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Di, 12:17 Uhr
27.11.2018
kn-Forum

Eskalation am Schwarzen Meer zur rechten Zeit?

Unter dieser Überschrift erreichte kn dieser Leserbrief...

Nun gilt das auf die schnelle ausgerufene Kriegsrecht in Teilen der Ukraine. Diese radikale Entscheidung weckte selbst bei manchen Ukrainern Misstrauen. Selbst auf dem Höhepunkt des Krieges im Sommer 2014 in der Ostukraine, verzichtete Poroschenko auf diesen Schritt.

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Der Zwischenfall vom Sonntag, bei dem russische Einheiten drei kleine ukrainische Boote beschossen und aufbrachten, war ja wohl militärisch gesehen eine Lappalie.Warum schickte denn eigentlich die Ukraine diese drei Boote auf die zwei Stunden lange Reise?. Flagge zeigen? Daraus folgend Kriegsrecht und keine Kriegserklärung? Wollte, wie aus der Ukraine verlautet, der wegen gravierender Korruption unbeliebte Poroschenko mit einer militärischen Zuspitzung und der Ausrufung des Kriegsrechts seine drohende Abwahl verhindern?

Bei anhaltenden Kriegsrecht sind nämlich Wahlen ebenso verboten wie Streiks und Massenveranstaltungen. Parteien und Bürgergruppen, die Pressefreiheit usf. können ebenfalls verboten werden. Schnell wurde der Westen von Kiew aufgerufen sich der russischen Aggression entgegenzustellen. Passend in den Zeitgeist hat der Präsident des europäischen Rates Tusk erklärt, der Westen steht wie eine Wand hinter der Ukraine, weil er uneingeschränkt die Wahrheit kennt.Auch die Nato sichert der Ukraine Unterstützung zu. Schuld sind eben die Russen und Punkt.

Natürlich ist das Asowsche Meer ein heißer Konfliktherd, weil sich hier Russland und die Ukraine direkt gegenüber stehen. Provokationen sind da völlig unangebracht und leider wird dann die "Wahrheit", die nur Kiew, Herr Tusk und die Nato kennt, dem Zeitgeist angepasst.

Rolf-Dieter Reiber
Ichstedt
Autor: khh

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