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Mi, 16:47 Uhr
19.12.2018
Startschuss für Generalsanierung Theater Nordhausen

22 Millionen Euro auf einen Schlag

Heute die Stadt Nordhausen die Fördermittelbescheide in Höhe von 22 Millionen Euro für die Generalsanierung des Theaters Nordhausen erhalten. Übergeben wurden sie von Kulturminister Benjamin-Immanuel Hoff und Infrastruktturministerin Birgit Keller...

Fördermittelbescheid übergeben (Foto: Stadtverwaltung Nordhausen) Fördermittelbescheid übergeben (Foto: Stadtverwaltung Nordhausen)
Mit den zusätzlich durch die Stadt Nordhausen bereitgestellten Eigenmitteln in Höhe von 2,2 Millionen Euro stehen für das größte Bauprojekt Nordthüringens insgesamt 24,2 Millionen Euro zur Verfügung.

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In seinem Grußwort dankte der Oberbürgermeister Nordhausens, Kai Buchmann, dem Land Thüringen, dem Landtag und dem Stadtrat der Stadt für die Bereitstellung der Mittel. „Die Investition in das Theater Nordhausen ist eine Bejahung der reichen und vielfältigen Kulturlandschaft Thüringens und zugleich eine Wertschätzung Nordhausens als Nordthüringens Kulturstadt schlecht hin, ordnete er die Sanierung des Theaters ein. „Das Theater Nordhausen ist in seiner Tradition und im Selbstbild der Nordhäuser Bürgerinnen und Bürger ein Bürgertheater. Dieser Charakter des Hauses soll auch so erhalten bleiben!

Die Übergabe der Fördermittelbescheide wurde durch ein kleines künstlerisches Programm des Theaters begleitet. Theaterintendant, Daniel Klajner, drückte begeistert seinen Dank aus: „Wenn alle Protagonisten so einig und zielorientiert an einem Strang ziehen, das Land, die Stadt, die Bevölkerung und unser Publikum, dann kann so ein fulminantes Projekt Wirklichkeit werden."

Baumaßnahme:
Die Sanierung des Theaters wird in zwei aufeinander folgenden Bauabschnitten umgesetzt: Im Ersten Bauabschnitt, voraussichtlich ab Mitte 2020 bis 2022, werden zunächst durch einen mehrgeschossigen Anbau an die rückwärtige Seite des Theaters zusätzliche Nutzflächen für Werkstätten, Hinterbühne, Büro- und Sanitärräume geschaffen, die für die räumliche Entlastung im Haupthaus und den Wegfall einzelner Werkstattgebäude sorgen werden.

Dadurch werden Brandschutz und die Arbeitssicherheit für die Theatermitarbeiter verbessert. Im zweiten Bauabschnitt geht es um die Sanierung des 100-jährigen Theatergebäudes. Auch da werden hauptsächlich der Brandschutz, die Haustechnik, die Bühnentechnik und die Statik ertüchtigt. Das „Theater unterm Dach“ erhält einen 2. baulichen Rettungsweg und kann somit als weitere Spielstätte im Haus erhalten werden.

Weitere Maßnahmen konzentrieren sich auf die barrierefreien Zugänge zu allen Ebenen des Theaters, dies wird durch die Anordnung eines Aufzuges an der Nordseite realisiert. Der Orchestergraben wird erweitert und im Zuschauerraum werden bauliche Veränderungen vorgenommen, die zukünftig die Akustik wesentlich verbessern. Alle geplanten Maßnahmen werden mit Spielzeitbeginn 2024 abgeschlossen sein.

Finanzierung:
Für die Sanierung und Erweiterung des Theaters Nordhausen stehen finanzielle Mittel in Höhe von 24,2 Millionen Euro zur Verfügung. Dabei werden zwölf Millionen Euro durch das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft und zehn Millionen Euro durch die Thüringer Staatskanzlei bereitgestellt. Bei der Förderung durch das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft handelt es sich um das Förderinstrument der Schuldendiensthilfe. Dabei nimmt die Stadt Nordhausen als Eigentümerin des Gebäudes einen Kredit in Höhe der Fördersumme auf. Zins- und Tilgungsleistungen werden komplett durch das Land Thüringen übernommen.

