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Di, 00:03 Uhr
20.11.2018
Krankenhausschließung Bad Frankenhausen

Bad Frankenhausen zeigt sich solidarisch

Am Abend hatten sich auf dem Parkplatz vor dem DRK-Krankenhausen Bad Frankenhausen zahlreiche Bürgerinnen und Bürger von Bad Frankenhausen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DRK-Krankenhauses Bad Frankenhausen zu einer Protestveranstaltung eingefunden...

Bad Frankenhausen zeigt sich solidarisch (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Nicht zu übersehen, die vielen Plakate und Transparente, die alle eines zum Thema hatten: Wut und Unverständnis über die geplante Schließung des DRK-Krankenhauses Bad Frankenhausen durch die DRK-Krankenhausgesellschaft Thüringen-Brandenburg.

Bad Frankenhausen zeigt sich solidarisch (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
In der Begrüßung zeigte sich Bad Frankenhausens Bürgermeister Matthias Strejc (SPD) befriedigt, dass sich trotz des sehr kühlen Wetters viele Bürger eingefunden haben, um Solidarität zu zeigen. Bei allem Protest wurde durch Ordner gesichert, dass das DRK-Krankenhaus zu jedem Zeitpunkt angefahren werden konnte und auch in einem Fall notwendig war und problemlos erfolgte.

Der Name des Krankenhauses hatte schon immer einen guten Ruf und wir können nicht zusehen, wie dieses Krankenhaus geschlossen wird. Hochwind erinnerte daran, dass das DRK im Jahre 1994 ein voll ausgerüstetes Krankenhaus mit über 200 Betten übergeben bekommen hat.

Kritik kam besonders dahin, dass´der Landkreis über die Schließung des Krankenhauses erst aus den Medien informiert wurde, und nicht vom Träger.

Bad Frankenhausen zeigt sich solidarisch (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Hochwind berichtete über die sofort geführten Gesprächen mit dem Sozialministerium in Erfurt. Wie sollte es weitergehen: Ein neuer kommunaler Trägerverbund zusammen mit dem Südharz-Krankenhaus sollte gebildet werden. Hochwind forderte die Trägergesellschaft auf zu kooperieren und die Zahlen auf den Tisch zu legen.

Hochwind informierte, dass sich alle Fraktionen im Kreistag einig seien, diese Krankenhaus muss erhalten werden. Bei dieser Protestveranstaltung waren Kreistagsmitglieder der drei Fraktionen dabei.
Hier finden Sie die komplette Rede der Landrätin:
Rede Strejc und Hochwind

Bad Frankenhausen zeigt sich solidarisch (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Reinhard Posininsky, ehemaliger kaufmännischer Leiter des DRK Krankenhauses Bad Frankenhausen erhob schwere Vorwürfe gegen die Krankenhausgesellschaft. Er warf der Gesellschaft vor, die Chirurgie des Krankenhauses unter anders durch Mobbing geschwächt zu haben.

Dass der Versorgungsauftrag nicht erfüllt wird

Das Krankenhaus gehört nicht allein dieser Gesellschaft, sondern weil schon 60 Millionen Fördermittel in das Haus geflossen sind, gehört es der Allgemeinheit.
Dieses Krankenhaus gehörte früher zu den drei Besten Thüringens, erinnerte er. Die komplette Rede finden Sie hier:
Rede Reinhard Posininsky

Bad Frankenhausen zeigt sich solidarisch (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Danach sprch die Vorsitzende des Betriebsrates Frau Göring. Sie dankte zuerst allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dass sie so vorbildlich weiter gearbeitet haben. Sie fragte in Richtung Trägergesellschaft, warum gab es kein schlüssiges Konzept. Sie fragte, was wird aus den Patienten, die nicht in den Krankenhäusern Sömmerda und Sondershausen auf Grund des Krankheitsbildes behandelt werden können?

Sie forderte aber auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf, keine Schnellschüsse zu machen, denn ein leeres Krankenhaus können nicht weiter betrieben werden. Die komplette Rede finden Sie hier:
Rede Betriebsratsvorsitzende

Danach ergriff Bürgermeister Matthias Strejc nochmals das Wort. Er wiederholte, was er schon im Vorfeld der Demo sagte:
Es ist mehr als skandalös seitens der Geschäftsführung sowie des Aufsichtsrates, dass jeglicher Rettungsversuch seitens des Landkreises und der Stadt Bad Frankenhausen negiert wurde und bewusst unser Krankenhaus seitens des DRK in diese wirtschaftliche Schieflage getrieben wurde. Bewusst gesteuert seit Jahren seitens der handelnden Akteure!

