Mo, 11:50 Uhr
24.09.2018
Aus dem Vereinsleben
Blindenverband unterwegs nach Apolda
Um unsere Vereinskasse zu schonen, waren wir dieses mal mit der Bahn unterwegs. Sehbehinderte und ihre Begleiter können bei bestimmten Bedingungen die öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos nutzen. Wie es lief, hat kn erfahren...
Wir trafen uns am Bahnhof Sondershausen. Dort hat man mit dem Umbau zum barrierefreien Bahnhof begonnen. Hoffentlich bald können wir sicherer mit der Bahn fahren. Kurz vor acht Uhr setzte der Zug sich nach Erfurt in Bewegung. Weitere Mitglieder stiegen in Hohenebra und in Greußen zu.
Nun war unsere Gruppe komplett. Alle begrüßten sich herzlich und waren voller Erwartung. In Erfurt mussten wir umsteigen. Kurzentschlossen nahmen wir einen früheren Zug als geplant. So hatten wir in Apolda mehr Zeit zur Verfügung. Der Weg zu Fuß zum Glocken- und Stadtmuseum war für alle verkraftbar. Bis zur Museumsführung hatten wir noch eine Stunde Zeit. Einige stärkten sich im Cafe nebenan. Andere machten einen kleinen Stadtbummel.
Punkt elf Uhr fanden wir uns wieder zusammen. Die Museumsleiterin begrüßte uns und führte uns durch die Glockenausstellung. Der Bogen war weit gespannt. Von kleinen Glocken vergangener Kulturen als Kult- und Signalinstrument, über die Entwicklung der Turmglocken verschiedenster Größen, bis zu Schiffs-, Hand-, Tier-, und Musikglocken erfuhren wir viel Wissenswertes. Ein weiterer Teil der Ausführungen galt der Glockenherstellung. Es bedarf vieler Arbeitsgänge bis eine Glocke gefertigt ist, die gut klingt und schön aussieht.
Die Glockengießer gaben ihre Geheimnisse nicht jedem weiter. In Apolda wurden von 1722 bis 1980 Glocken gegossen. Es gab zwei konkurrierende Gießereien mit einer langen Geschichte. In den Weltkriegen wurden Tausende Glocken für Waffen wieder eingeschmolzen. Welch ein Verlust, nicht nur für die Kirchen. Die Führung war interessant. Viele Fragen wurden beantwortet. Das Besondere dieses Museums ist die Möglichkeit die Glocken anzufassen und mittels Holzschläger anzuschlagen, um sie klingen zu lassen. Für Sehbehinderte ein Plus und ein Mehr für die Sinne. Danke.
Anschließend kehrten wir im Cafe Ella zum Mittagessen ein. Die Tafel war im Garten gedeckt und das Essen, schnell serviert. Allen hat es gut gemundet. Noch eine Weile saßen wir zum Plausch zusammen.
Dann besuchten wir die Museumsbaracke Olle DDR gleich gegenüber.
In den Räumen waren Gegenstände aus DDR-Zeiten sachlich zusammengetragen. Die Vielfalt war riesig. Jeder hat Dinge aus seinem damaligen Leben wiedererkannt und Erinnerungen wurden ausgetauscht. Die Langlebigkeit so manches Gerätes wurde gelobt.
Nach dem Blick in vergangene Zeiten kehrten wir noch einmal ins Cafe Ella zurück. Bei Kaffee und Kuchen ließen wir es uns gut gehen. Danke für die freundliche Bedienung.
Zu Fuß ging es zum Apoldaer Bahnhof zurück. Die Deutsche Bahn und Abellio brachte uns wieder nach Hause. Es war ein schöner Tag im Kreise Gleichgesinnter und Gleichbetroffener.
Sehbehinderte oder Blinde, sowie deren Angehörige können uns in der Sprechstunde jeden ersten Dienstag im Monat 9-12 Uhr im Landratsamt Kyffhäuserkreis oder nach Absprache unter 03632 750704 erreichen.
