Sa, 09:48 Uhr
25.05.2019
Aus dem Vereinsleben
EU-Maßnahmen zur Waldbrandbekämpfung unzureichend
Der Verein Statt Urwald-Kulturwald am Possen und Hainleite e.V. macht kn auf diesen Beitrag unter oben genaannten Thema aufmerksam der von ForestFireWatch – Verein zur Förderung der Waldbrandprävention e.V. kamm. Hier der Wortlaut...
Am 21.05.2019 hat die EU das rescEU-Programm offiziell vorgestellt. Kern dieses Programms ist die rescEU-Flotte, bestehend aus 7 Löschflugzeugen aus Kroatien, Frankreich, Italien und Spanien und 6 Hubschraubern aus Schweden. Diese sollen bei größeren Waldbränden EU-weit Hilfe leisten.
Langfristig ist eine Aufstockung dieser EU-Reserven geplant. Dass diese Maßnahme, wie von Kommissionspräsident Juncker erhofft, dazu beitragen wird, Tragödien wie in Portugal 2017 und
Griechenland 2018 zu verhindern, bei denen fast 200 Menschen durch Waldbrände ums Leben kamen, ist mehr als zweifelhaft. Denn: die Maßnahmen setzen an einem viel zu späten Zeitpunkt an, nämlich dann, wenn sich Brände bereits zu katastrophalen Bränden ausgeweitet haben.
Sowohl bei den Bränden in Portugal 2017 als auch in Griechenland 2018 sind Menschenleben und Ortschaften jedoch bereits in der Anfangsphase von Großbränden, kurze Zeit nach deren Ausbruch zum Opfer gefallen.
Die Hilfe aus anderen EU-Ländern wäre daher in jedem Fall zu spät gekommen. Statt in eine EULöschflugzeugkomponente zu investieren, ist es viel wichtiger, in die Prävention von Vegetationsbränden und deren Erstbekämpfung direkt vor Ort zu investieren. Ein besonderes Augenmerk muss dabei auf den Schutz von Ortschaften gelegt werden, insbesondere durch Anlegen von Schutzstreifen und deren Freihaltung, Reduzierung von Brennstoffen (Totholz) in Wäldern in Ortsnähe und regelmäßige Patrouillenfahrten durch kleine mobile Einheiten, die in der Lage sind, Vegetationsbrände frühzeitig zu bekämpfen.
Erforderlichenfalls muss auch das Raumordnungs- und Bauplanungsrecht der sich verändernden Situation Rechnung tragen. Grundeigentümer und Kommunen sind mit der Umsetzung dieser Maßnahmen finanziell aber oft überfordert. Die bisherigen diesbezüglichen Fördermaßnahmen der EU sind bei Weitem nicht ausreichend.
ForestFireWatch – Verein zur Förderung der Waldbrandprävention e.V.
Autor: khhAm 21.05.2019 hat die EU das rescEU-Programm offiziell vorgestellt. Kern dieses Programms ist die rescEU-Flotte, bestehend aus 7 Löschflugzeugen aus Kroatien, Frankreich, Italien und Spanien und 6 Hubschraubern aus Schweden. Diese sollen bei größeren Waldbränden EU-weit Hilfe leisten.
Langfristig ist eine Aufstockung dieser EU-Reserven geplant. Dass diese Maßnahme, wie von Kommissionspräsident Juncker erhofft, dazu beitragen wird, Tragödien wie in Portugal 2017 und
Griechenland 2018 zu verhindern, bei denen fast 200 Menschen durch Waldbrände ums Leben kamen, ist mehr als zweifelhaft. Denn: die Maßnahmen setzen an einem viel zu späten Zeitpunkt an, nämlich dann, wenn sich Brände bereits zu katastrophalen Bränden ausgeweitet haben.
Sowohl bei den Bränden in Portugal 2017 als auch in Griechenland 2018 sind Menschenleben und Ortschaften jedoch bereits in der Anfangsphase von Großbränden, kurze Zeit nach deren Ausbruch zum Opfer gefallen.
Die Hilfe aus anderen EU-Ländern wäre daher in jedem Fall zu spät gekommen. Statt in eine EULöschflugzeugkomponente zu investieren, ist es viel wichtiger, in die Prävention von Vegetationsbränden und deren Erstbekämpfung direkt vor Ort zu investieren. Ein besonderes Augenmerk muss dabei auf den Schutz von Ortschaften gelegt werden, insbesondere durch Anlegen von Schutzstreifen und deren Freihaltung, Reduzierung von Brennstoffen (Totholz) in Wäldern in Ortsnähe und regelmäßige Patrouillenfahrten durch kleine mobile Einheiten, die in der Lage sind, Vegetationsbrände frühzeitig zu bekämpfen.
Erforderlichenfalls muss auch das Raumordnungs- und Bauplanungsrecht der sich verändernden Situation Rechnung tragen. Grundeigentümer und Kommunen sind mit der Umsetzung dieser Maßnahmen finanziell aber oft überfordert. Die bisherigen diesbezüglichen Fördermaßnahmen der EU sind bei Weitem nicht ausreichend.
ForestFireWatch – Verein zur Förderung der Waldbrandprävention e.V.
