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So, 10:03 Uhr
30.09.2018
Kinder­matratzen:

Die Hälfte ist mangelhaft

Wenn sich das Gesicht eines Babys in eine zu weiche Matratze gräbt, kann es ersti­cken, denn es ist vor allem in den ersten Monaten nicht in der Lage, den Kopf zu heben oder zu drehen. Im Test der Stiftung Warentest schneidet jede zweite Kindermatratze nur mangelhaft ab – mit Preisen von 110 bis 179 Euro alle­samt keine Billigmodelle...

Getestet (Foto: Stiftung Warentest) Getestet (Foto: Stiftung Warentest) Zu weich: Die Kugel sinkt tief bis zum Rand der Schablone ein.

Kinder, die jünger als ein Jahr sind, sollten laut test vorsichts­halber nicht auf einer dieser Matratzen schlafen. Erste Anbieter haben ihre Matratzen bereits vom Markt genommen.

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Seit August 2017 legt erst­mals eine europäische Norm Sicher­heits­anforderungen für Kinder­matratzen fest. Die Stiftung Warentest hat nach dieser Norm 14 Kinder­matratzen auf ihre Sicherheit getestet, darüber hinaus u.a. Liegeeigenschaften, Halt­barkeit und Hand­habung. Sieben sind bei der Sicherheit und damit im Gesamt­urteil nur mangelhaft, sechs davon weil sie zu weich sind, der Kinds­kopf kann zu tief einsinken.

Die Anbieter Pinolino und Wasch­bär teilten mit, dass sie die Problem-Produkte vom Markt genommen haben, bereits gekaufte Modelle zurück­nehmen und den Kauf­preis ersetzen. Beide bieten auch einen Umtausch an. MFO tauscht ab August 2017 gekaufte Matratzen. Ein Anbieter lehnt eine Rück­nahme ab, zwei verweisen auf ihren Kunden­service.

Fünf Kinder­matratzen schneiden mit dem Qualitäts­urteil „Gut“ ab, die güns­tigste davon ist eine Schaum­stoff­matratze und schon für 70 Euro zu haben. Wer es natur­naher mag, liegt mit zwei Kokos/Latex­matratzen zu Preisen von 159 bzw. 179 Euro richtig.

Der Test Kinder­matratzen findet sich in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift test und ist online unter www.test.de/kindermatratzen abruf­bar.
Autor: red

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