Ines Leipold ganz schnell und fachgerecht erst-versorgt.
Bei Monika Menz wurde eine Blutung am unteren Arm mit einem Druckverband versorgt.
Frage aus der Gruppe: Was mache ich bei Verbrennungen, z. B. beim Kochen?
Klare Antwort: Kleinere Verbrennungen (kleiner als die eigene Handfläche) soll man in der Ersthilfe kühlen, größere Verbrennungen müssen abgedeckt werden (auch wegen weiterer Infektionsgefahr) und gegebenenfalls den Verletzten in Schocklage bzw. in stabile Seitenlage bringen. Das wurde wieder an Monika Menz als Verletzte Person praktisch geübt und gezeigt. Wie setze ich die Rettungsdecke ein. Welche Seite der dünnen Plastikdecke (Rettungsdecke) aus dem Erste-Hilfe Kasten (goldene Seite und andere silberne Seite) gehört wohin? Warum ist das Erhalten der normalen Körpertemperatur oftmals so wichtig und wie schnell kann ein Körper am Unfallort auskühlen? Alles wichtige Fragen.
Kinder, wie bei solch interessanten und wichtigen Themen uns Fragen doch die Zeit vergeht?! Eines wollte Frau Springsguth aber unbedingt noch zeigen, erklären und an einem Übungsgerät demonstrieren.
Was ist ein AED wurde gefragt? Ich glaube, wer vor 20 Jahren seinen letzten Erste Hilfe Kurs hatte, könnte diese Frage bestimmt auch nicht ganz sicher beantworten, oder?!
Die Abkürzung AED steht für Automatischen Externen Defibrillatoren. Zum Einsatz kommen soll es als Unterstützung, wenn die Herz-Lungenfunktion beeinträchtigt ist. Das bedeutet, wenn die Vermutung für z. B. einen Herzinfarkt besteht oder eine Wiederbelebung durchgeführt werden müsste.
Übrigens, auch bei der Wiederbelebung durch Herzdruckmassage und Mund – zu – Mund-Beatmung haben sich die Technik und der Intervall bereits seit einiger Zeit geändert. Mehr erfahren Sie bei Ihrem nächsten Erste-Hilfe Kurs, frischen Sie doch auch Ihr Wissen, Kenntnisse und praktischen Übungen dazu auf.
Das Gerät misst bestimmte Körperfunktionen automatisch und selbstständig und startet die notwendigen Anwendungen. Anweisungen für den Erste Hilfe Leistung gebenden werden auch akustisch gegeben. Das Gerät erkennt z. B. wenn der Verletzte einen Herzschrittmacher trägt, erkennt auch wenn die Klebepads nicht an die richtigen Stellen des Körpers angelegt wurden.
Wo findet man solche Geräte? In vielen Ämtern, Behörden, größere öffentliche Einrichtungen, auch Kaufhäuser usw. sind sie gut sichtbar an prägnanten Stellen angebracht. Die Bedienung solle auch durch einen Laien sehr einfach und gut durchzuführen sein. Stimmt, haben wir im praktischen Teil auch mit dem Demo-Gerät erleben dürfen. Aber keine Angst, ein Elektroschock wurde hier am lebenden Test-Objekt nicht ausgelöst, schließlich war später dann die Kaffeetafel auch eingeplant.
Frau Springsguth deutete aber noch die Technik bei der Herzdruckmassage an.
Die Ortsgruppenvorsitzende vom WB 4, Christa Groß, bedankte sich ganz herzlich für diesen anschaulichen und praktischen Erste-Hilfe-Kurs. Wir haben vereinbart im nächsten Jahr wieder so einen Kurs gemeinsam zu veranstalten, dann auch mit Übungs-Puppe zum praktischen Üben verschiedener Leistungen und Techniken. Unsere Seniorinnen sind jetzt schon Feuer und Flamme und freuen sich darauf.
Für die Kaffeetafel hatte Herr Haubner vom Handwerkerstübchen wieder zwei leckere, selbst gefertigte Kuchen und auch herzhafte Gerichte im Angebot, also für jeden Geschmack etwas Passendes.
Im Anschluss gab Thomas Leipold die nächsten Termine und Veranstaltungen bekannt.
Das nächste Treffen der Gruppe vom WB 4 findet am 18. 9. Um 14 Uhr wieder im Handwerkerstübchen statt.
Haben auch Sie Interesse an gemütlichem Beisammensein mit rüstigen, aufgeschlossenen Senioren, vielfältigen interessanten Veranstaltungen? Dann kommen Sie doch als Gast zu uns und schnuppern in die Gruppe hinein.
Text und Bilder:
Thomas Leipold
Ortsgruppenvorstand WB 4 der VS in Sondershausen











