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So, 10:19 Uhr
27.01.2019
ifo München

Kritik an Kohlekommission

Das ifo Institut hat die Kohle-Kommission kritisiert. „Nach Berechnungen des ifo Instituts wird der Kohleausstieg zumindest teilweise ausgeglichen durch Importe von Atom- und Kohlestrom aus Polen und Tschechien“, sagt ifo-Forscherin Karen Pittel...


„Die Entschädigungen für Kraftwerksbetreiber und die geplante Entlastung der Strompreise werden die Kosten des Kohleausstiegs zudem weiter ansteigen lassen. Vertan wurde die Chance, den Kohleausstieg mit einer grundlegenden Reform der Energie- und Klimapolitik zu verbinden. Ein langfristiger Plan zur Umsetzung der deutschen und internationalen Klimaziele fehlt nach wie vor“, fügte Pittel hinzu, die Leiterin des ifo Zentrums für Energie, Klima und Ressourcen ist.

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Die Abschaltung der Kohle-Kraftwerke nach einem Fahrplan werde Zusatzkosten für die Energiewende verursachen, die nach aktuellen Schätzungen ohnehin weit über 1000 Milliarden Euro an zusätzlichen Investitionen bis 2050 erfordern werde.

Die ifo-Forscherin begrüßt, dass die Kommission empfiehlt, Zertifikate aus dem Markt zu nehmen, um eine Verminderung der CO2-Emissionen auch auf europäischer Ebene sicherzustellen. Diese Forderung hätte allerdings unabdingbar mit dem Kohleausstieg verknüpft werden müssen. „Ansonsten besteht die Gefahr, dass die deutschen Emissionen zwar sinken, aber die Emissionen im Rest Europas entsprechend ansteigen. Damit wäre für den globalen Klimaschutz gar nichts gewonnen“, sagt Pittel weiter. Ein Beschluss zum Ausstieg aus der Kohle greife zu kurz, um die deutschen Klimaziele zu erreichen.

„Ein umfassender Neuanfang in der Energiepolitik wird zwar gefordert, jedoch bleibt die Kommission hier auf einem viel zu allgemeinen Niveau. Der Abschlussbericht trägt so dazu bei, das bestehende Lagerdenken noch zu verfestigen.“ Einer dringend notwendigen CO2-Bepreisung auch außerhalb des europäischen Emissionshandels werde im über 300 Seiten starken Bericht gerade einmal ein kurzer Absatz gewidmet.

Die Kommission habe damit nur einen kleinen Teil ihres Auftrages erfüllt. Nicht entwickelt worden sei eine Mischung von Instrumenten, die wirtschaftliche Entwicklung, Strukturwandel, Sozialverträglichkeit, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Klimaschutz zusammenbringe, wie der Einsetzungsbeschluss der Kommission verlange.
Autor: red

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Kommentare
Paulinchen
27.01.2019, 12:56 Uhr
Wann errichten wir...
...große Luftfilteranalgen an der Grenze zu Tschechien? Denn von dort war in der letzten Woche zu hören, (Bericht vom mdr) dass man die Braunkohle so lange abbauen wird, bis der letzte Kubikmeter gefördert ist. Und die Vorräte reichen noch für 40 bis 50 Jahre. Oder bekommen dann die dortigen dtsch. Grenzgebiete alle, der Einfachheit wegen, ein Fahrverbot aufgebrummt?

Also kaufen wir schädliche, bzw. gesundheitsgefährdene Energie in unseren Nachbarländern, damit wir sagen können: "WIR SIND DIE BESTEN!" Aus meiner Sicht ist das doch pure Heuchelei oder ander gesagt: "TYPISCH DEUTSCH, jedem das Seine und mir das Beste."
geloescht.20250302
27.01.2019, 13:35 Uhr
Liebes Paulinchen!
Googeln Sie bitte mal "Professor Wulf Bennert Energiewende".

Ich hatte dieses Thema schon mal verlinkt, aber es bleibt aktuell.

Es ist wissenschaftlich nachweisbar, dass unser Stromnetz ohne Zuführung "ungesunder Energie" schon mehrfach zusammengebrochen wäre und ohne diese in nicht allzu ferner Zukunft ein existenzgefährdender Kollaps bevorsteht.

Luftfilter werden wir dann nicht mehr brauchen, weil Asthma oder Lungenkrebs keine Themen mehr sein werden, wenn das direkte zivilisationsgefährdende Chaos ausbricht.
free Gigi
27.01.2019, 18:31 Uhr
Geniestreich
erst wird die Atomkraft dann die Kohleverstromung abgeschaltet und nebenbei wird noch die dt Autoindustrie durch den Kakao gezogen...
Mueller13
27.01.2019, 23:10 Uhr
Dritte Welt Land Deutschland
Ich habe im Ausland gearbeitet und habe ein paar Länder besucht und ich war immer wieder froh in Deutschland zu sein. Alles hat funktioniert. Strom auch bei Wind, Kälte, Wärme, Schnee... nicht nur vormittags, sondern immer.
Jetzt habe ich mit jemanden aus der Energiewirtschaft unterhalten. Seitdem habe ich einen fetten Notstromer und Diesel für eine Woche. Ich hoffe, mein Gaslieferant auch. Frieren ist unschön.
Aber zur Not reicht das Holz auch für 2-3 Winter ;-).

