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Di, 15:52 Uhr
13.11.2018
Landespolitiker äußern sich

Geschichtspreis im Landtag verliehen

Schüler zum Thema: „1918 – endlich Frieden?“ Ein Preisträger kam auch aus dem Kyffhäuserkreis...

Am heutigen Dienstag verlieh Vizepräsidentin Margit Jung im Thüringer Landtag den diesjährigen Geschichtspreis des Landtagspräsidenten vor 90 Schülerinnen und Schülern und ihren Lehrkräften. Das Thema des Wettbewerbs lautete: „1918 – endlich Frieden?“. Die ersten drei Plätze wurden wie folgt vergeben:

1. Platz:

Evangelisches Schulzentrum Mühlhausen, 10. Klassenstufe (2017/2018)
Thema: „Fiktive Feldpostkarten und ihre Vertonung“,
Preisgeld: 1.000 Euro

2. Platz:

Kooperative Gesamtschule „Herzog Ernst“ Gotha, 12. Klassenstufe (2017/2018)
Thema: „Der Friedhof als Lernort für Demokratie und Menschenrechte“
Preisgeld: 500 Euro

3. Platz:

Staatl. Gym. „Geschwister Scholl“ Sondershausen, 9. Klassenstufe (2017/2018)
Thema: „Vom 30-jährigen Krieg bis heute“,
Preisgeld: 250 Euro


Vizepräsidentin Jung hielt die Laudatio auf den 1. Platz. Sie sagte: „Der Siegerbeitrag, Fiktive Postkarten und ihre Vertonung‘ hat die Jury nachhaltig beeindruckt. Die Arbeit verbindet die Erforschung unserer Geschichte mit einer sprachwissenschaftlich-künstlerischen Komponente. Die Schülerinnen und Schüler schrieben fiktive Post- und Feldpostkarten aus der Zeit des 1. Weltkriegs. Hierzu erlernten sie extra die altdeutsche Schreibschrift und erforschten die Geschichte Mühlhausens dieser Zeit. Zudem wurden die fiktiven Zeitdokumente durch die Schülerinnen und Schüler vertont. Den Menschen jener Zeit, ihrem Schicksal und ihrer Not wurde damit eine Stimme gegeben. Dieser kreative Ansatz macht Geschichte erlebbar.“

„Am vergangen Sonntag“ so Vizepräsidentin Jung weiter, „jährte sich das Ende des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal. Der Erste Weltkrieg wird als Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts bezeichnet. Das Leid dieses Krieges und seine Folgen für die Welt dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Ich danke allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des diesjährigen Geschichtspreises und den engagierten Lehrkräften, dass sie sich diesem anspruchsvollen Thema gestellt haben. Die Qualität der vielen Einsendungen ist beeindruckend.“

Laudator des 2. Platzes war der Chefredakteur der Thüringer Allgemeinen, Jan Hollitzer, Laudator des 3. Platzes war der Direktor des Thillm, Dr. Andreas Jantowski. Die drei erstplatzierten Beiträge werden in Filmen vorgestellt, die auf der Internetseite des Thüringer Landtags veröffentlicht werden.

Geschichtspreis im Landtag verliehen (Foto: Thüringer Landtag)
Foto: Thüringer Landtag

Der jährliche Geschichtswettbewerb fand zum vierten Mal statt. Er richtet sich an alle Thüringer Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 bis 12. Partner des Wettbewerbs sind die Thüringer Allgemeine und das Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (Thillm).

Der nächste Geschichtswettbewerb steht unter dem Thema „30 Jahre Friedliche Revolution“. Einsendeschluss ist der 31. Mai 2019. Alle weiteren Informationen zum kommenden Geschichtswettbewerb sind der beigefügten Ausschreibung zu entnehmen.
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Kommentare

13.11.2018, 17.47 Uhr
Mueller13 | Geballte Faust!?
Darf man Fragen, was die geballte Faust im Bild uns sagen soll? Die Faust als sozialistisch-revolutionärer Gruß!? Sie war seit Mitte der zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts das Emblem des Rot-Front-Kämpferbundes, der Wehrabteilung der KPD. Bei Aufmärschen und Feiern grüßten die Kommunisten mit der erhobenen Faust.

Haben die ACAB-Besetzer des Landtages wieder ein paar arglose Statisten gefunden?
13.11.2018, 19.54 Uhr
tannhäuser | Endlich Frieden...
...passt auch gut, wenn neuerdings Panzer der "volksnahen" Armee still und heimlich durch den KYF rollen oder mitsamt ihrer Besatzungen am Wochenende in Sondershausen festhängen, weil Bundeswehr oder DB verschlafen haben, Waggons zum Transport bereitstellen zu lassen.

Ok, "Frieden schaffen mit nicht funktionierenden Waffen" ist auch ein toller Slogan für eine (Bürger)Armee, deren oberste Dienstherrin scheinbar ihrem Generalstab so wenig zutraut, dass sie externen "Experten" Steuergelder nachwerfen muss.

Ach ja, @Mueller13, jetzt wo Sie darauf hinweisen: Ich finde das von Ihnen erwähnte Symbol in diesem Zusammenhang auch irritierend bis verstörend.
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