Kommentare
geloescht.20250302
24.07.2019, 15:42 Uhr
Ja, aber die Parkplatzsituation...
...hat damit nichts zu tun.
Egal, ob man für den Bus oder das Parken bezahlen muss.
Wenn private Händler, egal ob für Bekleidung oder Lebensmittel höhere Preise als NKD oder REWE verlangen müssen, werden sie nicht von der Kundschaft überrannt.
Und die Immobilienpreise für Gewerbetreibende....Der Inhaber des Ladens für osteuropäische Lebensmittel hat mir erzählt, dass er aus der Wezel- in die Hauptstraße flüchtete, weil die Ladenmiete seine Gewinne auffrass.
Ich kaufe gerne bei ihm Kleinigkeiten aus Russland ein und wünsche ihm alles Gute.
Kobold2
24.07.2019, 18:08 Uhr
Das Drama
hat viele Ursachen und es wurde jahrelang, erfolgreich darauf hin gearbeitet.
Da ist die grandiose Lohnpolitik der ansässigen Arbeitgeber als erstes anzuführen. Ohne Kaufkraft kein Kunde! Anfangs haben die Bergbaurentner die Fahne noch ein wenig hochgehalten, doch die werden auch immer weniger. Der Nachwuchs wurde durch die Lohnpolitik erfolgreich vertrieben. Der Altersdurchschnitt wird immer höher. Die Rentenpolitik ist auch nicht der Bringer, für eine brauchbare Kaufkraft. Dann sind viele Rentner auch nicht mehr so mobil und fit auf den Beinen, das sie gern durch die Innenstadt flaniernen Bei vielen, im mittleren Alter, sehe ich ein mentales Problem. Wo man mit der heiligen Blechkuh nicht bis vor Tür fahren kann, kauft man nicht ein.
Viele Sondershäuser sind einfach zu bequem, aber beim Jammern immer vorne dran! Selbst kleinere Städte im Kreisgebiet sind z.T. besser aufgestellt und das sollte zu denken geben. Da lässt man sich lieber von Internetriesen ausspionieren, anstatt mal ein Gespräch übern Ladentisch zu führen.... und nein, im Web ist nicht alles viel billiger! An der Situation hat jeder ein bisschen Anteil und mit der Grundeinstellung " Leben und Leben lassen" wäre schon viel geholfen.
(Jetzt hagelts bestimmt wieder negativ Daumen, aber die Wahrheit ist manchmal schwer zu verdauen :) )
geloescht.20250302
24.07.2019, 18:36 Uhr
Kobold2...
...die Daumen runter gibt's doch nur, wenn Beiträge auch in der NNZ veröffentlicht werden.
Wir KN-Junkies schreiben unsere Meinung und haben das Daumenkino nicht nötig ;)
Mir fällt auch nichts ein, was ich Ihnen entgegenhalten sollte...Sie haben Recht.
Witzig finde ich immer (Aber nicht für die Zusteller) wenn im Internet geordert wird und die Empfänger beim avisierten Liefertermin nicht zuhause anzutreffen sind.
Örzi
24.07.2019, 20:05 Uhr
Ein Problem...
...sind die hohen Ladenmieten, die den Händlern keine Luft lassen. Wer drei Wochen des Monats benötigt um seine Fixkosten zu bestreiten, kann auf Dauer nicht überleben. Das versuchen dann die großen Ketten im Verdrängungswettbewerb, um sich Marktanteile zu sichern. Da das auf Dauer auch nicht rentabel ist, kommt es zum Leerstand. Die Stadt sollte über ein alternatives Konzept nachdenken, junge Leute, die Ideen und Kreativität mitbringen, fördern und so versuchen ein anderes , neugierig machendes Konzept zu fahren.
Kobold2
24.07.2019, 20:13 Uhr
Die Fehler der Vergangenheit
sind leider schwer wieder aufzuholen. Diese ziehen sich von den Amtsstuben, bis hin, zum "kleinen Mann".
Hier war man so konsequent, das diese traurige Mentalität mittlerweile weit über die Stadt und Kreisgrenze hinaus reicht. Selbs der dilettantische Umgang mit dem Tourismus trägt dazu bei. Aber, ist der Ruf erst ruiniert......
Zum Niveau einiger Daumenkasper, brauchen sie nur noch mal den Artikel über den Brand auf Neuheide aufrufen...
Da möchte man das Prädikat " für die Öffentlichkeit nur bedingt zugelassen" verteilen.
geloescht.20250302
24.07.2019, 21:18 Uhr
Örzi hat es perfekt ausgedrückt...
. ..mit dem Begriff Fixkosten.
Auch in Sondershausen kann es sich niemand leisten, mit Euphorie und einem überschaubaren Startkapital einen Laden zu mieten.