Kann eigentlich jemand glaubhaft erklären, wie wir das Stromnetz stabilisieren wollen, wenn wir die AKW's und Kohlekraftwerke vom Netz nehmen?
Leo 1A5
28.01.2019, 08:02 Uhr
das funktioniert dann
wie in den 80er Jahren in Rumänien.

Strom gibt es nur vom 10-14 Uhr , Wasser von 11.00-15:00 Uhr täglich und die Heizungen in den Wohnblöcken werden auf 14 Grad konstant eingeregelt im Winter.

Ohne Worte
geloescht.20250302
28.01.2019, 08:15 Uhr
Also laut Annalena Baerbock...
...funktioniert das Netz als Stromspeicher.

Man muss es nur irgendwie melken können, wenn der Shutdown hereinbricht.

Die Grünen wissen schon, was sie sagen, sonst würden die nicht solche Wählerstimmenzuwächse bekommen.

Mal sehen, wann uns die Perpetuum-Mobile-Kuh präsentiert wird. Unendliche Milchquelle ohne Füttern, Tränken, Pupsen und Ausmisten.
Leo 1A5
28.01.2019, 08:24 Uhr
@ tannhäuser...
Ich beschäftige mich schon seit geraumer Zeit mit der Zucht von ,,Eierlegenden Wollmilchsäuen" allerdings klappt das mit der Nachzucht nicht so recht aber bis 2038 wird es wohl klappen. Die gehen dann für mich arbeiten,pflegen mich und ich kann ihre Wolle im Winter als Dämmmatrial nutzen und die Eier als Nahrung und Schlachten kann man sie ja auch noch.

Ironie aus
Paulinchen
28.01.2019, 09:57 Uhr
Wer gestern A. Will...
... gesehen hab, dem ist sicher nicht entgangen, wie sich die Lady in Grün über unsere Kanzlerin geäußert hat. Sie würde in der NOX Frage Recht brechen. Ein anderer Grünfink meldet über Facebook, alle Gegner zu den Fahrverboten seien fast schon Reichsbuerger. Auf die konkrete Frage, weshalb die Grünen unabhängige Gutachter und eine Überprüfung aller Messstationen ablehnen, hatte sie leider keine Antwort und lenkte vom Thema ab.

Ja so viel zu der Partei, die bei uns in Thüringen die Demokratie einführen will. Wollen die Grünen uns ins 14. Jahrhundert zurück bekamen? Warten wir es mal ab, welches Kohlekraftwerk zuerst geschlossen wird. Wetten, dass es eines im Osten wird. Wenn es dann mit der Stromversorgung in die Hose geht, bleibt Gatzweiler erhalten. Wir Ossis werden dann mal wieder nur wegen der Konkurrenz aus dem Verkehr gezogen. Das alles hatten wir ja schon vor einigen Jahren erlebt.

Ach ja, unsere Kanzlerin geht offenbar die Luft aus. Weshalb stellt sie in der letzten Woche fest, dass es von ihr falsch eingeschätzt wurde, dass sie erst jetzt bemerkt, dass die Menschen im Osten sich benachteiligt fühlen? Kann mich erinnern, da gab es doch vor ihr, aus der gleichen Partei, einen Kanzler, der hatte den Zustand der ehemaligen DDR auch falsch eingeschätzt. In Halle flogen dann sehr zu seiner Verwunderung Eier auf ihn. Hat Mutti jetzt etwa Panik? Denn ihrer Schadensbilanz für unser Land dürfte etwas höher ausfallen.
Leo 1A5
28.01.2019, 11:31 Uhr
Das was passieren muss
wissen wir alle beim Umweltschutz!

Wir tragen alle Verantwortung !

Das geht aber nur mit der Industrie weil diese muss die Voraussetzungen erstmal schaffen Bsp. Parkplätze für ihre Arbeitnehmer mit der Möglichkeit zum laden der Elektroautos wärend der Arbeitszeit.

Tempolimt bringt nicht viel dann eher höhere Abgaben auf Fahrzeuge mit über 1600 ccm Hubraum und über 180 PS sowie mit einem Verbrauch über 7,5 L als Grenzwert.

Förderung des kombinierten Verkehrs (LKW auf die Schiene)

Förderung der regenerativen Energien aber auch 40% Kohle,Gas,Öl

Realistische Ziele nicht irgendwelche Träumereien
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