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Mi, 10:53 Uhr
14.11.2018
kn-Forum

Ein Abwasserbeseitigungskonzept muss nun her

Zu diesem Thema äußert sich Doris Weber von Haus & Grund Heldrungen u. Umgebung e. V....


Man könnte denken, ein Schildbürgerstreich, einen Abwasserkanal, nach dem die Straßen in Büchel grundhaft ausgebaut wurden, jetzt verlegen zu wollen, wenn die Sache für die Bürger von Büchel (bei Sömmerda) nicht so ernst wäre. Die Kosten für das Selendorf mit 254 (Stand 31.12.2008) Einwohnern sollen 1, 4 Millionen Euro betragen.

Ein Abwasserbeseitigungskonzept muss nun her. Anscheinend ist die Wende erst jetzt 2018 in Büchel eingezogen, denn seitdem verlangt Vater Staat Abwasserkanäle und nicht erst seit heute. Als Zuhörer hatte man das Gefühl, dass Herr Eßer, Gemeinschaftsvorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft Kindelbrück, auf Biegen und Brechen das Abwasserkonzept mit dem Finne Zweckverband durchsetzen will, obwohl selbst einige Gemeinderatsmitglieder daran Zweifel hegten. Er sprach von damaligen Verträgen, die nur heute keine Gültigkeit mehr besäßen, weil sich zwischenzeitlich das Satzungswerk geändert hätte, so dass nur die neuen Verträge noch zu unterschreiben wären, war unser eins zu verstehen.

Ratsmitgliedern war das Konzept sowie so viel zu teuer. „Durch die immens hohen Kosten würden die Einwohner finanziell stark belastet werden und eine Einwohnerversammlung muss her, um ihnen das Konzept vor dem Bau zu erklären“, stieß auf taube Ohren, auch als es darum ging, Alternativen einholen zu lassen. Hier meinte der Gemeinschaftsvorsitzende, das dem nichts im Wege stehe, müsste es aber genauso gut sein, wie das vorliegende Konzept.

Trotz alledem waren einige Ratsmitglieder über die Äußerungen des Gemeinschaftsvorsitzenden nicht zu frieden. Sie bemängelten, dass man anscheinend nur mit dem Finne Zweckverband Gespräche geführt und ein Konzept erstellt hätte, wüssten sie auch gar nicht, was einmal mit Büchel werden würde, denn wenn Büchel nach Sömmerda käme, hätte man auch mit diesem Verband Gespräche führen sollen.

Anwesende Bürger beklagten, dass jeder Haushalt eine Druckpumpe bekäme, egal ob eine Person im Haushalt lebt, oder mehrere Personen. „Die Druckpumpen wären so konzipiert, dass später einmal, dort, wo eine Person jetzt leben würde, auch mehrere Personen einziehen könnten“, wurde ihnen geantwortet.

Damit gaben sich weder die Ratsmitglieder, noch die Bürger zufrieden. Nach Ansicht der Bürger wäre es gar nicht sicher, ob die Pumpen so, wie sie geplant wurden, auch funktionieren. Sie sind der Meinung, dass beim Bau dieser Anlage gar nicht an den Demografie Wandel gedacht wurde, also anstatt mehr Bürger aufs Land ziehen, verlassen sie den Ort somit würde das ganze Ding überdimensioniert gebaut werden.

Verschwiegen wurde, dass die Gemeinde Büchel vor Jahren auch den Abwasserzweckverband Thüringer Pforte diesbezüglich kontaktierte.
Die Abwasserleitungen von Etzleben liegen schon bis Oldisleben, dem Abwasserzweckverband Thüringer Pforte.

Eine Alternative, nicht nur für die Gemeinde Büchel, wäre, ihre Leitungen bis nach Etzleben verlegen zu lassen und anstatt Beiträge zu bezahlen, bezahlen die Bürger dann „nur“ Gebühren für das Schmutz- und Regenwasser.
Ca. 81 % aller Haushalte aus dem Verbandsgebiet sind schon angeschlossen und finanziell steht der Verband recht gut da.

Zum Schluss wurde der Beschluss hierzu, über dessen Sachlage (Gegenstand) heftig gestritten und diskutiert wurde, einfach ohne Antrag der Geschäftsordnung und ohne Abstimmung der Ratsmitglieder durch Handzeichen, vom Tisch genommen.
So dass laut § 35 ThürKO dieser Beschluss erst nach 3 Monaten wieder auf die TO gesetzt werden darf!!!

Doris Weber
Haus & Grund Heldrungen u. Umgebung e. V.
Anmerkung der Redaktion:
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