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So, 17:00 Uhr
07.10.2018
Kulturszene aktuell

Simplicissimus in Sand gemalt

Mittelalterliche Musik und Gesang, ein Erzähler und die faszinierende Schau einer Sandkünstlerin, das alles haben Sie heute in Sondershausen verpasst...

20 Jahre GÜLDENER HERBST 2018 das Thüringer Festival für Alte Musik war heute mit einem Familienprogramm in Sondershausen zu Gast.

Simplicissimus in Sand gemalt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Ab 14.00 Uhr ging es in Sondershausen im Achteckhaus (Souterrain) mittelalterlich zu. Gezeigt wurde die Geschichte "Der Hase im Pfeffer Abenteuerlicher Simplicissimus - Rabbits in Pepper.
Live und in Echtzeit faszinierte die Sandkünstlerin Anne Löper Sandmalerei in bewegten Bildern. Sie brachte mit ständig sich verändernden Bildern, sie arbeitete mit der Hand oder streute "nur" Sand und das Bild änderte sich in Sekunden, ohne das Bild selbst zu löschen.

Simplicissimus in Sand gemalt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Allein diese Vorführung war schon einen Besuch wert. Die in der Oberlausitz geborene Künstlerin machte eine Berufsausbildung für Grafik in Dresden und Studierte später an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Sie lebt jetzt im benachbarten Hessen in Witzenhausen.

Simplicissimus in Sand gemalt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Stephan Grossmann Erzähler brachte die Geschichte des Simplicissimus eindrucksvoll zu Gehör, mancher wird es noch aus der Schule kennen.

"Simplicissimus wächst Schafe hütend unter bäuerlichem Strohdach auf. Soldaten zerstören das Hirtenidyll und setzen das Elternhaus in Flammen. Einfältig wie auch mutig nimmt Simplicissimus den Kopf zwischen die Ohren, den Weg unter die Füße und wandert durch
faulige Wälder, fällt in reißende Flüsse, streitet in feurigen Schlachten mit windigen Burschen."


Simplicissimus in Sand gemalt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Nora Thiele (Perkussion), Benjamin Dreßler (Viola da gamba, Gesang) und Erik Warkenthin (Laute) untermalten die Geschichte mit ihrer Musik.

Sinnliche, handgemachte Sand-Animation, projiziert in Echtzeit auf eine große Leinwand, historische Instrumentalmusik, Lieder und Textcollagen verflochten sich zur Geschichte des jungen Weltenbummlers und ließen gleichsam Erwachsene und Kinder darin eintauchen.

Obwohl als Familienprogramm (ab 8 Jahre) ausgewiesen, waren leider nur wenige Kinder und Jugendliche (völlig zu unrecht) anwesend. Hier haben Sie eine sehr interessante JLive.Schau verpasst.

Zwischen den Familienveranstaltungen laden die Künstler und die Mitarbeiterinnen des Schlossmuseums Sondershausen zu einer Kaffeetafel im fürstlichen Ambiente des Rosa Salons im Westflügel des Schlosses ein.

Simplicissimus in Sand gemalt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Mit „vielfältigem Getön auf allerley Intstrumant“ führte dann Dieter Schumann als Max, der Spielmann, die Gäste in den Rosa Salon.

Dieter Schumann, Musiklehrer und Musiker aus Erfurt, zieht als Max, der Spielmann, durch die Lande und gibt beim Spiel auf über zwanzig Instrumenten aus Mittelalter und Renaissance den Ton an.

Kooperationspartner dieser Veranstaltung waren die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, die Schatzkammer Thüringen und die Stadt Sondershausen.

Weitere Informationen über die Tour GÜLDENER HERBST 2018 gibt es hier:
www.gueldener-herbst.de
Simplicissimus in Sand gemalt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Simplicissimus in Sand gemalt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Simplicissimus in Sand gemalt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Simplicissimus in Sand gemalt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Simplicissimus in Sand gemalt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Simplicissimus in Sand gemalt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Simplicissimus in Sand gemalt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Simplicissimus in Sand gemalt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Simplicissimus in Sand gemalt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
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