Mi, 20:56 Uhr
23.01.2019
Neues aus Sondershausen
Sportstätte Göldner wird wohl teurer
Die Erleichterung in der Stadt Sondershausen war groß, als man eine Förderbescheid für die Sanierung der Sportstätte Göldner erhielt, und das mit einer 90 prozentigen Förderung. Aber die Kostenentwicklung bei den Bauleistung ist immens, wie man heute im Hauptausschuss erfahren musste.
Das Projekt wurde in groben Zügen heute im Hauptausschuss nochmals vorgestellt. Teile der beiden Sportflächen einschließlich der Laufbahn sollen saniert werden.
Zwischen der jetzigen Leichtathletikanlage und dem Fußballfeld soll ein völlig neues Funktionsgebäude einschließlich einer neuen Tribüne gebaut werden. Die bisherige Tribüne wird dabei von der Platzzahl von 1.800 auf ca. 460 Plätze reduziert.
Das alte Funktionsgebäude soll abgerissen werden und auf dem Gelände sollen voraussichtlich Autostellflächen entstehen.
Als es um den Antrag beim Fördermittelgeber ging, hatte man 2015 noch eine Bausumme von rund 4,4 Millionen Euro auf dem Papier und bei der 90 Prozent Förderung waren die Kosten für die Stadt noch überschaubar.
Heute wurde verkündet, dass die Mehrkosten wohl rund 740.000 Euro getragen.
Zwar kam die gute Nachricht, der Landkreis wird 100.000 Euro zuschießen. Den Rest müsste die Stadt Sondershausen aufbringen. Zur Zeit sei man unterwegs, um mit privaten Sponsoren bei großen Unternehmen die Finanzierungslücke zu verringern.
Genanntes Problem: Die Baukosten sind in den letzten Jahren enorm gestiegen und bei einer Bauzeit von 2 bis 3 Jahren könnte es weitere Kostensteigerungen geben.
Aus der Beschlussvorlage:
Der Beschluss wurde einstimmig angenommen.
In der Diskussion auch, die Sportstätten in eine eigene städtische Gesellschaft zu überführen und so Steuern zu sparen. Mit einem Steuerberater soll das diskutiert werden.
In der Diskussion sagte Stadtrat Hartmut Thiele (CDU): Eine Förderung von 90 Prozent nicht annehmen, weil man wegen der zu erwartenden Mehrkosten das Projekt streichen, da wäre uns nicht zu helfen.
Ina Seichter (SPD): Ich stehe voll hier Thiele, die Baukosten müssen wir aufbringen.
Sigrid Rößner (Die Linke): Die Sportstätte ist nicht nur für die Fußballer da. Der Sportplatz wird besonders bei der Leichtathletik von Kinder und Jugendlichen benutzt.
Tobias Schneegans (VS): Solange in einem Ortsteil Feuerwehrleute aus dem Einsatz kommen und sich nicht mal die Händewaschen können (Problem wird in diesem Jahr gelöst, wurde später bekannt), kann man wegen der steigenden Kosten doch Bauchschmerzen bekommen. Er vermutet, dass es nicht bei der Kostensteigerung bleibt und rechnet gar mit einer Million.
Sein Vorschlag, mit einer Kreditaufnahme den Bau beschleunigen, um so von weiteren langfristigen Preissteigerungen verschont zu sein. Wir müssen ein Optimum rausholen. Bisher wurde ein Bauzeit von zwei bis drei Jahren ausgegangen.
Patrick Weber (NPD): Wie ist das mit den Abrisskosten für das alte Gebäude? Im früheren Zeitpunkt waren diese Kosten (geschätzt 150.000 Euro) noch nicht in den Projektkosten dabei gewesen.
In der Diskussion bekam Stadtrat Sven Schubert (VS) Rederecht (er ist kein Hauptausschussmitglied). Er hat das Projekt im Bauausschuss untersucht und kann einige Kostensteigerungen, welche die Planungsgesellschaft erarbeitet hat, nicht nachvollziehen. Fast 100.000 Euro Mehrkosten allein für die Planung müssen untersucht werden.