Die Förderung der Thüringer Staatskanzlei erfolgt durch die Bereitstellung der Mittel in mehreren Jahresscheiben, entsprechend des Finanzierungs- und Bauzeitenplans. Die Stadt trägt darüber hinaus einen Anteil von 2,2 Millionen Euro als Eigenmittel.
Autor: red

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Kommentare
Herr Schröder
19.12.2018, 18:43 Uhr
Bei den steigenden Baukosten
wird wohl am Ende die 30 vor den sechs Nullen stehen.
Dafür ist das Vorhaben zu langfristig ausgelegt.
rudel
19.12.2018, 19:17 Uhr
Die Sanierung
Ist richtig und wichtig.
Schade das die Stadt nicht auch mit der selben Energie die Sanierung des AKS vorangetrieben hat. Nur Dank Jendricke war der Sportpark überhaupt noch zu retten. Mir wäre es lieber gewesen wenn die Stadt den Sportpark selbst saniert hätte.
SuperMerkel2k9
19.12.2018, 19:57 Uhr
Wie ist eigentlich der....
....Stand der neuen Feuerwache? Gibt es da jetzt endlich mal Ergebnisse, oder wird noch diskutiert? Wenn sich die Stadt eine BF nicht leisten kann, dann sollte man diese abschaffen und nur ein paar hauptamtliche Kräfte vorhalten und alles auf freiwilliger Ebene fortführen. Soviel Einsätze sind ja jetzt auch nicht, dass man von einen riesen Bedarf sprechen kann. Das würde auch eine freiwillge Feuerwehr abdecken.
Liane Enzinger
19.12.2018, 20:28 Uhr
Dem “Nordhäuser System“ ...
... meine Glückwünsche. Auch unter dem “neuen“ OB läuft alles wie gehandhabt. Die Millionen fließen, wo sie das System haben will. Eine Minderheit profitiert von der zahlenden Mehrheit. Provinzoligarchie mit dem Palast Theater.

Liane Enzinger, M.A.
Fönix
20.12.2018, 11:01 Uhr
Es ist bemerkenswert, dass
ein parteiloser Bürgermeister und eine exotische Landesregierung schaffen, was in mehr als 25 Jahren CDU-geführter Landesregierung trotz bekanntem dringendem Bedarf nicht einmal ansatzweise (auch nicht mit ehemaligem Wirtschaftsminister als CDU-Bürgermeister) eine Chance auf Realisierung hatte. Ich bin, nicht zuletzt wegen versprochener, in vielen Fällen aber mehr oder weniger grandios gescheiterter "anderer" Politik nicht gerade ein Fan von Herrn Buchmann und RRG, aber in diesem Fall: RESPEKT !

Zur Bedeutung des Theaters habe ich mich bereits in einem früheren Kommentar ausführlich geäußert, deshalb an dieser Stelle nur soviel: Es ist nach meiner Überzeugung der falsche Weg, hier in einer Neiddebatte den einen (Theater) gegen die anderen (AKS, Feuerwache etc.) auszuspielen. Jede Investition dieser Größenordnung bringt die Region voran. Das Image wird deutlich aufgewertet, im Gefolge fällt es leichter, weitere wichtige Maßnahmen (z.B. auch die Belegung des Industriegebietes Goldene Aue, der Ausbau der B4 nach Süd und Nord) anzuschieben. Solange in der EU und in Deutschland die Verquickung vonSteuererhebung, Steuerverteilung und Förderpolitik so läuft, wie sie derzeit läuft, ist es für eine strukturschwache Region wie die unsrige der einzige Weg, voranzukommen.

Insofern muss ich auch (und das fällt mir wirklich richtig schwer !) in dieser Hinsicht die Arbeitsweise von LR Jendricke akzeptieren, der die Klaviatur der Förderinstrumente zunehmend besser zu spielen versteht. Wenn er jetzt noch seine infantilen politische Kleinkriege und Ränkespiele weglassen würde und den enormen Bedarf an für die Bürger existenziell wichtigen Maßnahmen (als weiteres Beispiel möchte ich hier auch die Generalsanierung der Wiedigsburghalle nennen) über seine zweifelhaften Visionen stellt, wäre es kaum noch auszuhalten.
Kilian Baltres
20.12.2018, 12:45 Uhr
@fönix Theatersanierung der Politik?
Waren es tatsächlich Politiker die die Theatersanierung möglich machen? Ich glaube, nicht. Dort fließen öffentliche Gelder die von der Querschnittsbevölkerung aufgebracht bzw erwirtschaftet wurden, also von denen die, Wertschöpfung vornehmen durch Produktion, Erbringung von Dienstleistungen etc.... Deshalb ist es, mir immer ein Rätsel warum Politiker auf diesen Bildern stehen und sich feiern lassen. K. Baltres
Fönix
20.12.2018, 13:34 Uhr
@Kilian Baltres
Es ist unbestritten, dass die Politik die Gelder nicht erarbeitet sondern in erster Linie darüber entscheidet, wie die Einnahmen aus Steuern und Abgaben verwendet werden. Das ist aber ein ganz grundsätzlicher Zusammenhang, wäre in einer Grundsatzdiskussion zuklären und hat nichts mit dem Nordhäuser Theater zu tun.

