Do, 14:27 Uhr
23.05.2019
kn-Forum
Wahlurne oder Seebestattung
Unter diese Überschrift befasst sich ein Leserzuschrift im Forum. Dazu der Wortlaut...
Nehmen wir mal an, die zu den Wahlen angestrengten Parteien und Unparteien hätten auf ihren Wahlveranstaltungen Anträge verteilt, mit denen die Straßenausbaubeiträge, Kindergartengebühren, Grundsteuern … rückwirkend bis zum Jahre 2000 erstattet werden (können). Man hätte sich nur auf das Gesetz X12/99/0815 beziehen müssen, um die Geldbörse von Hans und Martina mit 1500€ oder 15000€ zu beschweren. Das völlig unpolitische Pärchen, was gewöhnlich nur Aldi-Prospekte studiert, wäre zur nächsten Ausgabestelle pulsiert, um blindlings den versprochenen Mehrwert zu ergattern.
Aber so? Da gab es nur Kaffee und Kuchen … und (scheinbar) langweiliges Getue und Gemache.
Wie hätten Sie’s denn gern?
Südwestmetall, der Verband der Bayrischen Metall- und Elektroindustrie, der Verband der Chemischen Industrie, Herr Quandt, Frau Klatten, Daimler … wer eben Schotter und Namen hat, sponsert die gut eingewachsene Parteienlandschaft von GRÜN bis CDU im Ländle. Dann schröpft der Digitalapparat den Parteiapparat und füllt die Briefkästen mit Hochglanzpapieren, so dass Hans und Martina sich schlau machen sollen. Der hochsitzende SUV-Fahrer begegnet (fast) auf gleicher Höhe einer Vielzahl von Hohlkammerplakaten. Wind, Gewalt und das mehrfache Überfahren verteilen den parteinahen Kunststoff gleichmäßig in der Landschaft. So nachhaltig wurde noch nie argumentiert! In der Nahrungskette wird man Worthülsen finden… und aus EUROPAISTDIEANTWORT wird ein fragmentiertes OPAISTDIEANTWORT, denn der war schon immer Populist.
Obacht! Der Feind ist … steht im Netz. Denn nicht die Genannten unter den Reichen bedrohen das Gefüge, auch nicht die Funken in den privat abgelagerten Mediengruppen, sondern Putinowski’s Twitter- und Facebook-Agenten. Dort wird das Land erschüttert. Und traditionell steht in der Bundesreplik, den politischen Gegner immer mit russennähe zu bewerfen. Das hat sich bewährt, heute im Mainstream und damals im Rias.
Nein, das Gesetz X12/99/0815 gibt es nicht. Aber es hätte funktioniert!
Vielleicht schafft es der Bürger und Umworbene, den Werbern um Politik und Stimme beim nächsten Kaffeeklatsch eine Tüte Tapetenkleister in die Hand zu drücken. So ein Wink mit dem Zaunpfahl … der Tapetenbürste. Früher war mehr Politik, weniger Professionalität.
Andreas Zeidler
Bad Frankenhausen
Autor: khhNehmen wir mal an, die zu den Wahlen angestrengten Parteien und Unparteien hätten auf ihren Wahlveranstaltungen Anträge verteilt, mit denen die Straßenausbaubeiträge, Kindergartengebühren, Grundsteuern … rückwirkend bis zum Jahre 2000 erstattet werden (können). Man hätte sich nur auf das Gesetz X12/99/0815 beziehen müssen, um die Geldbörse von Hans und Martina mit 1500€ oder 15000€ zu beschweren. Das völlig unpolitische Pärchen, was gewöhnlich nur Aldi-Prospekte studiert, wäre zur nächsten Ausgabestelle pulsiert, um blindlings den versprochenen Mehrwert zu ergattern.
Aber so? Da gab es nur Kaffee und Kuchen … und (scheinbar) langweiliges Getue und Gemache.
Wie hätten Sie’s denn gern?
Südwestmetall, der Verband der Bayrischen Metall- und Elektroindustrie, der Verband der Chemischen Industrie, Herr Quandt, Frau Klatten, Daimler … wer eben Schotter und Namen hat, sponsert die gut eingewachsene Parteienlandschaft von GRÜN bis CDU im Ländle. Dann schröpft der Digitalapparat den Parteiapparat und füllt die Briefkästen mit Hochglanzpapieren, so dass Hans und Martina sich schlau machen sollen. Der hochsitzende SUV-Fahrer begegnet (fast) auf gleicher Höhe einer Vielzahl von Hohlkammerplakaten. Wind, Gewalt und das mehrfache Überfahren verteilen den parteinahen Kunststoff gleichmäßig in der Landschaft. So nachhaltig wurde noch nie argumentiert! In der Nahrungskette wird man Worthülsen finden… und aus EUROPAISTDIEANTWORT wird ein fragmentiertes OPAISTDIEANTWORT, denn der war schon immer Populist.
Obacht! Der Feind ist … steht im Netz. Denn nicht die Genannten unter den Reichen bedrohen das Gefüge, auch nicht die Funken in den privat abgelagerten Mediengruppen, sondern Putinowski’s Twitter- und Facebook-Agenten. Dort wird das Land erschüttert. Und traditionell steht in der Bundesreplik, den politischen Gegner immer mit russennähe zu bewerfen. Das hat sich bewährt, heute im Mainstream und damals im Rias.
Nein, das Gesetz X12/99/0815 gibt es nicht. Aber es hätte funktioniert!
Vielleicht schafft es der Bürger und Umworbene, den Werbern um Politik und Stimme beim nächsten Kaffeeklatsch eine Tüte Tapetenkleister in die Hand zu drücken. So ein Wink mit dem Zaunpfahl … der Tapetenbürste. Früher war mehr Politik, weniger Professionalität.
Andreas Zeidler
Bad Frankenhausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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