Abschließend einigte man sich im Hauptausschuss, den Ältestenrat zusammen zu holen und in einem Treffen solle die Planungsgesellschaft das Projekt nochmals erläutern.
Im Stadtrat im Februar wird die Entscheidung fallen, wie es weiter gehen soll.
Autor: khhDas Projekt wurde in groben Zügen heute im Hauptausschuss nochmals vorgestellt. Teile der beiden Sportflächen einschließlich der Laufbahn sollen saniert werden.
Zwischen der jetzigen Leichtathletikanlage und dem Fußballfeld soll ein völlig neues Funktionsgebäude einschließlich einer neuen Tribüne gebaut werden. Die bisherige Tribüne wird dabei von der Platzzahl von 1.800 auf ca. 460 Plätze reduziert.
Das alte Funktionsgebäude soll abgerissen werden und auf dem Gelände sollen voraussichtlich Autostellflächen entstehen.
Als es um den Antrag beim Fördermittelgeber ging, hatte man 2015 noch eine Bausumme von rund 4,4 Millionen Euro auf dem Papier und bei der 90 Prozent Förderung waren die Kosten für die Stadt noch überschaubar.
Heute wurde verkündet, dass die Mehrkosten wohl rund 740.000 Euro getragen.
Zwar kam die gute Nachricht, der Landkreis wird 100.000 Euro zuschießen. Den Rest müsste die Stadt Sondershausen aufbringen. Zur Zeit sei man unterwegs, um mit privaten Sponsoren bei großen Unternehmen die Finanzierungslücke zu verringern.
Genanntes Problem: Die Baukosten sind in den letzten Jahren enorm gestiegen und bei einer Bauzeit von 2 bis 3 Jahren könnte es weitere Kostensteigerungen geben.
Aus der Beschlussvorlage:
Der Beschluss wurde einstimmig angenommen.
In der Diskussion auch, die Sportstätten in eine eigene städtische Gesellschaft zu überführen und so Steuern zu sparen. Mit einem Steuerberater soll das diskutiert werden.
In der Diskussion sagte Stadtrat Hartmut Thiele (CDU): Eine Förderung von 90 Prozent nicht annehmen, weil man wegen der zu erwartenden Mehrkosten das Projekt streichen, da wäre uns nicht zu helfen.
Ina Seichter (SPD): Ich stehe voll hier Thiele, die Baukosten müssen wir aufbringen.
Sigrid Rößner (Die Linke): Die Sportstätte ist nicht nur für die Fußballer da. Der Sportplatz wird besonders bei der Leichtathletik von Kinder und Jugendlichen benutzt.
Tobias Schneegans (VS): Solange in einem Ortsteil Feuerwehrleute aus dem Einsatz kommen und sich nicht mal die Händewaschen können (Problem wird in diesem Jahr gelöst, wurde später bekannt), kann man wegen der steigenden Kosten doch Bauchschmerzen bekommen. Er vermutet, dass es nicht bei der Kostensteigerung bleibt und rechnet gar mit einer Million.
Sein Vorschlag, mit einer Kreditaufnahme den Bau beschleunigen, um so von weiteren langfristigen Preissteigerungen verschont zu sein. Wir müssen ein Optimum rausholen. Bisher wurde ein Bauzeit von zwei bis drei Jahren ausgegangen.
Patrick Weber (NPD): Wie ist das mit den Abrisskosten für das alte Gebäude? Im früheren Zeitpunkt waren diese Kosten (geschätzt 150.000 Euro) noch nicht in den Projektkosten dabei gewesen.
In der Diskussion bekam Stadtrat Sven Schubert (VS) Rederecht (er ist kein Hauptausschussmitglied). Er hat das Projekt im Bauausschuss untersucht und kann einige Kostensteigerungen, welche die Planungsgesellschaft erarbeitet hat, nicht nachvollziehen. Fast 100.000 Euro Mehrkosten allein für die Planung müssen untersucht werden.
Abschließend einigte man sich im Hauptausschuss, den Ältestenrat zusammen zu holen und in einem Treffen solle die Planungsgesellschaft das Projekt nochmals erläutern.
Im Stadtrat im Februar wird die Entscheidung fallen, wie es weiter gehen soll.