Übrigens: Geben Sie den Begriff "Wertschöpfung" mal in die Suchfunktion des nnz-Forums ein. Sie werden sehen, dass ich immer wieder und mit Nachdruck dafür plädiere, dass die Politik samt ihrer handlangernden Beamtengefolgschaft ihrer großen Verantwortung endlich gerecht wird und bei dem Einsatz der von der arbeitenden Bevölkerung erarbeiteten Haushaltsmittel größtmögliche Sorgfalt walten lässt.
Also ersparen Sie mir bitte Ihre Attitüden.
Janko
20.12.2018, 21:44 Uhr
@Liane Enzinger M.A.
"Eine Minderheit profitiert von der zahlenden Mehrheit":
Trauen Sie sich doch mal - trauen Sie sich, den Schritt zu machen und zur angeblichen "Minderheit" hinüberzuwechseln... Besuchen Sie das Theater, der Spielplan ist so vielfältig, dass gewiss auch Sie etwas nach Ihrem Geschmack finden.

Janko, Dipl-Ing. f. Arch.
Glaskugel
20.12.2018, 22:26 Uhr
22 Millionen für Nordhausen geholt
da kann so ein Baltes-Enzinger und so ein rudel-murmeltier-Zukunft- …im Kommentar nur noch Sprechblasen absondern. Das Geld fließt, auch ohne diese zwei Mießmacher! Und es fließt, weil vernünftige Menschen vernünftige Dinge tun.
Liane Enzinger
21.12.2018, 12:36 Uhr
@Wolf: Vernünftige Leute tun vernünftige Dinge
Diesen Absolutheitsanspruch hatten wir schon von Honecker bis Merkel. Vernünftig ist also immer das, was und weil es die Obrigkeit tut?! Interessanter Untertanenduktus. So lässt sichs leicht regieren.

Liane Enzinger, M.A.
Treuhänder
21.12.2018, 13:33 Uhr
Freude
Es ist eine große Freude, dass in die Generalsanierung des Theaters soviel Geld fließt. Hoffentlich gibt es das Theater auch noch in 10 oder 15 Jahren in der Form. Und hoffentlich gibt es dann auch zukünftig viele Theater interessierte Leute.

Wir werden es sehen....
Zukunft
21.12.2018, 16:58 Uhr
@Treuhänder
Das verhält sich dann genauso, wie mit der Bibliothek. Es müssen viele Veranstaltungen organisiert werden, um das Interesse hoch zuhalten. Das in der Bibliothek immer mehr neue Buchleser dazu kommen, ist doch eher unwahrscheinlich. Die Digitalisierung in den Schulen wird vorangetrieben, ohne Bücher. Warum sollte dann ein junger Mensch in die Bibliothek gehen, um sich Bücher auszuleihen? Alles eine paradoxe Entwicklung. Wer es wollte, konnte diese Entwicklung absehen.

Da die Verdienste heute nicht so hoch sind, welcher heute junge Mensch sollte sich dann noch Eintrittskarten für das Theater leisten können? Vielleicht ist das Theater auch irgendwann einmal kostenlos? Wird alles über eine Steuerumlage finanziert. Die Digitalisierung wird alle Bereiche des Lebens revolutionieren, auch den Bereich der Kunst. Alle Wissen das, glauben aber, sie selbst wird es nicht treffen.
Janko
21.12.2018, 18:39 Uhr
@Liane Enzinger M.A.
Wie kamen Sie eigentlich zu Ihrem M.A. (master of ARTS) trotz Ihrer absoluten Abneigung gegen Kultur und Kunst (="art")
Mir entgeht völlig die Logik, dass ein(e) M.A. derart gegen die Theatersanierung hetzt. Ich bitte (völlig ernst gemeint, meinetwegen auch gern per mail, in diesem Fall bitte ich die nnz um Kontakthilfe) um Aufklärung.

Janko, Dipl.-Ing.
Nordhäuser1985
22.12.2018, 10:05 Uhr
3 Projekte hätte man für die Summe bekommen
Guten Tag,

warum hat man nicht mal über ein Parkhaus neben dem Theater nach gedacht? Wo sollen die Besucher aus nah und fern hin? Jeder kennt Nordhausen nur ich betone nur durch das Theater. Ich bin mir sehr sicher, das niemand hier mitbekommt das die Schauspieler/Darsteller von der Stadt bezahlt werden. Wenn jetzt jemand fragt woher ich das weiß, der sollte mal in die Ausgaben der Stadt schauen(Haushalt).

Die 3 Projekte:
Feuerwache
AKS (so wie es jetzt gebaut wird, ein 8 Mio. Grab)
Straßenbahnlinie bis Krimderode
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