--- Wir helfen gern---
Text und Foto: W.Rasch
Blinden und Sehbehindertenverband
Autor: khhWir trafen uns am Bahnhof Sondershausen. Dort hat man mit dem Umbau zum barrierefreien Bahnhof begonnen. Hoffentlich bald können wir sicherer mit der Bahn fahren. Kurz vor acht Uhr setzte der Zug sich nach Erfurt in Bewegung. Weitere Mitglieder stiegen in Hohenebra und in Greußen zu.
Nun war unsere Gruppe komplett. Alle begrüßten sich herzlich und waren voller Erwartung. In Erfurt mussten wir umsteigen. Kurzentschlossen nahmen wir einen früheren Zug als geplant. So hatten wir in Apolda mehr Zeit zur Verfügung. Der Weg zu Fuß zum Glocken- und Stadtmuseum war für alle verkraftbar. Bis zur Museumsführung hatten wir noch eine Stunde Zeit. Einige stärkten sich im Cafe nebenan. Andere machten einen kleinen Stadtbummel.
Punkt elf Uhr fanden wir uns wieder zusammen. Die Museumsleiterin begrüßte uns und führte uns durch die Glockenausstellung. Der Bogen war weit gespannt. Von kleinen Glocken vergangener Kulturen als Kult- und Signalinstrument, über die Entwicklung der Turmglocken verschiedenster Größen, bis zu Schiffs-, Hand-, Tier-, und Musikglocken erfuhren wir viel Wissenswertes. Ein weiterer Teil der Ausführungen galt der Glockenherstellung. Es bedarf vieler Arbeitsgänge bis eine Glocke gefertigt ist, die gut klingt und schön aussieht.
Die Glockengießer gaben ihre Geheimnisse nicht jedem weiter. In Apolda wurden von 1722 bis 1980 Glocken gegossen. Es gab zwei konkurrierende Gießereien mit einer langen Geschichte. In den Weltkriegen wurden Tausende Glocken für Waffen wieder eingeschmolzen. Welch ein Verlust, nicht nur für die Kirchen. Die Führung war interessant. Viele Fragen wurden beantwortet. Das Besondere dieses Museums ist die Möglichkeit die Glocken anzufassen und mittels Holzschläger anzuschlagen, um sie klingen zu lassen. Für Sehbehinderte ein Plus und ein Mehr für die Sinne. Danke.
Anschließend kehrten wir im Cafe Ella zum Mittagessen ein. Die Tafel war im Garten gedeckt und das Essen, schnell serviert. Allen hat es gut gemundet. Noch eine Weile saßen wir zum Plausch zusammen.
Dann besuchten wir die Museumsbaracke Olle DDR gleich gegenüber.
In den Räumen waren Gegenstände aus DDR-Zeiten sachlich zusammengetragen. Die Vielfalt war riesig. Jeder hat Dinge aus seinem damaligen Leben wiedererkannt und Erinnerungen wurden ausgetauscht. Die Langlebigkeit so manches Gerätes wurde gelobt.
Nach dem Blick in vergangene Zeiten kehrten wir noch einmal ins Cafe Ella zurück. Bei Kaffee und Kuchen ließen wir es uns gut gehen. Danke für die freundliche Bedienung.
Zu Fuß ging es zum Apoldaer Bahnhof zurück. Die Deutsche Bahn und Abellio brachte uns wieder nach Hause. Es war ein schöner Tag im Kreise Gleichgesinnter und Gleichbetroffener.
Sehbehinderte oder Blinde, sowie deren Angehörige können uns in der Sprechstunde jeden ersten Dienstag im Monat 9-12 Uhr im Landratsamt Kyffhäuserkreis oder nach Absprache unter 03632 750704 erreichen.
--- Wir helfen gern---
Text und Foto: W.Rasch
Blinden und Sehbehindertenverband
