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Do, 19:48 Uhr
16.05.2019
Meldung aus dem Landratsamt

Kyffhäuser wird weiterentwickelt

Im Kreisausschuss ging es heute um die mittel- und langfristige Weiterentwicklung der Kyffhäuser-Burganlagen mit Kaiser-Wilhelm-Denkmal. Dazu diese Einzelheiten...

Wegen der Wichtigkeit gab es eine Sitzung des Wirtschaftsausschusses bei dem auch die Mitglieder des Kreisausschusses teilnahmen. Darum wurde heute auf nochmals eine Präsentation verzichtet.


Beschlussvorschlag:

Der Kreisausschuss nimmt die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung und der Bürgerwerkstatt zur konzeptionellen Weiterentwicklung des Kyffhäuser-Areals zur Kenntnis und legt folgende Schwerpunkte fest:

1. Die Kyffhäuser-Burganlagen mit Kaiser-Wilhelm-Denkmal sind zu einem europäische Friedensdenkmal mit hohem und höchsten Erlebniswert zu entwickeln, basierend auf einem musealen Gesamtkonzept, welches
a. die Geschichte der Reichsburg Kyffhausen und
b. das Kaiser-Wilhelm-Denkmal und dessen Indoktrination in unterschiedlichen gesellschaftlichen Abschnitten als inhaltliche Schwerpunkte reflektiert.

2. Auf Grund der bestehenden Eigentumsverhältnisse im Umfeld des Denkmals sind die Anrainer als Partner für die anzustrebende Entwicklung zu gewinnen bzw. in deren Umsetzung einzubinden und die Belange des Natur- und Denkmalschutzes umfassend zu berücksichtigen.

3. Zur Erörterung zentraler inhaltlich-konzeptioneller Fragen bei der Weiterentwicklung der Kyffhäuser- Burganlagen mit Kaiser-Wilhelm-Denkmal wird ein Fachbeirat gebildet, der sich aus Mitarbeitern der Kreisverwaltung, dem Betreiber des Denkmals sowie aus exter nen Fachleuten zusammensetzen soll. Der Beirat besitzt eine beratende Funktion.

Hinweis kn:
In der Diskussion wurde dieser Punkt ergänzt, dass im Beirat auch die Kommunen vertreten sein sollen.


4. Zur Beratung strategisch-konzeptioneller Fragen der Weiterentwicklung der Kyffhäuser- Burganlagen mit Kaiser-Wilhelm-Denkmal wird ferner eine Lenkungsgruppe gebildet, die sich aus bis zu sechs Mitgliedern des Kreistages und der Landrätin zusammensetzt. Die Landrätin erhält hierfür das Vorschlagsrecht.

5. Folgende Schwerpunkte der Weiterentwicklung werden definiert:
a. Erarbeitung und Umsetzung eines modernen musealen Gesamtkonzeptes
b. Verbesserung der Parkplatzsituation, des Verkehrsleitsystem sowie der Anbindung für den ÖPNV
c. Schaffen einer behindertengerechten Beförderungslösung zwischen Parkplätzen und dem Denkmal inkl. Eingangsbauwerk
d. Schaffen moderner Voraussetzungen für die Durchführung von Veranstaltungen
e. laufende Instandhaltung und Sanierung der historischen Burganlagen inkl. des vorhandenen Wegenetzes
f. nachhaltige Lösung aller bestehenden Ver- und Entsorgungsprobleme
g. Sicherung der Steilwand in den Abschnitten 4 und 5

6. Die Kreisverwaltung wird beauftragt, für die unter den Punkten 1 bis 4 benannten Maßnahmen Fördermittel zu beantragen und deren Gesamtfinanzierung darzustellen.

7. Die Kreisverwaltung wird abschließend beauftragt, ein nachhaltiges Betreiberkonzept für die Kyffhäuser-Burganlagen mit Kaiser-Wilhelm-Denkmal zu erarbeiten. Ein solches Konzept soll insbesondere die künftige Rechtsform beim Betreiben des Denkmals untersuchen und die Zusammenführung der Grundstücke am Denkmal und in dessen Umfeld gewährleisten.

Der Beschlussentwurf wurde einstimmig angenommen.

Aus der Begründung von Landrätin Antje Hochwind-Schneider (SPD)

Die Kyffhäuser-Burganlagen mit Kaiser-Wilhelm-Denkmal sind gleichermaßen das Wahrzeichen des Kyffhäuserkreises und der wichtigste touristische Leuchtturm in Nordthüringen.
Obwohl der Landkreis als Eigentümer in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten umfangreiche Investitionen am Denkmal vorgenommen hat, gibt es weiterhin einen beträchtlichen Modernisierungsbedarf, der in enger Abstimmung mit dem fortzuschreibenden musealen Konzept stufenweise realisiert werden soll.

Gemäß des Beschlusses des Kreistages vom 5. Dezember 2017, Beschluss-Nr.: 2017/6/082, sollten die Bürgerinnen und Bürger in den Prozess der konzeptionellen Weiterentwicklung des Areals einbezogen werden und eine Ideensammlung hierzu vorgelegt. Dieser Prozess ist mit der Bürgerwerkstatt vom 23. März 2019 vorläufig abgeschlossen. Die Ergebnisse hierzu sind aufbereitet und sollen nunmehr schrittweise umgesetzt werden.

Mit dem vorliegenden Beschlussentwurf sollen Eckpunkte der Weiterentwicklung des gesamten Denkmalkomplexes fixiert und deren schrittweise Umsetzung eingeleitet werden.
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Kommentare

16.05.2019, 21.08 Uhr
El loco | Bla Bla Bla trifft Stillstand
Diese SPD geführte Kreisverwaltung liefert mal wieder nur heiße Luft. Seit gefühlten 10 Jahren werden regelmäßig Konzepte angekündigt, Willensbekundungen veröffentlicht, Pläne geschmiedet. Leider tut sich gar nichts. Kein Wunder, dass der Tourismus vor sich hin dümpelt. Aber halt: ein bisschen CDU - Staub befindet sich dann doch auf den Bremsbelägen...

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16.05.2019, 23.08 Uhr
tannhäuser | Wenigstens ist der Geolift dort...
...wo er hingehört. Auf den Müllhaufen der Planungsreinfälle. Das dafür sinnlos verpulverte Geld aber leider auch.

Ansonsten liest sich diese Willenserklärung tatsächlich wie ein Wahl- inklusive Beschäftigungsprogramm für nicht ausgelastete Verwaltungs- und Kreistagsmitglieder.

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