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So, 19:56 Uhr
19.05.2019
Kommunalpolitiker äußern sich

Jugend im Kreis

Digitalisierung, Netzausbau, Bildung, Sicherheit Die Themen sind vielfältig und doch fehlt oft Inhalt. Viele junge Kandidaten stellen sich zur Wahl, um endlich denen eine Stimme zu geben, die sich auskennen

Seit Jahren wird vom Netzausbau geredet. Doch schaut man sich um, haben wir noch immer enormen Nachholbedarf. Konkrete Lösungen brauchen sehr lange, aber auch in der Anwendung hängen wir hinterher. Unternehmen in ländlichen Regionen sind auf gute Vernetzung angewiesen. Doch wenn uns selbst die Deutsche Bahn überholt, sollten wir uns langsam Gedanken machen! Warum entscheidet nicht endlich eine Generation, für die Technik und das Internet nicht #Neuland ist?


Jugend im Kreis

Warum brauchen wir überhaupt schnelles Internet?

Wir sprechen hier von verschiedenen Ebenen des Breitbandausbaus. Auf der einen Seite haben wir noch immer Regionen, die vom schnellen Internet weit entfernt sind. Der Breitband-Atlas zeigt ein erschreckendes Bild bei Gemeinden und Städten. Hier fehlen teilweise grundlegende technische Einrichtungen, um schnelles Internet anbieten zu können. Oder können Sie sich noch vorstellen, fast 7 Minuten zum Laden eines zehnminütigen Videos in niedriger Qualität zu brauchen? Oder 40 Minuten Ladezeit für ein paar Minuten Video in HD Qualität?


Netzausbau, warum?

Auf der anderen Seite geht es aber auch nicht nur um das Streamen von Filmen aus dem Internet. Für den privaten Nutzer mit guter Verbindung ist eine noch schnellere Internetleitung in der täglichen Nutzung kaum zu spüren. Aber das Internet wird ja nicht nur von Privathaushalten genutzt:

- Unternehmen verschieben Daten von einem Ort zum anderen. Schnell müssen große Datenmengen verschoben werden. Es kann nicht sein, dass es bei uns schneller ist, die Daten auf einen USB-Stick zu ziehen und eine Stunde zum Zielort zu fahren.
- Firmen sichern ihre Daten auf Geräten an anderen Standorten, wie beispielsweise Clouds. Daten müssen schnell gesichert und schnell abrufbar sein.
- Schulen brauchen schnelle Leitungen, um die vielen Aufrufe gleichzeitig bearbeiten zu können. Stellen Sie sich vor, nur zwei Klassen zu jeweils 25 Schülern rufen gleichzeitig Dokumentationen, große Bilder, PDFs, Webseiten und sonstige Quellen für Recherchearbeiten auf. In 45 Minuten Unterricht. Bei teilweise über 20 Minuten Ladezeit.
usw.

Selbst die Deutsche Bahn setzt auf das Internet. Unrentable Beratungsstellen werden durch Videostationen ersetzt. Auch wenn keine Person mehr vor uns sitzt, so gibt es aber immerhin noch weitgehend persönliche Beratung. Das geht natürlich nur, wenn auch die Verbindung schnell und stabil ist. Aber warum muss dieses Service-Zentrum immer in einer großen Stadt sein? Warum fahren unsere Arbeiter mit Auto, Bahn oder gar Sammel-Bussen zum entfernten Arbeitsort? Nutzen wir doch endlich die Chancen, die uns die Digitalisierung bietet und schaffen neue Arbeitsplätze und Berufsbilder. Bei uns. Auf dem Land.
Gute Vernetzung ist kein Vorrecht großer Ballungszentren!

Wir möchten Sie zum Austausch einladen. Schauen Sie sich auf unserer Schwerpunktseite um und teilen Sie uns ihre Ideen, Anregungen und Kritikpunkte mit.
https://jugendimkreis.de/

Rico Wenkel, Lehrer in Bad Frankenhausen
parteilos, Listenplatz 32
Alexandra Wallrodt, Dipl. Verwaltungswirtin
SPD Kyffhäuserkreis, Listenplatz 13

Fotos: Thomas Zelmer, ZK-Medien. // pexels.com
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