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Mi, 19:47 Uhr
19.12.2018
Meldung aus der Wirtschaftswelt

Kippt irgendwann die medizinische Versorgung?

Das Insolvenzverfahren der Krankenhausgesellschaft Thüringen-Brandenburg hat nicht nur Auswirkungen auf die Krankenhäuser. Jetzt wird es auch für die MVZ (Medizinischen Versorgungszentren) der Krankenhausgesellschaft leider ernst und wohl massiv der im Kyffhäuserkreis befindlichen Praxen...


In einem Artikel hatte kn bemängelt, dass es im Kreisausschuss am Dienstag keine Informationen zur Insolvenz der Krankenhausgesellschaft ka.

Aus der Meldung in der Mittagsstunde:
Beginn der Meldung

Zur fehlenden Information der Politik meldet sich die Krankenhausgesellschaft mit dieser Meldung:

Es ist sichergestellt, dass wir unsere Patienten auch weiterhin vollumfänglich an allen Standorten behandeln werden und wir unseren Versorgungsauftrag erfüllen. Dies gilt auch für Bad Frankenhausen über den 31.Dezember 2018 hinaus. Die Insolvenzverwalter werden über den Fortgang der gesamten Gesellschaft entscheiden. Somit ist die Schließung des Standortes Bad Frankenhausen zunächst aufgehoben.

Es bleibt zu hoffen, dass sich die Aussage an allen Standorten auch auf die zur Krankenhausgesellschaft gehörenden Bereiche der Alten und Pflegeheime (z. Beispiel Artern) und die MVZ (Medizinischen Versorgungszentren) bezieht, in denen wohl auch Frauenärzte und Kinderärzte eingebunden sein sollen. Leider ist das aus dem Organigramm nicht ersichtlich:
https://bfh.kliniken-drk.de/images/stories/Dokumente/DRK-Organigramm_-_Stand_-_2018-05-01.pdf

Wie sieht hier die Zukunft der MVZ aus. Wie ist die Versorgung gesichert. Gerade Kinderärzte, Frauenärzte und Urologen sind sensible Bereiche, bei denen der Kyffhäuserkreis nicht gerade mit Ärzten überschwemmt ist. Hier sollte es klare Bekenntnisse geben, wie diese Bereiche gesichert werden sollen, auch von der Politik. Nichts wäre schlimmer, wenn sich gar Ärzte wegen unklarer Lage absetzen würden. Es gibt also noch genügend Informationsbedarf.

Ende der Meldung

Und am Nachmittag wurde aus der Befürchtung Ernst. Wie der Verwaltungsleiter des Landratsamtes, Dr. Heinz-Ulrich Thiele auf Nachfrage bestätigte, wurde vor knapp drei Stunden das Landratsamt informiert, dass auch die MVZ des Kyffhäuserkreises (es gibt Zentren in Bad Frankenhausen und Greußen / Sondershausen) Insolvenz angemeldet haben. Die MVZ sind eine Art Tochtergesellschaften der Krankenhausgesellschaft.

Es bleibt für die Patienten im Kyffhäuserkreis zu hoffen, dass es auch für die MVZ gilt, was man oben gesagt hat:
„Es ist sichergestellt, dass wir unsere Patienten auch weiterhin vollumfänglich an allen Standorten behandeln werden und wir unseren Versorgungsauftrag erfüllen.“

Bezeichnend ist das Nachhinken der Politik. Im Thüringen-Journal des MDR-Fernsehens war am Abend nur ein Statement von Ministerin Werner zu den Krankenhäusern zu hören. Verschließt man die Augen oder hat man tatsächlich noch nichts auch von dieser drohenden Insolvenz gehört? Man wird ja mal fragen können.

Für die Krankenhäuser übernimmt bis März die Arbeitsagentur die Löhne und Gehälter um den Weiterbetrieb zu gewährleisten, so ein DRK – Sprecher im Fernsehen.
Bleibt nur zu hoffen, dass für die nicht wenigen Arztpraxen der MVZ im Kyffhäuserkreis eine ähnliche Regelung getroffen wird. Nicht auszudenken, wenn das nicht wäre.

Da vom DRK noch keine gesicherte Information vorliegt, wird hier nicht über mögliche betroffene Praxen gesprochen.
Autor: khh

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Kommentare
geloescht.20250302
19.12.2018, 21:58 Uhr
Nicht auszudenken?
Stimmt, wer solch eintretbaren Zustände vor 5 Jahren nur angedeutet hätte, wäre verteufelt worden als Verschwörungstheoretiker.

R2G wartete als Erlöser für alle Probleme in Thüringen.

Und ja, allgemein- und fachärztlich steht gewaltig vieles bis alles auf der Kippe.
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