Schauen Sie mal auf die Seite der Wippertal...Die Hälfte der dort angebotenen Räumlichkeiten sind nicht zum Wohnen bestimmt und seit ein bis 2 Jahren Ladenhüter.
El loco
24.07.2019, 21:59 Uhr
Der Kobold, der Hase und der Pfeffer
, aber die Wahrheit ist manchmal schwer zu verdauen :) )
Soso und Ihre Meinung ist also die Wahrheit?
Ich halte mal dagegen:
1. Fehlende Kaufkraft? - Nein: sehr viele Sondershäuser fahren nach NDH, EF oder sogar nach Leipzig zum shoppen. Warum wohl?
2. Mentalität der Sondershäuser? - Nein: Wer so viele km zum Einkaufen fährt, scheut sich nicht vor 50 m bis in die Innenstadt. Es sei denn, Sie reden vom Fleischer oder Bäcker
3. Oh doch, das Internet ist meistens billiger. Und wenn ich im Laden höre, das müssen wir erst bestellen, dann mache ich es doch gleich selber.
4. Ist das weiß Gott kein Sondershäuser Dilemma, sondern ein strukturelles Problem vieler Innenstädte
Kobold2
24.07.2019, 22:16 Uhr
Sie schreiben über
die Symptome und nicht über die Ursachen.
Das sind leider 2 paar Schuhe.
Mueller13
25.07.2019, 17:43 Uhr
@Kobold: die Wahrheit gepachtet
Wenn man die "Arbeitgeber sind schuld" als erstes Argument aufführt, fragt man sich, ob man weiterlesen soll...
Betrachten Sie auch die andere Seite der Medaille? Wenn die Verkäuferin, die Sekretärin, der Monteur mehr Lohn bekommen, dann werden auch ihre Leistungen teurer. Sie werden doch der Erste sein, der sich beschwert, wenn der Haarschnitt 20Euro kostet oder die Butter einen Groschen mehr.
Man kann sich nicht an den Haaren aus dem Sumpf ziehen, das konnte nur der Baron M.. Auf die glorreiche Idee, einfach die Löhne zu erhöhen, sind schon andere vor Ihnen gekommen. Das Auswirkungen waren maximal kurzfristig erfolgreich. Ab einem bestimmten Preis nehme ich die Dienstleistung einfach nicht mehr in Anspruch. Die Folge sind Schwarzarbeit und Arbeitslosigkeit.
Im Moment ruft meine Friseuse für den Haarschnitt (dauert 7min inkl. Haare wegfegen und kassieren) 14 Euro auf. Ich kann Ihnen garantieren, nimmt sie 3 Euro mehr, werden viele nach Alternativen suchen und ich gehöre dazu.
Die Bäcker rufen mittlerweile 35 Cent fürs Brötchen auf, nehmen sie 40, was der Bäcker machen müsste, wenn er die Löhne erhöht, gehen viele zum Discounter und kaufen die Semmel dort für 15Cent personallos. Dann hätten Sie theoretisch höhere Löhne, aber praktisch niemanden, der es bezahlen will.
Die Lohn-Preis-Findung ist ein sehr sensibles Thema, welches sich aber in einem freien Markt gut selbst einstellt. Nur Etatisten (i.w.S. Planwirtschaftler) denken, sie können den Preis einer Sache bestimmen. Die Folgen solcher Ansichten sind IMMER: Wohlstandsverluste und Rückständigkeit. Die Kevins (Kühnert) dieser Welt mögen uns bitte verschonen mit ihren Weisheiten. Dass sie nicht funktionieren, wurde in vielen Großfeldversuchen bewiesen und eines lag in dieser Region erst 30 Jahre zurück.
Und bitte: machen Sie sich selbständig und geben Sie Ihren Angestellten ein richtig fettes Gehalt. Wir schauen dann einfach mal, wie lange Sie sich damit am Markt behaupten können. Und nehmen Sie sich bitte eine Branche, die sehr personalintensiv ist, wir wollen, dass viele Menschen in den Genuss Ihrer Ideen kommen.
Kobold2
25.07.2019, 21:44 Uhr
Müller13
Sie sind das beste Beispiel, das es in SDH läuft, wie es läuft.
Anderer Leute Arbeit achten, kommt ihnen nicht in den Sinn. Die sollen sicher froh sein überhaupt was für ihre Arbeit zu bekommen. Es reicht ja für diese Leute, wenn sich sich den Rest vom Staat holen und ihre knappe Freizeit mit Formularen und Wartezeiten vor den Amtsstuben verbringen. Die Kohle dort, kommt aus dem Steuersäckel, in das auch sie einzahlen .
Ich schrieb schon weiter oben, das es mit Leben und Leben lassen in unserer Stadt nicht funktioniert Um nun noch auf ihre Mutmaßung und Unterstellungen einzugehen...