Strejc berichtete, dass es gegen ihn bereits Unterlassungsforderungen durch die Krankenhausgesellschaft gäbe. Scharfe Kritik richtete er an den Aussichtsratsvorsitzenden Herrn Schneider. Noch vor kurzem hatte er der Presse erklärt, wie gut das Krankenhaus dastehe und jetzt soll die Schließung kommen? Völlig unverständlich. Hier die komplette Rede des Bürgermeisters:
Rede Matthias Strejc

Weitere Redner zeigten Unverständnis wegen der Schließung des Krankenhauses. Auch hier bezog man sich auf den Aufsichtsratsvorsitzenden, der vor wenige Woche vor den Mitarbeitern gesagt hatte, es werde Einschnitte geben, von Schließung war nicht die Rede.

Ein früherer Patient dankte, dass er im Krankenhaus sehr gut behandelt worden sei.


Abschließend dankte der Bürgermeister allen denen, welche die Protestveranstaltung unterstützt hatten.
Bad Frankenhausen zeigt sich solidarisch (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bad Frankenhausen zeigt sich solidarisch (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bad Frankenhausen zeigt sich solidarisch (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bad Frankenhausen zeigt sich solidarisch (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bad Frankenhausen zeigt sich solidarisch (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bad Frankenhausen zeigt sich solidarisch (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bad Frankenhausen zeigt sich solidarisch (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bad Frankenhausen zeigt sich solidarisch (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bad Frankenhausen zeigt sich solidarisch (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
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Bad Frankenhausen zeigt sich solidarisch (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
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Bad Frankenhausen zeigt sich solidarisch (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bad Frankenhausen zeigt sich solidarisch (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bad Frankenhausen zeigt sich solidarisch (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
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Bad Frankenhausen zeigt sich solidarisch (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bad Frankenhausen zeigt sich solidarisch (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bad Frankenhausen zeigt sich solidarisch (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
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Kommentare

20.11.2018, 21.54 Uhr
Klaus0212 | Polemik oder Lösung?
Unser Krankenhaus, gegründet im Jahr 1799 hat die Kaiserzeit, die Weimarer Republik, das sogenannte 3. Reich sogar den Sozialismus überlebt. Nun haben 30 Jahre Demokratie gereicht um einen Versorgungsauftrag des Staates gegenüber seiner Bevölkerung aufzugeben.
Zur Chronologie des Unterganges, wie ich ihn nachvollziehen kann.
In Zeiten des Baubooms wurden also, wie zu hören war, ca 70 Mio. DM in diverse Neubauten und Erweiterungen investiert, einschließlich der erforderlichen Investitionen für die Ausstattungen.
Die Wirtschaft hat verdient, das Krankenhaus hat für diese, vielleicht nie notwendigen Erweiterungen die Finanzierung zu tragen.
Diese Blase musste über kurz oder lang platzen, zumal das Angebot durch Verlegung von Abteilungen wie zum Beispiel die Geburtshilfe und Gynäkologie verkleinert wurde.
Nun ist die Maske der Gutmenschen des DRK gefallen.
Es zählt nicht der Mensch, sondern nur der Profit.
Wer nun was, dahingesagt hat, ist nicht hilfreich und bietet keinen Lösungsansatz für das Problem.
Angeblich beträgt das Bilanzdefizit 3 Mio .
Was sind 3 Mio für das reichste Land Europas?
Die Teilnahme am Provokationsmanöver an der russischen Grenze hat Deutschland 80 Mio Euro gekostet.
Allein die Gefahrenzulage für die über 5000 Soldaten der BW in aller Welt belaufen sich auf ca. 180 Mio Euro im Jahr.
Der Verteidigungsetat umfasst 30 bis 50 Milliarden Euro,
Die Migrationbemühungen kosten weit über 30 Milliarden im Jahr.
In diesen Bereichen wird auch nur Geld aus Steuereinnahmen verbrannt.
Also, könnte man da nicht die notwendigen Pinats abzweigen und über Jahre das Manniske Krankenhaus weiterzuführen?
Selbstverständlich sind die Baukörper mit Ihren Abschreibungen dem Land, dem DRK zu übertragen, und dann sollte sich die Bilanz ganz anders darstellen.
Aber hier ist der Staat gefordert, mit seiner höchsten Fürsorgepflicht gegenüber seinem Staatsvolk.
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