Do, 17:39 Uhr
22.11.2018
Landespolitiker äußern sich
Kaliindustrie – Fachkolloquium stellt sich Zukunftsfragen
Anja Siegesmund: Die Zukunft des Kalibergbau muss umweltverträglich sein
Beim heutigen Fachkolloquium zur Thüringer Kaliindustrie in Sondershausen fordert Umweltministerin Anja Siegesmund noch mehr Anstrengungen für eine umweltverträgliche Kaliproduktion. Dazu diese Meldung aus dem Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz...
Der Kalibergbau kann nur dann in Thüringen eine gute Zukunft haben, wenn die Kali-Wirtschaft konsequent immer weniger Salz in die Werra ableitet. Das Unternehmen K+S hat hier Fortschritte gemacht, aber am Ziel sind wir noch lange nicht, so Anja Siegesmund beim Kolloquium. Insbesondere für die Übergangsphase 2021 bis 2027 brauchen wir weitere Anstrengungen des Unternehmens. Die Zielgaben aus dem Masterplan Salzreduzierung sind verbindlich.
Im Rahmen des heutigen Fachtreffens tauschen sich die verschiedenen Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Politik auch über die Umsetzung des Masterplan Salzreduzierung" aus. Mit ihm soll die Salzbelastung der Werra halbiert und der von der EU geforderte gute ökologische Zustand der Werra erreicht werden.
Insbesondere drei Maßnahmen sind unter Vorsitz des Bundeslandes Thüringen von der Flussgebietsgemeinschaft Werra/Weser beschlossen worden und müssen von K+S umgesetzt werden:
1. Der Bau einer Kainit-Kristallisations-Flotationsanlage (KKF-Anlage) am Standort Hattorf durch das Unternehmen K+S, um die Salzabwassermenge aus der Produktion des Werkes Werra um etwa 30 Prozent zu reduzieren. Die Anlage konnte bereits 2018 in Betrieb genommen werden.
2. Eine Haldenabdeckung der drei großen Rückstandshalden in Hattorf, Wintershall und Neuhof-Ellers, die spätestens ab 2021 in den Regelbetrieb gehen soll. Ein erster Versuch zur Haldenabdeckung am Standort Hattorf wurde im zweiten Quartal 2018 genehmigt. Mit der Ausführung wurde bereits begonnen. Die Antragsunterlagen für den großtechnischen Versuch am Standort Wintershall sind in Vorbereitung.
3. Die Einstapelung von verbleibenden Salzabwässern in geeignete Grubenhohlräume unter Tage, die nach den zunächst durchzuführenden Voruntersuchungen und Prüfungen spätestens ab 2021 beginnen soll. Hierzu wird derzeit von K+S die Möglichkeit der Einstapelung der flüssigen Produktionsrückstände in die Grube Springen eingehend geprüft. Voraussetzung für eine Genehmigung ist, dass alle bergrechtlichen und wasserrechtlichen Anforderungen erfüllt sein müssen.
Die Bundesländer Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Hessen, Bayern und Thüringen haben sich im März 2016 auf den Masterplan Salzreduzierung zur dauerhaften Salzreduzierung in den Flüssen Werra und Weser geeinigt.
Autor: khhBeim heutigen Fachkolloquium zur Thüringer Kaliindustrie in Sondershausen fordert Umweltministerin Anja Siegesmund noch mehr Anstrengungen für eine umweltverträgliche Kaliproduktion. Dazu diese Meldung aus dem Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz...
Der Kalibergbau kann nur dann in Thüringen eine gute Zukunft haben, wenn die Kali-Wirtschaft konsequent immer weniger Salz in die Werra ableitet. Das Unternehmen K+S hat hier Fortschritte gemacht, aber am Ziel sind wir noch lange nicht, so Anja Siegesmund beim Kolloquium. Insbesondere für die Übergangsphase 2021 bis 2027 brauchen wir weitere Anstrengungen des Unternehmens. Die Zielgaben aus dem Masterplan Salzreduzierung sind verbindlich.
Im Rahmen des heutigen Fachtreffens tauschen sich die verschiedenen Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Politik auch über die Umsetzung des Masterplan Salzreduzierung" aus. Mit ihm soll die Salzbelastung der Werra halbiert und der von der EU geforderte gute ökologische Zustand der Werra erreicht werden.
Insbesondere drei Maßnahmen sind unter Vorsitz des Bundeslandes Thüringen von der Flussgebietsgemeinschaft Werra/Weser beschlossen worden und müssen von K+S umgesetzt werden:
1. Der Bau einer Kainit-Kristallisations-Flotationsanlage (KKF-Anlage) am Standort Hattorf durch das Unternehmen K+S, um die Salzabwassermenge aus der Produktion des Werkes Werra um etwa 30 Prozent zu reduzieren. Die Anlage konnte bereits 2018 in Betrieb genommen werden.
2. Eine Haldenabdeckung der drei großen Rückstandshalden in Hattorf, Wintershall und Neuhof-Ellers, die spätestens ab 2021 in den Regelbetrieb gehen soll. Ein erster Versuch zur Haldenabdeckung am Standort Hattorf wurde im zweiten Quartal 2018 genehmigt. Mit der Ausführung wurde bereits begonnen. Die Antragsunterlagen für den großtechnischen Versuch am Standort Wintershall sind in Vorbereitung.
3. Die Einstapelung von verbleibenden Salzabwässern in geeignete Grubenhohlräume unter Tage, die nach den zunächst durchzuführenden Voruntersuchungen und Prüfungen spätestens ab 2021 beginnen soll. Hierzu wird derzeit von K+S die Möglichkeit der Einstapelung der flüssigen Produktionsrückstände in die Grube Springen eingehend geprüft. Voraussetzung für eine Genehmigung ist, dass alle bergrechtlichen und wasserrechtlichen Anforderungen erfüllt sein müssen.
Die Bundesländer Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Hessen, Bayern und Thüringen haben sich im März 2016 auf den Masterplan Salzreduzierung zur dauerhaften Salzreduzierung in den Flüssen Werra und Weser geeinigt.