Ich zahle schon lange die angegebenen Preise beim Frisör und gebe auch noch Trinkgeld, ebenso meine Brötchen beim Bäcker und meine Wurst beim Fleischer meiner Wahl.
Letzteres ist für mich als Thüringer auch eine Frage der Ehre.
Fangen sie doch erst mal an zu kalkulieren, für wieviel sie ein anständiges Brötchen (nicht diesen aufgebackenen Tiefkühlkram aus der Retorte) verkaufen müssten, um wenigstens, kostendeckend zu arbeiten.
Weil es gestern schon spät war, noch ein kleiner Nachschlag zu El loco
1. Warum fahren Die Sondershause in größere Städte?
Weil sie dort die bekannten Einkaufstempel ansteuern, wo man mit dem Auto bis vor die Tür fahren kann.
2. Wie das hier seit Jahren mit 50m in der Innenstadt klappt kann man ständig sehen und u.a hier nachlesen
Illegales Parken im Innenhof der alten Post, auf dem Marktplatz, mit Warnblinker vor dem Eingang der Galerie, (obwohl das Parkhaus bis vor kurzem z. T. Kostenlos war), bis vor die Tür am Jechaer Geldautomaten fahren, obwohl dort keine Parkplätze ausgewiesen sind.
3. Ja am 24.12. kommt immer ein netter Herr im roten Mantel. Ich kann ihnen aus dem Stand einige Firmen nennen, wo das nicht so ist, werde aber mein Kaufverhalten hier nicht weiter ausbreiten.
4. Strukturelles Problem......
Hier konnte man vor 15 Jahren, schon gegen 17Uhr in der Innenstadt die Bordsteine hochklappen, hat man schulterzuckend hingenommen, mit dem heutigen Ergebnis
Wie belebte Innenstadt geht , können Sie sich ja mal in Mhl, Lsz, oder auch Bad F. anschauen.
Wir haben z.Z. noch ein paar wenige Geschäfte, die auch in anderen Städten Filialen haben. Sprechen sie mal mit den Inhabern.
Mueller13
26.07.2019, 10:05 Uhr
@Kobold - Unsinn
Zitat: "Anderer Leute Arbeit achten, kommt ihnen nicht in den Sinn. Die sollen sicher froh sein überhaupt was für ihre Arbeit zu bekommen."
Polemischer Unsinn. Sie tun so, als ob hier die meisten neben ihrer regulären Arbeit noch Sozialhilfe bekommen würden. Wenn Sie dies irgendwie statistisch belegen können, stocke ich ihr Gehalt persönlich auf. Auf meine Argumente gehen Sie logischerweise nicht ein, fabulieren aber, dass Sie 17 Euro (plus Trinkgeld) für einen Trockenhaarschnitt bezahlen und 40 Cent fürs Brötchen.
Sie leben in einer merkwürdigen Parallelwelt.
Kobold2
26.07.2019, 11:50 Uhr
Ihr Leseverständnis
Ist m.M.n. verbesserungswürdig. Ich habe nichts fabuliert, sondern bin genau auf ihre Unterstellungen eingegangen. Hoffentlich passen sie auch auf, das ihnen ihr Chef nicht zu viel bezahlt, damit die Kundschaft, der Firma, wo sie angestellt sind, nicht zu sehr zu Kasse gebeten wird.
Ein paar Dinge des gesellschaftlichen Zusammenlebens sind ihnen offensichtlich entfallen.
Wenn man anderen nicht die Brotkrümel auf dem Teller gönnt, braucht man sich über den ausbleibenden Gegenwert nicht zu wundern.
Ein Großteil der Sondershäuser machen sich ihre Stadt selbst kaputt , nur wollen sie das nicht wahr haben.
Anderen die Schuld geben, ist halt einfacher. Noch ein kleines Beispiel.
Ich habe jahrelang meine Fachzeitschriften in dem, damals gut sortierten, Zeitungsgeschäft in der Innenstadt gekauft. Von dem Verlag wurde ich immer wieder auf ein Jahresabo angesprochen. Dabei hätte ich sogar noch etwas gespart.
Das Geschäft hat mit aber auch sämtliche Sonderausgaben und Zusatzhefte besorgt, wenn ich darum gebeten habe.
Für diesen Service habe ich gern auf die paar Prozente fürs Jahresabo verzichtet. Klar, könnte ich damit das Geschäft nicht retten, aber ich habe mir auch nichts vorzuwerfen.
Ähnlich läuft's mit dem kleinen Obst und Gemüsehändler, der Samstags in Jecha steht. Ja die Sachen kosten dort etwas mehr, aber es wird trotzdem gekauft, denn viele wollen, das er wiederkommt!
Leben und Leben lassen und nicht Geiz ist geil, dann klappts auch mit dem Zusammenleben.
Vielleicht denken Sie jetzt auch noch mal über den Vorwurf mit dem "vor die Tür gehen" nach? ;)
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