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Di, 20:14 Uhr
20.11.2018
Landespolitiker äußern sich

Winterdienst mit mehr Solesprüh-Fahrzeugen

„Der Winterdienst ist auch in diesem Jahr gut auf Kälte und Schnee vorbereitet“, sagt Verkehrsministerin, Birgit Keller. „In den Lagern liegen ausreichend Streumittel bereit und die Flotte der Winterdienstfahrzeuge wurde weiter aufgestockt.“ Dazu diese Meldung aus dem Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft...


Das rund 520 km umfassende Autobahnnetz Thüringens wird durch vier staatliche Autobahnmeistereien mit 136 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie zwei private Betreiber betreut, die einen Winterdienst über 24 Stunden gewährleisten. Bei den Autobahnmeistereien stehen 55 mit Schneepflug und Feuchtsalzstreuern ausgerüstete Winterdienstfahrzeuge bereit. Wenn es die Witterung verlangt, kann die Winterdienstflotte um bis zu 13 Fremd-Fahrzeuge verstärkt werden. Für die Bundesautobahnen werden insgesamt ca. 15.000 Tonnen Streusalzlagerkapazität vorgehalten.

Für Bundes- und Landesstraßen wird der Winterdienst öffentlich ausgeschrieben und durch private Unternehmen durchgeführt. Das aktuelle Winterdienstnetz besteht aus 1.117 km Bundes- und 3.034 km Landesstraßen. In Vorbereitung auf diesen Winter werden durch die Unternehmen insgesamt rund 87.200 Tonnen Streusalz eingelagert. Zusätzlich werden rund 254 km Schneezäune an Streckenabschnitten aufgestellt, die von Schneewehen gefährdet sind. An kritischen Steigungs- bzw. Gefällestrecken stehen zudem mehr als 880 Streugutbehälter zur Selbsthilfe bereit.

Eine Ausnahme ist der Winterdienst innerhalb der Ortsdurchfahrten von Bundes- und Landesstraßen, für den die Städte und Gemeinden selbst zuständig sind. Über das kommunale Hilfspaket für den Winterdienst auf Ortsdurchfahrten von Bundes- und Landesstraßen werden für 541 Gemeinden Mittel in Höhe von 2.136,81 Euro/km Ortsdurchfahrt ausgereicht. Insgesamt stellt das Land hierfür in diesem Jahr drei Millionen Euro bereit.

Für diese Wintersaison wurde die Zahl der Solesprüh-Fahrzeuge weiter aufgestockt. Alle neun Landkreise im Bereich der Straßenbauämter Mittel- und Nordthüringen verfügen über je ein Solesprüh-Fahrzeug. In den Landkreisen Altenburg und Greiz sind zwei Solesprüh-Fahrzeuge des Straßenbauamtes Ostthüringen im Einsatz.

Die Winterdienstunternehmen an den Bundes- und Landestraßen verfügen über rund 230 vollständig ausgerüstete Winterdienstfahrzeuge. Im Bedarfsfall kann die Flotte um weitere 50 Fahrzeuge sowie 27 Schneefräsen verstärkt werden. Für die Bereiche des Thüringer Waldes, die Rhön und den Harz können bei Bedarf auch zwei Schneefräsen für die Bekämpfung von Schneewehen zum Einsatz kommen. Die Anzahl der Fahrzeuge leitet sich insbesondere aus der Zahl der zu betreuenden Routen ab, die jährlich überarbeitet werden. Hierbei werden u.a. das Verkehrsaufkommen sowie etwaige Netzänderungen berücksichtigt.


„Wir sind gut auf den Winter vorbereitet“, sagt Verkehrsministerin Keller und mahnt zugleich zur Vorsicht: „Der Winterdienst sorgt für befahrbare Straßen in Thüringen, kann aber nicht jegliche Glätte beseitigen. Hier appelliere ich an die Verantwortung jedes Einzelnen. Machen Sie auch Ihr Fahrzeug winterfest, vor allem mit Winterreifen. Und fahren Sie rücksichtsvoll sowie der jeweiligen Witterung angepasst.“

Kommentar kn:

Hoffentlich haben die permanent klammen Kommunen genügend Geld um auch die kommunalen Straße zu räumen.
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Kommentare

20.11.2018, 21.26 Uhr
Kobold2 | Klingt super,
aber nützt nichts, wenn man erst ausrückt wenn es zu spät ist , weil man wieder mal Zuschläge für Wochenenden und Nachtschichten sparen will.
21.11.2018, 09.18 Uhr
tannhäuser | Zuallererst...
...sollten alle Autofahrer zusehen, dass sie ihre Räder rechtzeitig auf Winter montiert haben.

Wer das von "O" bis "O" nicht machen lässt, braucht sich über den Winterdienst auch nicht zu beschweren.

Ansonsten bin ich derselben Meinung wie der Artikelschreiber und @ Kobold2.
21.11.2018, 20.58 Uhr
Kobold2 | Winterausrüstung
wird doch völlig überbewertet.
Das kann man doch mit unsicherem dahinschleichen irgendwie kompensieren.
Stau ist ja nur hinten doof.....

Aber da war noch was mit ".....andere nicht mehr als unvermeidbar behindern und belästigen...."
21.11.2018, 21.38 Uhr
tannhäuser | Wenn sie mal schleichen würden...
Aber sie geben lieber Gas, weil von hinten noch jemand drängelt.

Wir benutzen das Auto auch nur als Gebrauchsgegenstand. Wenn ich Wildwest will, lege ich eine DVD ein.

Wie die Doors in "Riders in the Storm" sangen: "There's a Killer in the road"...
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