eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Di, 00:07 Uhr
25.06.2019
Landespolitiker äußern sich

Gedanken zur Natura 2000-Station „Possen“

Heute eröffneten die Thüringer Landwirtschaftsministerin Keller und die Thüringer Umweltministerin Siegesmund in Sondershausen offiziell die Natura 2000-Station „Possen“. Dazu diese Meldung des BUND Thüringen...

Die Station organisiert in Zukunft Angebote, um das 1.000 Hektar große Wildnisgebiet im Possen bei Sondershausen als „Urwald von morgen“ erlebbar zu machen. Außerdem wird sie einen landesweiten Waldbiotopverbund aufbauen.

Anzeige symplr (1)
„Die Einigung, auf fünf Prozent der Waldfläche Thüringens die Sägen ruhen zu lassen, setzt deutschlandweit ein Ausrufezeichen für den Erhalt der Biologischen Vielfalt im Wald“, erklärt Nicol Pfefferlein, Vorstandsvorsitzender des Trägerverbundes Natura 2000-Station Possen e.V.. „Mit Einrichtung der Natura 2000-Station ‚Possen‘ geht die Landesregierung noch einen Schritt weiter und legt die Basis für die Umsetzung eines landesweiten Waldbiotopverbundes.“

Gedanken zur Natura 2000-Station „Possen“ (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Gedanken zur Natura 2000-Station „Possen“ (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Die Aufgaben der Station lassen sich unter dem Begriff „Verbinden“ zusammenfassen. „In Zukunft wollen wir nicht nur forstwirtschaftlich ungenutzte, sondern auch genutzte Waldlebensräume miteinander vernetzten“, erklärte Dr. Burkhard Vogel, Landesgeschäftsführer, BUND Thüringen und stellvertretender Vorsitzender Trägerverbundes Natura 2000-Station Possen e.V.. „Durch den landesweiten Aufbau einer grünen Infrastruktur sollen sich bedrohte Arten wieder ungehindert ausbreiten können.“

Dazu vereint die Natura 2000-Station „Possen“ die Expertise von Naturschutzorganisationen und gesellschaftlichen Akteuren vor Ort. Das zeigt sich schon in ihrer besonderen Trägerstruktur: „Mit der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF), der Grünen Liga Thüringen, der Naturstiftung David, dem Verein Amphibien- und Reptilienschutz Thüringen (VRT), der Wildtierland Hainich gGmbH und dem BUND Thüringen stützen wir uns auf langjährige Erfahrungen im Bereich Naturschutz“, freut sich Pfefferlein.

Der örtliche Jugendfreizeit- und Bildungsverein Freiräume e. V. bereichert den Trägerverein mit seinem Erfahrungsschatz aus der Arbeit mit den Menschen vor Ort und schafft gleichzeitig die Basis für eine weitere Aufgabe der Station: die Umweltbildung. Pfefferlein: „Wir möchten in Zukunft ein Gespür für den Lebensraum ‚Wald‘ vermitteln. Dies beinhaltet sowohl das Verständnis dafür, Wald einfach mal Wald sein zu lassen, als auch den Beitrag, den die forstwirtschaftliche Nutzung für unsere Gesellschaft leistet.“

Gedanken zur Natura 2000-Station „Possen“ (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Gedanken zur Natura 2000-Station „Possen“ (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Aus Pfefferleins Sicht steht die waldwirtschaftliche Nutzung aktuell vor einer großen Herausforderung: dem dramatischen Phänomen des Waldsterbens. „Auch hier möchten wir in Zukunft unseren Beitrag leisten. Nicht nur, indem wir Waldlebensräume landesweit verbinden, sondern auch, indem wir dabei unterstützen, die gesellschaftlichen Kräfte zu bündeln. Nur so können wir uns für diese bedrohliche Entwicklung wappnen.“

Fotos: Archiv kn
Autor: khh

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)