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Do, 15:42 Uhr
20.09.2018
Kommunalpolitiker äußern sich

Wer spielt hier mit gezinkten Karten?

Seit über einem Jahr ist die Zukunft des DRK-Krankenhauses in der Diskussion und hat nun offensichtlich seinen Höhepunkt erreicht, wie ich in Gesprächen mit Mitarbeitern des Krankenhauses erfuhr, so Bundestagsmitglied und Kreistagsmitglied Kersten Steinke (Die Linke) in einer Stellungnahme zur Problematik Umstrukturierung DRK Krankenhaus Bad Frankenhausen. Hier der weitere Wortlaut der die Forderung nach einem runden Tisch enthält...

Am Anfang stand eine emotionale und unergiebige Diskussion mit einem Beschluss im Kreistag, der sich offensichtlich als realitätsfern erwiesen hat, dem die linke Fraktion nicht zugestimmt hat.

In einer Verlautbarung des DRK und einem Brief an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenhauses wird gesagt, dass die Strategie zur Zukunft der Standorte nun fest steht und dass die Abteilung Inneres in Bad Frankenhausen auch weiterhin ein wichtiger und unverzichtbarer Teil des Krankenhauses bleiben wird.

Weiterhin heißt es in dem Brief:“...Für den Ärztlichen Dienst, den Funktionsdienst der Anästhesie und des OP sowie im Bereich der Notfallmedizin wird es einen gemeinsamen Dienstplan für Bad Frankenhausen uns Sondershausen geben.“

Mittlerweile ist bekannt, dass nicht mehr operiert wird, der Notarztwagen Bad Frankenhausen nicht mehr anfährt, die zwei Abteilungen Inneres zusammen gelegt werden und die Chirurgie ihre Arbeit längst eingestellt hat. Das Krankenhaus gleicht immer mehr einem Geisterhaus, trotz hervorragenden Mitarbeitern, Ärzten und Ausstattung.

Doch von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird Engagement und Loyalität erwartet. Wofür eigentlich? Monatelang wurden sie nicht informiert, Unsicherheit und Zukunftsangst machte sich breit, einige Ärzte und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben das Krankenhaus bereits verlassen.

In meinen Gesprächen mit der Sozialministerin und der Staatssekretärin wurde immer wieder deutlich, dass das Ministerium am Erhalt des Krankenhausstandortes sehr interessiert ist und alle Hebel zum Erhalt des Standortes in Bewegung setzt, dabei aber auf wenig Kooperation beim Krankenhausträger gestoßen ist.

Warum nun ein unrentables Krankenhaus in einer anderen Trägerschaft wirtschaftlicher sein soll, ist mir nicht begreiflich, noch dazu wenn das Krankenhaus mittlerweile schon „entkernt“ zu sein scheint.

Der Ursprungsvorschlag, ein Zentrum für Altersmedizin mit Notfallversorgung zu etablieren, hätte möglicherweise eine langfristige Perspektive für unser Krankenhaus bedeutet.

Aus meiner Sicht wäre ein umgehend einzuberufender runder Tisch aller Beteiligten, Ministerium, DRK, Landkreis, Kommune, Belegschaftsvertreter dringend geboten.
Solange Gesundheit sich rechnen muss, werden Patienten und Mitarbeiter immer wieder auf der Strecke bleiben, denn Gesundheit ist leider schon lange eine Ware!

Kersten Steinke
MdB
Autor: khh

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