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Fr, 19:36 Uhr
23.11.2018
Meldung aus der Wirtschaftswelt

IG BAU warnt:

„Thüringen spart den Wald kaputt“. Personalräte der IG BAU stellen jetzt Notfahrplan auf! Dazu diese Meldung der IG Bau...

Trotz ausdrücklicher und öffentlicher Warnungen der forstlichen Gewerkschaften, der Berufsverbände und des Gesamtpersonalrates (GPR) der ThüringenForst Anstalt öffentlichen Rechts (Landesforstanstalt) hat der Thüringer Landtag weitere drastische Absenkungen des Zuführungsbetrages an die Landesforstanstalt (LFA) beschlossen. Infolgedessen will der Vorstand der AöR ThüringenForst das Personal von derzeit 1.350 Mitarbeitern (1991 noch 2500!) auf ca. 1.000 Mitarbeiter im Jahr 2025 reduzieren.

„Mit diesem erheblichen Personalabbau sind die Aufgaben von ThüringenForst nicht mehr leistbar“, sagt Gunter Höser, der Mitglied in der Fachgruppe Forst der Forstgewerkschaft IG Bauen-Agrar- Umwelt in Thüringen ist.

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„Bereits jetzt arbeiten die Kolleginnen und Kollegen an und vielfach über ihrer Belastungsgrenze. Die aktuelle; seit 75 Jahren in dieser Dimension nicht mehr aufgetretene; Borkenkäferkatastrophe überfordert das Leistungspotenzial der Beschäftigten, der Forstorganisation und der Forsttechnik in Thüringen. Bereits jetzt steht fest, dass dies auch in den Folgejahren so sein wird“, so Uwe Zehner Stellvertretender Vorsitzender der Landesvertretung Beamte, Angestellte Forst und Naturschutz der Forstgewerkschaft IG Bauen-Agrar- Umwelt Thüringen.

Aus Sorge um die Gesundheit der Beschäftigten und um die Zukunftsfähigkeit der Thüringer Landesforstanstalt fordern daher die Personalräte und die IG BAU von ThüringenForst:

1. Die Verringerung des Zuführungsbetrages an die LFA muss zurückgenommen; mindestens aber für drei Folgejahre ausgesetzt; werden.

2. Alle freiwerdenden Stellen in den Forstämtern (insbesondere die der Revierleiter) müssen zeitnah wiederbesetzt werden.

3. Die prognostizierte Auflösung von bis zu 30 Forstrevieren und von zwei bis drei Forstämtern ab 2021 darf nicht vollzogen werden.

4. Die nachweislich fortschreitende Leistungsverdichtung für alle Beschäftigten und die damit einhergehende (Über)Belastung der Kolleginnen und Kollegen muss zurückgeführt werden.

5. Eine qualifizierte Aufgabenkritik der LFA und eine empirische Arbeitsbelastungs-untersuchung der Beschäftigten und Beamten müssen durchgeführt werden.

6. Adäquat zum Personalabbau muss ein Aufgabenabbau innerhalb der ThüringenForst AöR realisiert werden.

7. Der Vorstand der AöR ThüringenForst wird aufgefordert, durch Schaffung geeigneter Organisationsformen und -strukturen (z. B. Geschäftsverteilung, flache Hierarchien etc.) die Effizienz der LFA zu verbessern, damit der derzeitige Personalkostenanteil an den Gesamtausgaben deutlich verringert werden kann.

8. Für die Bewältigung der Auswirkungen der Dürre- und Sturmschäden und der Borkenkäferkalamität der nächsten Jahre müssen zusätzlich flexibel einsetzbare (ggf. befristete) Arbeitskräfte eingestellt werden (mindestens 40 Beschäftigte im forstlichen Außendienst und 80 Forstwirte). Die dafür temporär notwendigen Finanzmittel stellt der Freistaat Thüringen zur Verfügung. Ein erster Schritt auf diesem Weg ist die Zurückziehung aller anhängigen Klageverfahren gegen die übernommenen Jugend- und Auszubildendenvertreter im Bereich der Forstwirte durch den Vorstand der LFA.

9. Für die Gewinnung und Bindung von Beschäftigten der Landesforstanstalt in den Folgejahren muss der Dienstherr/Arbeitgeber ThüringenForst deutlich attraktiver werden. Hierzu zählen für uns insbesondere Entgelt- und Arbeitsbedingungen; Verbeamtungen; Dienstwagengestellung; Aufstiegschancen; Arbeitszeitmodelle; Telearbeitsplätze; Aus- und Fortbildungsangebote; Vereinbarkeit von Familie und Beruf u. v. a. m..
Autor: khh

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Kommentare
Leo 1A5
24.11.2018, 08:01 Uhr
Überall das Selbe
Hier wurden überall Stellen abgebaut in den letzten 18 Jahren bei der Polizei, beim Thüringen Forst bei den Lehrkräften an den Schulen.

Aber hunderte Milionen für die Sch... Digitalisierung ausgeben damit wir noch mehr super schlaue HandyWischer groß ziehen davon haben wir ja noch nicht genug. Ironie aus

Vielleicht gibt es ja in Zukunft dann eine Forstarbeiter App die die Bäume markiert via Satellit und sie gleich fällt oder die digitale Polizeistreife welche auf der Landkarte eine uminöse Streife abfährt und die Straftäter dann mit der Maus verfolgt weil keiner mehr raus fährt.

An der Schule wird der Lehrer durchs Tablett ersetzt und Noten gibt es für die Bedienung vom Tablett.

Am Ende kann keiner mehr mit einer Kettensäge arbeiten oder Handwerklich irgendwas weil der Nachwuchs ist dann so schlau wie ein Pfund Kohlsuppe und kennt körperliche Arbeit nur noch von hörensagen.

Hauptsache Handy,Lackschuhe und Anzug passt und immer drei schlaue Sprüche in Reserve.

Das ist die Zukunft, menschlich braucht man da auch nichts zuerwarten von wegen Hilfe für Ältere oder sowas das wird nicht mehr vermittelt weil der Ethik Lehrer fehlt
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